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Funny Bones - Tödliche Scherze


Funny Bones - Tödliche Scherze

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Erhältlich seit:
15.05.2007

Originaltitel: Funny Bones

Komödie

USA 1995
Laufzeit: 123 Min.
FSK: ab 12

Oliver Platt
Lee Evans
Richard Griffiths

Regie: Peter Chelsom
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Komiker Tommy Fawkes leidet darunter, daß er stets im Schatten seines berühmten Vaters George steht. Deshalb macht er sich auf den Weg ins englische Kleinbühnenzentrum Blackpool, um das professionelle Lustigsein an der Basis zu studieren. Dort macht er die Bekanntschaft der begnadeten Komikerfamilie Parker. Doch der Clan ist seit einem tragischen Unfall, der sich 16 Jahre zuvor in der Manege ereignet hatte, auf den Bühnen geächtet und zu einem trostlosen Leben verdammt.

Nach seinem Regie-Debüt "Hear My Song" lieferte Peter Chelsom nun eine irrwitzig-eigenwillige Hommage an den Beruf des Komikers. Obwohl es nicht immer leicht ist, den roten Faden in der mit unzähligen Anekdoten angereicherten Story zu entdecken, ist "Funny Bones" ein ideenreiches Potpourri, in dem Heiteres und Ernstes, Schräges und Handfestes geschickt miteinander verwoben wird. Famose Clowns sowie die Hollywood-Legende Jerry Lewis verhalfen dem intelligenten Spaß zu einem soliden Kinoeinspiel.

Das Jahr 1995 kann seinen ersten tollen Film vermelden. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Peter Chelsoms verblüffende Verbeugung an die Zunft der Komödianten schäumt geradezu über vor der Lust am Fabulieren, dem Spaß an der Illusion und einem Reichtum an Einfällen. Wie schon in seinem Spielfilmdebüt "Hear My Song" verschmilzt der findige Brite Realität, Erinnerungen und Fantasie zu einer brodelnden Mixtur, die den Zuschauer immer wieder stutzen, staunen, starren läßt. Mit entspannter Selbstverständlichkeit verwebt Chelsom Heiteres und Ernstes, Surreales und Handfestes zu einem Füllhorn der Imagination und eigenwilligen Kinounterhaltung. Dafür zeigten sich neben Hauptdarsteller Oliver Platt eine ganze Riege von berühmten Clowns - Lee Evans, George Carl, Freddie Davis - sowie die Hollywood-Legenden Jerry Lewis und Leslie Caron bereit, große Teile ihrer selbst einfließen zu lassen und die Grenzen zwischen Darstellung und der wahren Person zerfließen zu lassen. Wie ein roter Faden zieht sich ein verbittert ausgesprochener Satz von George Carl als Thema durch den dritten Teil von Chelsoms Trilogie über seine Heimatstadt Blackpool (den Anfang machte der Kurzfilm "Treacle"): "Es gibt keinen Spaß, den man nicht mit Schmerz bezahlen müßte!" Das Lachen in "Funny Bones", diesem Film über Clowns und andere Spaßmacher, wird teuer erkauft. Hinter jeder Pointe lauert ein menschlicher Abgrund, eine Tragödie. Spaß und Schrecken haben sich vor allem im Leben der beiden Hauptfiguren symbiotisch breitgemacht. Da ist Tommy Fawkes (Oliver Platt), der darunter leidet, auf ewig im Schatten seines berühmten Vaters, des Komödianten George (Jerry Lewis), stehen zu müssen. In einem letzten verzweifelten Versuch, den Clown in sich zu entdecken, kehrt er zurück nach Blackpool, wo er die ersten sechs Jahre seines Lebens verbracht hat. Und da ist der ansässige Jack Parker (der britische Komödiant Lee Evans in seinem Filmdebüt), ein geborener Komödiant, über den die Leute schon lachen, wenn sie ihn nur sehen. Seit einer Tragödie in der Manege vor 16 Jahren sind er und seine Familie auf den Bühnen geächtet und zu einem trostlosen Leben verdammt. Wie Tommy Fawkes bei seiner Suche nach dem perfekten Comedy-Act auf die Parkers stößt und in der Folge eine Reihe verblüffender Familiengeheimnisse entschlüsselt, davon erzählt "Funny Bones". Aber auch von abgetrennten Füßen, dem Blackpool Tower, einer französischen Invasion und verrückten Verbrechern handelt dieser sperrige, unberechenbare, wilde Film, der alle losen Enden in einem furios gefilmten (Kamera: Eduardo Serra) Finale im Zirkusrund zusammenführt und doch vieles offen läßt. Immer wieder thematisiert Chelsom die scheinbar wahllos zusammengewürftelten Anekdoten, die er in seiner Kindheit aufgeschnappt hat. Sie bilden das gelenkige Rückgrat dieser verspielten Moritat vom sprichwörtlich traurigen Clown, in dem befreiendes Lachen und menschliche Abgründe nah zusammenliegen. Eine perfekte, oft schrullige Spielwiese voller Überraschungen, an der sich die überragenden Darsteller berauschen durften und die auch den Zuschauer in ein beständiges Hochgefühl versetzt. Fragt sich nur, warum sich dieser Traum eines Films auf der Berlinale mit dem Panorama zufrieden geben mußte und nicht im Wettbewerb lief. ts.

Darsteller:  Oliver Platt  
  Lee Evans  
  Richard Griffiths  
  Leslie Caron  
  Jerry Lewis  
  Oliver Reed  
  Ian McNeice  
  George Carl  
  Freddie Davies  
  Ruta Lee  
  Harold Nicholas  
 
Regie:  Peter Chelsom  
Buch:  Peter Chelsom  
  Peter Flannery  
Musik:  John Altman  
Kamera:  Eduardo Serra  
Produzent:  Simon Fields  
  Peter Chelsom  
 

Fassungen

 

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Features

 

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Oliver Platt

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