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Fulltime Killer

Genre-Hommage und cooler Actionthriller, in dem Killer Nummer Eins von einem Konkurrenten, einem Kommissar und der Liebe verfolgt wird.


ohne Abbildung

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Originaltitel: Chuen jik sat sau

Action/ Thriller

Hongkong 2001
Laufzeit: 100 Min.
FSK: nicht unter 18

Andy Lau
Takashi Sorimachi
Simon Yam

Regie: Johnnie To, ...
3L Vertriebs GmbH & Co.KG

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Traumzeit für Actionjunkies, wenn Hongkong-Superstar Andy Lau als durchgeknallter Profikiller die Nr. 1 im Geschäft beerben und beerdigen will.

Der Tick von Tok: Top-Killer zu werden

Der Tick von Tok: Top-Killer zu werden

Das Kino ist ein dankbarer Arbeitsplatz für Profikiller. Hier leben sie gut vom Tod, werden eher bewundert als gefürchtet, sind mythische Figuren zwischen kühler Präzision und emotionaler Verarmung. "Fulltime Killer" ist stilistisch fesselnde, bewegungsintensive Denkmalpflege für diese Mordmaschinen, für die Gefühle tödlich sind, weil sie den Weg zum eigenen Grab pflastern.

O (Takashi Sorimachi) ist der König dieser einsamen Löwen und verteidigt sein Revier mit stiller Effizienz. Tok (Andy Lau) dagegen ist sein überdrehter, verrückter Herausforderer, der seine Jobs wie großes Theater inszeniert und schon einmal in Bill-Clinton-Maske Blutbäder anrichtet. Mit einem Actionballett zwischen frenetischer Gewalt und visueller Poesie erzählt "Fulltime Killer" die Geschichte von O und seinem Rivalen, in der Chin, die schönste Haushälterin des Kinojahres, eine zentrale Rolle spielt.

Der Aderlass des Hongkong-Kinos durch die Hollywoodisierung seiner prominentesten Namen ist unbestreitbar, aber ausgeblutet ist es noch nicht. Johnny Tos Killerduell präsentiert sich als aufregendes Lebenszeichen mit einem Hauptdarsteller, der nach diesem Film immer noch Lau heißt, aber auch außerhalb Asiens längst heiß gehandelt wird.

Fulltime Killer

Ein neues Glanzlicht in der Karriere des Hongkong-Regisseurs Johnnie To, der 1999 mit drei Meisterwerken ("The Mission", "Running Out of Time", "Where a Good Man Goes") auf einen Schlag jenseits seiner Heimat und Genrefans bekannt wurde und mit "Fulltime Killer" seine virtuosen Gangsterstories als große (Film-)Oper arrangiert, wie es Sergio Leone mit "Zwei glorreiche Halunken" und Sam Peckinpah mit "Pat Garrett jagt Billy the Kid" im Western gelungen war. Das ist Kino pur, in titanischen Dimensionen, mit Pathos, brillanten manieristischen Einfällen, den visuell aufregendsten Szenen im Genre seit "Beyond Hypothermia" (Der Koch und die Killerin) und zitatreichen Anspielungen auf die Filmgeschichte.

Titanen ihres Fachs sind der im asiatischen Raum operierende japanische Profikiller O (Takashi Sorimachi) und der in sein Terrain eingedrungene Newcomer Tok (Andy Lau, der als todgeweihter Gangster in "Running Out of Time" mit einer Batterie von Medikamenten ausgestattet war), der im Gegensatz zum coolen und ernsten O in narzisstischer Verliebtheit übermütig und verspielt Morde als große Auftritte inszeniert. Tok fordert O heraus und liefert sich mit ihm ein rasantes offenes Duell, das in einer riesigen Lagerhalle zu den Klängen von Beethovens "Freude schöner Götterfunken" (Huldigung an Kubricks "Uhrwerk Orange") sein Ende findet.

To verbindet seine Killer, deren erklärtes Vorbild "Der eiskalte Engel" Alain Delon in Melvilles Jahrhundertfilm ist, durch einen privaten Konflikt: Beide sind in die Taiwanesin Chin verliebt, die im Videoladen arbeitet, aus dem der Filmbuff Tok seine Filme (darunter "Crying Freeman") bezieht, die das Apartment von O (er wohnt aus Vorsicht gegenüber) sauber macht und der Tok Schießen beibringt (wie Jean Reno in "Leon - Der Profi"). Kathryn Bigelows "Gefährliche Brandung" liefert die originell variierte Idee, Tok bei einem Mord auf offener Straße mit einer Clinton-Maske getarnt operieren zu lassen, was To durch eine Arie aus Mozarts "Figaros Hochzeit" steigert. Für Genrefreunde die Erfüllung, sollte Tos außergewöhnliche Killer-Fantasie, die nebenbei klug mit Wahrnehmungsebenen spielt, auch als purer visueller Genuss wirksam sein. ger.

Darsteller:  Andy Lau   als Tok Tat-wah
  Takashi Sorimachi   als "O"
  Simon Yam   als Albert Lee
  Kelly Lin   als Chin
  Cherrie Ying   als Gigi
  Suet Lam   als Fat Ice
 
Regie:  Johnnie To  
  Wai Ka-fai  
Buch:  Wai Ka-fai  
  Joey O'Bryan  
Musik:  Guy Zerafa  
  Alex Khaskin  
Kamera:  Cheng Siu-keung  
Produzent:  Johnnie To  
  Wai Ka-fai  
  Andy Lau  
 

Fulltime Killer in der Fotoshow

 

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