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Friday Night Lights - Touchdown am Freitag

Ein Provinzteam will die Football State Championship gewinnen, obwohl ihr Star seine Karriere verletzt beenden muss. Wahrheitsgetreues Sportlerdrama mit kritischen Tönen, das neben Heldengesängen auch melancholische Töne anstimmt.


Friday Night Lights - Touchdown am Freitag

Leihvideo

Erhältlich seit:
07.07.2005

Originaltitel: Friday Night Lights

Drama/ Action

USA 2004
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 12

Billy Bob Thornton
Derek Luke
Jay Hernandez

Regie: Peter Berg
Universal Pictures Germany

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Friday Night Lights - Touchdown am Freitag

1988: In der Kleinstadt Odessa, Texas, kreist das Leben nur um Football. Auf Coach Gaines lastet der ungeheure Erwartungsdruck, in seinem dritten Jahr das Team zurück zu alten Erfolgen und dem Gewinn der State Championship zu führen. Mit dem Supertalent Bobbie Miles, außerhalb des Feldes ein arroganter Maulheld, beginnt zunächst eine traumhafte Siegesserie. Als Bobby sich am Knie verletzt und seine Karriere beenden muss, können seine Kameraden den Verlust an Spielstärke nicht kompensieren.

Das immer wieder gern bemühte Underdogteam auf dem Weg zum Sensationserfolg dient auch hier als Blaupause für ein Sportlerdrama, das alle Register des Subgenres zieht und dem Zuschauer mit einem recht kritischen Heldengesang bedient. Billy Bob Thornton ("Bad Santa") und Lucas Black ("Cold Mountain") stehen als prominente Gladiatoren in der Arena der Ersatz-Religion Football. Ein dramatischer Vater-Sohn-Konflikt und diverse Motive aus "An jedem verdammten Sonntag" füllen die inhaltliche Seite.

Friday Night Lights - Touchdown am Freitag

Schlugen sich bei Oliver Stones Sportthriller "An jedem verdammten Sonntag" professionelle Footballspieler am Tag des Herrn die Köpfe ein, hechten in Peter Bergs Adaption von H.G. Bissingers Tatsachenbuch "A Town, A Team and A Dream" (1990) Highschoolschüler an Freitagabenden dem braunen Lederei hinterher. Als inspirierender Coach des Teams fungiert Oscar-Preisträger Billy Bob Thornton, der seine Jungs wie Kollege Denzel Washington in "Gegen jede Regel"zu Höchstleistungen antreibt. Während in den USA beachtliche Zahlen eingespielt wurden, könnte sich das teils recht melodramatische Drama/Sozialporträt rund um den amerikanischen Nationalsport wohl eher schwer tun, in Übersee einen kommerziellen Touchdown zu erzielen.

Das Drehbuch adaptierte Regisseur Berg ("Welcome to the Jungle") in Zusammenarbeit mit David Aaron Cohen ("Vertrauter Feind"), wobei sie die kniffelige Balance zwischen konventionellem Sportfilm und nachdenklicher Sozialstudie der Vorlage aufrechterhalten. Gleich mit den ersten sepiafarbenen Aufnahmen wird das triste Milieu der verarmten texanischen Gemeinde Odessa mit ihrer weitläufig-staubigen Umgebung und den allgegenwärtigen Öltürmen eingefangen. Doch an Freitagabenden blüht das Städtchen auf, wenn das örtliche Highschoolteam der Permian Panthers seine Spiele austrägt. Bereits viermal hat die Mannschaft in vergangenen Jahren die State Championship gewonnen. Unter dem neuen Coach Gary Gaines sollen sie 1988 erneut an die Spitze gelangen. Ein enormer Leistungsdruck lastet auf dem Team, da sich die gesamte Gemeinde mit ihnen identifiziert und ihren ganzen Stolz und ihre Hoffnung in die Spieler investiert. Der erklärte Star des Teams ist der großmäulige Running Back Boobie Miles (der talentierte Derek Luke aus "Antwone Fisher"), bei dem bereits mehrere Colleges mit Stipendien anklopfen. Das Gegenteil von ihm ist der zurückhaltende Quarterback Mike Winchell (Lucas Black, der bereits in "Sling Blade" mit Thornton agierte), der sich um seine kranke Mutter kümmern muss. Der dritte Spieler, der ebenfalls etwas ausführlicher als die restlichen Spieler-Randfiguren skizziert wird, ist der gut aussehende Don Billingsley (Garrett Hedlund). Er wird permanent von seinem alkoholkranken Vater (Country-Star Tim McGraw) kritisiert und lächerlich gemacht. Erst später, als er seinem Sohn sein Herz ausschüttet, dass seine eigene Highschool-Footballkarriere das einzige Highlight seines Lebens war, wird klar, weshalb er sich so unausstehlich verhält. Ähnlich ergreifend ist die Verzweiflung von Boobie, als er sich zur Saisonhälfte das Knie verletzt und seine Zukunftspläne verbaut sieht. Doch auch ohne ihn schaffen die Panthers es bis zum Endspiel, wo sie gegen übermächtig wirkende Gegner antreten müssen.

Ähnlich wie zuletzt in "Die Bourne Verschwörung" zu sehen war, inszeniert Berg im schwindelerregend-hektischen Dokustil mit viel handgehaltener Kamera, Schnellschnitt und zahllosen Zoom-Ins. Dies macht bei den packenden Spielszenen Sinn, mutet aber teils (selbst der Fast-Food-Stop wird zum hyperrealistischen Event) als stilistischer Overkill an. Der unterschwellig surreale Eindruck wird von einem hypnotisch klingenden Elektrogitarren-Score der Band Explosions In The Sky vorangetrieben. Akustische Abwechslung wird durch mehrere Songs der Politrapper Public Enemy eingestreut. Gewidmet ist das eigenwillige Sportsdrama dem verstorbenen Alan J. Pakula, der ursprünglich die Regie übernehmen sollte. ara.

Darsteller:  Billy Bob Thornton   als Coach Gary Gaines
  Derek Luke   als Bobbie Miles
  Jay Hernandez   als Brian Chavez
  Lucas Black   als Mike Winchell
  Garrett Hedlund   als Don Billingsley
  Tim McGraw   als Charles Billingsley
  Connie Britton   als Sharon Gaines
  Lee Thompson Young   als Chris Comer
  Lee Jackson   als Ivory Christian
  Grover Coulson   als L.V. Miles
 
Regie:  Peter Berg  
Buch:  David Aaron Cohen  
  Peter Berg  
Musik:  David Torn  
Kamera:  Tobias Schliessler  
Produzent:  Brian Grazer  
 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Billy Bob Thornton

Als sanfter Killer mit schwerer Zunge war er in "Sling Blade" für den Oscar nominiert, wurde dann aber für sein Drehbuch zu dem von...

 

Star

Derek Luke

Afroamerikanischer Schauspieler. Derek Luke ist häufig in Filmen mit nachdenklich stimmendem sozialem ("Pieces of April") und politischem...