- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Kaufvideo
Erhältlich seit:
31.10.2008
Originaltitel: Funny Games
USA 2007
Laufzeit: 107 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)
Naomi Watts
Tim Roth
Michael Pitt
Regie: Michael Haneke
Warner Home Video Germany

Zehn Jahre nach "Funny Games" schockiert Michael Haneke mit einem Szene für Szene und quasi Wort für Wort originalgetreuen Remake seines eigenen Films.
Mit der eiskalten und bis ins kleinste Detail präzisen Inszenierung von Gewalt irritierte und quälte der Österreicher schon 1997 im Wettbewerb von Cannes. Damals spielten Ulrich Mühe und Susanne Lothar die Opfer zweier gestörter junger Männer. Statt in der Alpenrepublik spielt die krude Handlung nun in den Hamptons, Musik und Dialoge bleiben unverändert, die Farbe des Familienautos wirkt dunkler, dem Licht von Kameramann Darius Khondji ist durchgehend der warme Ton entzogen, was die permanente Anspannung unterstreicht. Sein Kollege Jügen Jürges hatte dagegen auf den Kontrast zwischen sommerlichen Farben und denen von Angstatmosphäre gedämpften gesetzt. Diesmal ist die Frau als Protagonistin ein wenig mehr im Vordergrund, der Mann um Nuancen ein größerer Schwächling als im Original. Naomi Watts und Tim Roth spielen überzeugend das Ehepaar, das mit ihrem Sohn Urlaub im schicken Domizil machen will. Eine Bilderbuchfamilie, die durch die ultimative Hölle geht und bei der ihnen aufgezwungenen Wette keine Überlebenschance hat.
Haneke zeigt Gewalt als "schwer verdaubare Sache" und behauptet heute, schon bei der Erstausgabe das amerikanische Publikum avisiert, aber aufgrund der Sprache und unbekannten Schauspielern nicht erreicht zu haben. Die 1:1-Umsetzung fordert erneut durch die perfide Logik des Bösen und peinliche Genauigkeit Entsetzen, Abscheu und Abwehr heraus. Die Psychopathen Peter und Paul (vorher Frank Giering und Arno Frisch, jetzt Brady Corbet und Michael Pitt) sind die weiß behandschuhten Peiniger, die den Bildungsbürgern brutal den Garaus machen, im "Die liebende Gattin"-Spiel darf Ann wählen, wer wie zuerst stirbt und der permanent laufende Fernseher demonstriert Medienkonsum und Medienmacht. Einen Moment lang scheint der grauenvolle Albtraum beendet, doch die Zurückspul-Taste macht dem Hoffnungsschimmer ein schnelles Ende. Auch wenn der exzellente Schnitt dafür sorgt, dass sich der Horror als Vorstellung im Kopf des Zuschauers abspielt, ist die neue/alte Fassung von "Funny Games" an Menschenverachtung kaum zu übertreffen. Die Negation jeglicher Katharsis verstört heute so wie vor zehn Jahren. Das Unbehagen über diese intellektuelle Lektion von (Nicht)Moral wird noch vertieft durch die Suggestion einer Komplizenschaft zwischen den Tätern und dem Zuschauer als Voyeur. Doch gerade beim Thema Voyeurismus fällt die Kluft zwischen den filigran verschachtelten verschiedenen psychologischen Ebenen in Hanekes "Caché" (Regiepreis in Cannes 2005) und der plakativen Geradlinigkeit von "Funny Games" schmerzhaft auf. Für das deutschsprachige Publikum ist das perfekt gemachte Remake nicht unbedingt ein Muss. mk.
Funny Games U.S. – das Spiel beginnt.
George, Ann und ihr kleiner Sohn Georgie ahnen zunächst nicht, dass ihre idyllischen Sommerferien bald in einem Alptraum enden. Während Vater und Sohn das Segelboot zu Wasser lassen, bereitet Ann das Essen vor. Plötzlich steht Peter, der junge, sichtlich wohlerzogene Gast der Nachbarn in der Tür und bittet um ein paar Eier. Als er sie fallen lässt und neue verlangt, wird Ann stutzig. Bald taucht ein zweiter junger Mann auf – Paul. Aus dem scheinbar freundlichen Besuch wird ein offen perfider Machtkampf. Die beiden Eindringlinge fordern die Kleinfamilie zu einer eiskalten Wette auf: Entweder schaffen es die drei, sich innerhalb von 12 Stunden zu befreien oder sie sind tot. Ein Spiel mit vollem Einsatz und unberechenbarem Ausgang…
Funny Games U.S. – man wählt eine Familie, und dann das erste Opfer... Dies sind die einfachen Regeln von Peter und Paul, die Familien wie die Farbers in den Hamptons besuchen.
FUNNY GAMES U.S. fasziniert als einzigartiger und provozierender Thriller. Auf subversive Art stellt Hanekes neuer Film die Sehgewohnheiten des Kinopublikums in Frage. Naomi Watts (KING KONG, RING, 21 GRAMM) und Tim Roth (PULP FICTION, PLANET DER AFFEN) liefern sich als terrorisiertes Elternpaar eine atemberaubende schauspielerische Tour de Force mit Michael Pitt (THE VILLAGE – DAS DORF, DIE TRÄUMER, LAST DAYS) und Brady Corbet (DREIZEHN, 24). Der 12jährige Devon Gearhart als Sohn Georgie ist eine echte Entdeckung, die man nie wieder vergessen wird.
Michael Haneke (DIE KLAVIERSPIELERIN), einer der bedeutendsten Regisseure des europäischen Gegenwartskinos (Regiepreis 2005 in Cannes und beim Europäischen Filmpreis für CACHÉ), inszeniert mit FUNNY GAMES U.S. seinen ersten amerikanischen Kinofilm.
Quelle: Warner Home Video
| Darsteller: | Naomi Watts | als Ann | |
|---|---|---|---|
| Tim Roth | als George | ||
| Michael Pitt | als Paul | ||
| Brady Corbet | als Peter | ||
| Devon Gearhart | als Georgie | ||
| Boyd Gaines | als Fred | ||
| Siobhan Fallon | als Betsy | ||
| Robert LuPone | als Robert | ||
| Regie: | Michael Haneke | ||
| Buch: | Michael Haneke | ||
| Kamera: | Darius Khondji | ||
| Produzent: | Christian Baute | ||
| Chris Coen | |||
| Hamish McAlpine | |||
| Hengameh Panahi | |||
| Andro Steinborn | |||
Funny Games U.S. in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Dt. f. Hörg.
Bildformat: 1:1,85/16:9
Star
Naomi Watts
Unter Hollywoods Blondinen ist sie eine der wandlungsfähigsten: sinnlich, spontan, langmähnig, schlank und wild wie eine moderne Monroe. Naomi...
Registrieren




