- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Leihvideo
Erhältlich seit:
31.07.2003
USA 2002
Laufzeit: 118 Min.
FSK: ab 12
Salma Hayek
Geoffrey Rush
Alfred Molina
Regie: Julie Taymor
Walt Disney Studios Home Entertainment

Was lange währt, wird doch noch gut: Seit 1983 laborierten verschiedene Studios an dem Projekt "Frida". Das Biopic von Julie Taymor eröffnete die Internationalen Filmfestspiele in Venedig. Mit Erfolg, denn nicht nur Salma Hayek als legendäre mexikanische künstlerin Frida Kahlo, die trotz Krankheit das Leben in vollen Zügen genoss, überzeugt - auch die Ausstattung stimmt bis aufs I-Tüpfelchen.
Da es ihr unmöglich schien, den komplexen Charakter der mexikanischen Malerin zu verfilmen, konzentrierte sich Julie Taymor auf die emotionale Seite dieser Ikone weiblicher Emanzipation. Sie zeichnet nicht Station für Station ein außergewöhnliches Schicksal nach, sondern wählt bewusst subjektiv Momente aus, die den Werdegang der Künstlerin und Frau bestimmen, die sich von ihren Vorstellungen und nicht von gesellschaftlichen Maximen leiten ließ. Schon als junges Mädchen lebt Frida frei ihre sexuellen Wünsche aus, ein Busunfall reisst sie 1925 aus der Leichtigkeit des Seins. Nicht nur die Wirbelsäule ist lädiert, ihr rechtes Bein, schon vorher durch Kinderlähmung geschwächt, ist mehrmals gebrochen. Monatelang muss sie das Bett hüten, es besteht die Gefahr, dass sie nie wieder gehen kann. Aber ihr Wille ist - erst einmal - stärker als die Krankheit, während der sie wie besessen sich die Angst von der Seele malt. Kaum halbwegs genesen, fordert sie den berühmten Maler Diego Rivera (Alfred Molino als Viril-Paket) auf, ihr Werk offen und ohne Rücksicht zu beurteilen. Der ist begeistert, nicht nur von ihrem Talent, sondern auch von ihrer Schönheit. Die beiden werden ein glamouröses Paar, das die Kunstwelt im Sturm erobert. Dabei weiss Frida, auf was sie sich einlässt, heiratet sie doch einen Womanizer, dem keine Frau widerstehen kann. Sie versprechen sich nicht Treue, sondern Loyalität. Und Frida sieht souverän über zahlreiche Affären hinweg, die beiden schmücken die Kunstszene in San Francisco, Detroit und New York. Wie einen Patchworkteppich webt Taymor Höhen und Tiefen eines Lebens zusammen, zieht den Bogen bis zum bitteren Ende, Frida Kahlos Tod im Jahre 1954. Salma Hayek, die als Mitproduzentin auftritt und auch beim Drehbuch mitwirkte, ließ sich während der langen Wartezeit von diversen Tiefschlägen nicht demotivieren und fand mit Julie Taymor ihre Traumregisseurin und mit Miramax ein Studio, das ihre Pläne voll unterstützte. Sie entdeckt ihre eigene Frida und spielt diese Figur, die mit der Wirklichkeit vielleicht nicht zu viel zu tun hat, mit Verve und Temperament. Frida Kahlo ist hier eine schillernde und starke Persönlichkeit, die tapfer alles erträgt, sich erst von ihrem Mann trennt, als der mit ihrer Schwester schläft und - sei es aus Rache, sei es aus Lust - später mit Trotzki ein kurzfristiges Verhältnis anfängt, eine etwas misslungene Episode im sonst interessant inszenierten Biopic, wie leider die auch sehr oberflächlich gehaltenen Ausflüge in die Politik. Fridas Entwicklung spiegelt sich in ihrem künstlerischen Werk wieder, vom Hochzeitsporträt über das Selbstporträt und "Die zwei Fridas" bis hin zur Visualisierung der Schmerzen, die sie zuletzt quälten. Der Film, der ganz in Mexiko gedreht wurde, atmet die Atmosphäre des mittelamerikanischen Landes, den Machismo, offensive weibliche Erotik und eine Epoche der Liberalität, die mit der in Europa locker mithalten kann, über das ein oder andere Bohème- oder Weiber-Klischee sieht man da großzügig hinweg . Wer nicht weiß, wie es in Mexiko aussieht, mag die Farben übertrieben finden, aber das leuchtende Blau, das schreiende Orange oder das sinnliche Rot gehören zur mexikanischen Farbpalette wie die Tortilla auf den Teller. "Frida" ist fettes Kino und sollte ein neugieriges Publikum anziehen, schon der Name Salma Hayek sollte sich als Magnet erweisen. mk.
| Darsteller: | Salma Hayek | als Frida Kahlo | |
|---|---|---|---|
| Geoffrey Rush | als Leo Trotzki | ||
| Alfred Molina | als Diego Rivera | ||
| Edward Norton | als Nelson Rockefeller | ||
| Antonio Banderas | als David Siqueiros | ||
| Mía Maestro | als Cristina Kahlo | ||
| Ashley Judd | als Tina Modotti | ||
| Roger Rees | als Guillermo Kahlo | ||
| Valeria Golino | als Lupe Marín | ||
| Patricia Reyes Spindola | als Matilda Kahlo | ||
| Diego Luna | als Alejandro | ||
| Saffron Burrows | als Gracie | ||
| Margarita Sanz | als Natalia Trotzki | ||
| Anthony Alvarez | als Trotzkis Bodyguard | ||
| Chavela Vargas | als Tod | ||
| Lila Downs | als Tango-Sängerin | ||
| Ehécatl Chávez | als betrunkener Mann | ||
| Julian Sedgwick | als Reporter New York | ||
| Regie: | Julie Taymor | ||
| Buch: | Diane Lake | ||
| Gregory Nava | |||
| Clancy Sigal | |||
| Anna Thomas | |||
| Musik: | Elliot Goldenthal | ||
| Kamera: | Rodrigo Prieto | ||
| Produzent: | Sarah Green | ||
| Jay Polstein | |||
| Nancy Hardin | |||
| Lizz Speed | |||
Frida in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: 1:1,85
Star
Salma Hayek
Schön wie Mexiko und kleine Frau ganz groß: Ihre Filme sind gepflastert mit heißen Auftritten, sie ist eine der erotischsten Latinas und der...
Star
Geoffrey Rush
Kostümrollen und exzentrisch-exaltierte Charaktere, komische und liebenswert verrückte Gestalten wie aus den Dramen William Shakespeares sind...
Registrieren




