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Friedliche Zeiten

Warmherzige Komödie um eine Familie aus der DDR im Westen aus der Sicht der jungen Töchter.


Friedliche Zeiten

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Erhältlich seit:
08.05.2009

Komödie/ Drama

Deutschland 2008
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 6

Katharina Marie Schubert
Oliver Stokowski
Nina Monka

Regie: Neele Leana Vollmar
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Warmherzige Komödie um eine Familie aus der DDR im Westen aus der Sicht der jungen Töchter.

Irene und Dieter gehen in den Westen (Foto: Kinowelt) Großansicht

Irene und Dieter gehen in den Westen (Foto: Kinowelt)

Dieter (Oliver Stokowski) und Irene (Katharina Schubert) sind aus der DDR in den Westen geflüchtet. Sie ist ein Nervenbündel mit Angst vor dem Dritten Weltkrieg, er ist ein gutgelaunter Optimist. Seit sie im Westen sind, streiten sie sich ständig.

Ihre Kinder, die gewitzten und fürsorglichen Töchter Wasa (Leonie Brill) und Ute (Nina Monka) beschließen des Familienfrieden willens, dass die Scheidung der beiden wohl das Beste für alle wäre. Ihren kleinen Bruder Flori (Tamino Wecker) "erpressen" sie einfach, bei ihrem Komplott mit zu machen.

Wasa und Ute suchen nach einer Lösung für das Problem (Foto: Kinowelt) Großansicht

Wasa und Ute suchen nach einer Lösung für das Problem (Foto: Kinowelt)

Krieg unterm Nierentisch

Deutsch-deutsche Konflikte brechen exemplarisch auf in einer warmherzigen Tragikomödie mit viel Zeitkolorit, wenn der Kalte Krieg unterm Kaffetisch stattfindet, aber von einem Komplott der Kinder auf seine Art beendet werden soll. Lebendig, komisch, stark gespielt.

Friedliche Zeiten

Weil es in der Ehe eines aus der DDR in den Westen geflohenen Ehepaares anno 1968 kriselt, wollen die beiden jungen Töchter die Scheidung provozieren: Eine warmherzige Familien(tragi)komödie.

Der Kalte (Ehe)Krieg unter dem Nierentisch bricht aus, weil sich die innerdeutsche Zerrissenheit in der Familie Striesow spiegelt: Das Ehepaar mit den drei Kindern ist aus der DDR getürmt, Dieter (Oliver Stokowski) im marktwirtschaftlichen Westen voll angekommen, Gattin Irene (Katharina Schubert) ein von Ängsten geplagtes Nervenbündel, das sich in die Heimat zurücksehnt und die eigene Wohnung zwar nicht mit einer Berliner Mauer, so doch immerhin mit einer Türkette verschließt. In dieser ganz privaten Ostzone kann man wenigstens ungehindert die "Internationale" intonieren, doch eigentlich ist Irene derart kriegstraumatisiert, dass Fernsehbilder von russischen Panzern in osteuropäischen Städten konkrete Invasionsangst und ausgeprägte Neurosen bedingen. Dabei ist der Fahrstil der Crashpilotin wesentlich gefährlicher als ein möglicher 3. Weltkrieg. Isolation, Heimweh und verstörende Erfahrungen ergeben die Paranoia, Opfer eines Ehebruchs und somit zur "Zweitfrau" zu werden. Als sich ihre Furcht als wohlbegründete Realität herausstellt, wird der Alltag zum Minenfeld.

Den von eigenen Erfahrungen beeinflussten Kurzroman von Birgit Vanderbeke nimmt die Bremer Regisseurin Neele Vollmar ("Urlaub vom Leben") zum Anlass für eine heiter-tragische Zeitreise in die ausgehenden 60er Jahre, wo mit akkurater Nostalgie und auf den Punkt ausgestattetem Retro-Charme das deutsche Mittelstands-Spießbürgertum sein gestriegeltes Haupt erhebt, aber von einer ganzen Batterie ironischer Brechungen verspottet wird. Weder die BRD, noch die DDR erscheinen in vorteilhaftem Licht, und das charakterlich vollkommen disparate Paar will nicht recht zusammenpassen. Vornehmlich aus der Perspektive der beiden Töchter Ute und Wasa (famoses Duo: Nina Monka und Leonie Brill) erzählt, wird ein Familiendrama aus unschuldigem Kinderblick zur Komödie, da sich die Schwestern und ihr jüngerer Bruder Flori (Tamino Wecker) die komplizierte Welt der Erwachsenen zusammenreimen müssen - mit entwaffnend komischen und oft genug nachdenklichem Ergebnis. Zwischen den Polen Neurosenkomödie, Eifersuchtsdrama und der tragikomischen Last des selbst gewählten Unglücks entsteht ein warmherziger, trotz Feel-Good-Ende aber nicht verklärender Rückblick auf eine Ära, die nicht nur aus Studentenprotesten und Kommune 1 bestand. tk.

Friedliche Zeiten

Nach ihrer Flucht aus der DDR 1961 sollten für Familie Striesow eigentlich friedliche Zeiten anbrechen. Doch Mama Irene traut dem westlichen Wohlstand nicht, erwartet täglich den dritten Weltkrieg und den Einmarsch der Russen und besteht mit penetranter Konsequenz darauf, die Sicherheitskette vor die Tür zu hängen. Kein Wunder, dass ihr abenteuerlustiger Mann sich eingesperrt fühlt - und so bricht der Krieg schließlich im eigenen Wohnzimmer aus. Als die Lage unerträglich wird, entwickeln die Kinder Ute, Wasa und Flori einen folgenschweren Plan, um die Beziehungsprobleme ihrer Eltern ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen ...

Quelle: Studiocanal

Interviews, Geschnittene Szenen & Versprecher, Fotogalerie, Easter Egg, Trailer, Presseheft (DVD-Rom), Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Katharina Marie Schubert   als Irene Striesow
  Oliver Stokowski   als Dieter Striesow
  Nina Monka   als Ute Striesow
  Leonie Brill   als Wasa Striesow
  Tamino Wecker   als Flori Striesow
  Axel Prahl   als Karl
  Anna Böttcher   als Frau Heinkel
  Doris Kunstmann   als Frau Radke
  Daphne Wagner   als Frau Kampmann
  Georgia Stahl   als Frau Blume
  Meret Becker   als Musiklehrerin
  Gustav Peter Wöhler   als Wagenbesitzer
  Anna Böger   als Siegried
 
Regie:  Neele Leana Vollmar  
Buch:  Ruth Toma  
Musik:  Oliver Thiede  
Kamera:  Pascal Schmit  
Produzent:  Caroline Daube  
 

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