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Friendship!

Culture-Clash-Komödie, Buddy- und Roadmovie um zwei Ossis kurz nach der Maueröffnung in den USA.


Friendship!

Leihvideo

Erhältlich seit:
12.08.2010

Komödie/ Drama

Deutschland 2009
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 6

Matthias Schweighöfer
Friedrich Mücke
Alicja Bachleda

Regie: Markus Goller
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Friendship!

Berlin, 1989. Kaum ist die Mauer weg, wollen die jungen Ossis Tom und Veit nach San Francisco, wo Veit seinen Vater vermutet. Leider reicht die Kohle gerade mal bis New York und mit den Englischkenntnissen hapert es auch ganz gewaltig. Doch ob Präsentation eines etwas anderen Heimatfilms, Verkauf von "zertifizierten" Berliner Mauersteinen oder einem heißen Strip in Russen-Uniform - ein paar Dollars gehen immer. Am Ende haben die zwei ihr Ziel erreicht - nur aus Veits erhoffter Familienzusammenführung wird leider nichts.

Melancholisch-komischer Mix aus köstlicher Culture-Clash-Comedy, coolem Road Trip und herzzerreißendem Buddy Movie, der auf Erlebnissen des Til-Schweiger-Produzenten Tom Zickler basiert. Der in den USA lebende Werbefilmer Markus Goller erweist sich unter dem wiedererstarkten Label der Deutschen Columbia als Experte für Timing und Dialogwitz, komponiert vortreffliche Bilder, schafft die Balance von Tragik und Komik und hat in Matthias Schweighöfer und Friedrich Mücke genau die richtigen frech-fröhlichen Ossis gefunden.

Friendship!

Nach einer wahren Story von "Zweiohrküken"-Produzent Tom Zickler lässt Ex-Werbefilmer Markus Goller zwei frech-fröhliche Ossis im Wilden Westen den ganz normalen Culture-Clash-Wahnsinn erleben.

Mit einem Donnerknall meldet sich die Deutsche Columbia Pictures Filmproduktion zum dritten Mal auf nationaler Ebene zurück. Nach Werken wie "Der Kinoerzähler" (1993) oder "Affären" (1994) aus Phase Eins und dem Blockbuster "Anatomie" (2000) oder "Anatomie 2" (2003) aus Phase 2 scheint dem deutschen Produktionsarm von Sony Pictures nun mit "Friendship!" ein Einstand nach Maß geglückt zu sein. Neben Premiumpartnern wie das Oscar-prämierte Produzentenduo Wiedemann und Berg ("Das Leben der Anderen") konnte man Til Schweigers langjährigen Weggefährten Tom Zickler ("Zweiohrküken") als Koproduzenten gewinnen - und der sorgte auch noch höchstselbst für die auf wahren Begebenheiten beruhende Story:

Man schreibt das Jahr 1989, die Mauer ist weg, für unsere ostdeutschen Mitbürger ist plötzlich alles möglich - auch für Tom (Matthias Schweighöfer, derzeit an Produktivität kaum zu überbieten) und seinen besten Kumpel Veit (Friedrich Mücke, setzte zuletzt in Thomas Kronthalers "Schreibe mir - Postkarten nach Copacabana" ein Ausrufezeichen), die (Anti)-Helden in diesem melancholisch-komischen Mix aus köstlicher Comedy, coolem Road Trip und herzzerreißendem Buddy Movie. Nach San Francisco, wo der stillere, zurückhaltendere Veit seinen Vater vermutet, wollen die beiden, auf die Golden Gate Bridge, die sie nur von Postkarten kennen. Leider reicht die Kohle gerade mal bis New York und mit den Englischkenntnissen hapert es bei den ostdeutschen Jungs auch ganz gewaltig - mehr als ein fröhliches "Friendship" mit hartem DDR-"R" bekommen sie kaum über die Lippen. Doch wie hießt es so schön? Not macht erfinderisch. Vor allem Toms entwaffnendem Charme ist es zu verdanken, dass die US-Girls willig sind und man so zumindest mal ein Dach über den Kopf bekommt. Dumm nur, dass man es im Osten mit der Verhütung nicht so genau nimmt - was im prüden Amerika gar nicht gut ankommt. Also nichts wie weg und weiter Richtung Frisco und nebenbei ein paar Dollars verdienen. Zum Beispiel durch ein wenig SED-Folklore wie die Aufführung eines etwas anderen Heimatfilms, dem Verkauf von "zertifizierten" Berliner Mauersteinen von der Baustelle um die Ecke oder einem Strip in Russen-Uniform zur DDR-Hymne in einer tobenden Schwulen-Discothek. Am Ende haben die zwei ihr Ziel erreicht - nur das mit Veits Familienzusammenführung, das geht schief.

"Friendship!" ist das erste große Spielfilmprojekt von Markus Goller. Dass er in den USA lebt und als Werbefilmer sein Handwerk erlernte, kommt ihm zu Gute. Denn selten zuvor hat ein deutscher Regisseur die unendlichen Weiten des amerikanischen Hinterlands so vortrefflich ins Bild gesetzt. Zudem besitzt Goller ein Gespür für Timung und erstklassigen Dialogwitz, sorgt stets dafür, dass sich tragische und komische Elemente die Waage halten und die Kulturen heftigst aufeinanderprallen. Obendrein versäumt er es auch nicht, mit der bezaubernden Polin Alicja Bachleda ("Trade - Willkommen in Amerika") rechtzeitig ein Love Interest für die beiden Buben einzubauen und begeistert schließlich mit einem Soundtrack, der ins Ohr geht und von allem etwas zu bieten hat, von Hasselhoffs Berlin-.Schlager "I've Been Looking for Freedom" über Manfred Manns "Blinded by the Light" bis hin zu Silbermonds aktuellem Hit "Krieger des Lichts". Fazit: Selten hat jemand im Wilden Westen so bombenmäßig eingeschlagen wie diese beiden Ossis. lasso.

Darsteller:  Matthias Schweighöfer   als Tom
  Friedrich Mücke   als Veit
  Alicja Bachleda   als Zoey
  Kimberly J. Brown   als Dorothee
  Chris Browning   als Jonathan
  Todd Stashwick   als Darryl
  Kevin Rankin   als Marvin
  Dwayne Adway   als Hunter
 
Regie:  Markus Goller  
Buch:  Oliver Ziegenbalg  
Kamera:  Ueli Steiger  
Produzent:  Quirin Berg  
  Max Wiedemann  
  Tom Zickler  

"...hat einfach gepasst"

Zwar plant Sony Sony den Release der Komödie auf DVD und Blu-ray erst im Spemtember - wir unterhielten uns mit Hauptdarsteller Friedrich Mücke aber schon mal über den Film und seine Einstellung zur DVD generell.

Allem Leinwanderfolg zum Trotz: "Ich möchte auf jeden Fall weiter Theater spielen" (Foto: EMV) Großansicht

Allem Leinwanderfolg zum Trotz: "Ich möchte auf jeden Fall weiter Theater spielen" (Foto: EMV)

Du warst vor "Friendship" im Kinobereich eine relativ unbekannte Größe und vor allem als Theaterschauspieler tätig. Wie kam es dazu, dass Friedrich Mücke neben Matthias Schweighöfer der zweite Hauptdarsteller in "Friendship" wurde?

Friedrich Mücke: Ich hatte vor ca. zwei Jahren meine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst in Berlin abgeschlossen. Es war immer mein Ziel, beim Theater zu landen. Das ist mir dann mit einem festen Engagement beim Münchner Volkstheater gelungen. Ich hatte im Internet auch ein zweiminütiges Band von mir reingestellt. Das wurde von einem Caster gefunden und vier Wochen vor Drehbeginn an das "Friendship"-Team weitergeleitet. Nach Sichtung eines weiteren Bandes wurde ich zum letzten Casting mit Matthias Schweighöfer eingeladen. Und die Chemie zwischen uns beiden hat einfach gepasst.

Mit "Friendship" gelang Friedrich Mücke an der Seite von Mathias Schweighöfer ein Überraschungserfolg (Foto: Sony) Großansicht

Mit "Friendship" gelang Friedrich Mücke an der Seite von Mathias Schweighöfer ein Überraschungserfolg (Foto: Sony)

Siehst Du Deine Zukunft primär im Theater oder beim Film?

"Friendship" hat mir riesigen Spaß gemacht und gezeigt, dass ich auf die große Leinwand gehöre. Durch den großen Erfolg des Films hat sich natürlich einiges getan und es kommen viele Angebote, vor allem für Komödien. Ich passe aber sehr gut auf, dass ich bei meinen Rollen nicht in ein bestimmtes Schema gepresst werde. Ich möchte mir alles offen lassen. Da bin ich aber auf dem richtigen Weg, weil ich derzeit durchaus auswählen kann. Für mich ist das Ganze auch ein Lernprozess. Eines ist aber klar: Ich möchte auf jeden Fall weiter Theater spielen und hoffe, dass mir dies zeitlich auch gelingt.

Du hast im Januar auch den Bayrischen Filmpreis als Bester Nachwuchsdarsteller erhalten. Was hat sich für Dich dadurch verändert?

Das macht mich schon stolz und ist für mich nicht irgendeine Auszeichnung. In erster Linie verändert es radikal den Kontostand. Ich hatte nicht gewusst, wie hoch dieser Preis dotiert ist. Letztlich ist es eine tolle Auszeichnung für eine gelungene Arbeit, umso schöner, wenn dies auch finanziell entlohnt wird.

Mücke über Schweighöfer: "Die Chemie zwischen uns beiden hat einfach gepasst" (Foto: Sony) Großansicht

Mücke über Schweighöfer: "Die Chemie zwischen uns beiden hat einfach gepasst" (Foto: Sony)

"Friendship" erscheint im September auf DVD und Blu-ray. Wie wichtig sind dir diese Formate?

Ich bin ein absoluter Fan der DVD und habe selber ganz viele davon. Ich gehe auch sehr viel ins Kino. Dort gehe ich zumeist nicht in das amerikanische Original und leiste mir als Luxus dann die DVD. Vor allem bin ich ein riesiger Fan des Bonusmaterials. Behind the scenes, Interviews und der Audiokommentar ist für mich Pflicht. Im Kino interessiere ich mich für den Film, auf DVD um das ganze Drumherum. Bei "Friendship" ist es schön, dass dadurch noch mehr Leute den Film sich ansehen. Die DVD war auf jeden Fall während des ganzen Drehs schon ein sehr großes Thema.

Du hast ja zum Bonusmaterial von "Friendship" auch Einiges beigetragen, oder?

Ich habe während der Drehs mit meiner eigenen Kamera gefilmt und alleine dadurch stehen sechs Stunden Filmmaterial zur Verfügung. 80 Prozent der Aufnahmen könnte man sogar freigeben. Ein Beispiel: Matthias und ich hatten drei Tage drehfrei und sind 16 Stunden mit dem Auto nach San Francisco gefahren. Es dreht sich also nicht alles nur dem Drehalltag.

Was sind Deine drei Lieblings-DVDs?

Schwierig. Definitiv "Brügge sehen... und sterben?" mit Colin Farrell. Der Film ist gigantisch und auch das Bonusmaterial muss man sich mehrmals von Anfang bis Ende ansehen. Das wäre ein ganz anderer Film geworden, wenn alles verwendet worden wäre. Als Film unglaublich bewegend ist "Zeiten des Aufruhrs" mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet. Als dritten würde ich aktuell "The Hurt Locker" nennen. Ein geradezu wichtiger Film.

Lohn des Erfolgs: "In erster Linie verändert es radikal den Kontostand" (Foto: EMV) Großansicht

Lohn des Erfolgs: "In erster Linie verändert es radikal den Kontostand" (Foto: EMV)

Gibt es für einen Schauspieler, den Du als Vorbild bezeichnen würdest?

Matthias habe ich bereits über Jahre beobachtet und fand ihn in all seinen Rollen sehr überzeugend. Durch den gemeinsamen Film hat sich die Vorbildfunktion in Freundschaft gewandelt. Zusammen drehen würde ich sehr gerne einmal mit Rosalie Thomass, Julia Jentsch oder Karoline Herfurth. International gibt es natürlich jede Menge, vor allem fasziniert mich aber Leonardo DiCaprio.

Mit welchem Projekt beschäftigst du Dich aktuell?

Wir haben gerade "Mahler auf der Couch" abgedreht. Der Film startet am 8. Juli im Kino in Deutschland und Österreich. Regie führt hier Percy Adlon, der vor allem durch "Out of Rosenheim" bekannt ist. Ich spiele die Rolle von Walter Gropius, der mit Alma Mahler, der Ehefrau des Komponisten Gustav Mahler, ein Verhältnis anfängt, während dieser sich mit Siegmund Freud trifft. Ein sehr interessantes und anspruchsvolles Thema und trotzdem ein toller Film mit viel Witz und Esprit.

 

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