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Fußball ist unser Leben

Fußball ist das Leben für Hans Pollak und seine Kumpels vom Schalke-Fanclub. Vergnügliche Ruhrpottkomödie.


Fußball ist unser Leben

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Erhältlich seit:
29.05.2001

Komödie

Deutschland 1999
Laufzeit: 93 Min.
FSK: ab 12

Uwe Ochsenknecht
Ralf Richter
Oscar Ortega Sánchez

Regie: Tomy Wigand
Ascot Elite Home Entertainment

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Fußball ist unser Leben

Hans, Mike, Bernie und Theo bilden den harten Kern des Schalke 04-Fanclubs "Dios Knappen Gelsenkirchen". Ihr "Gott" ist der Stürmer-Star Pablo Antonio Di Ospeo, genannt Dios. Der jedoch ist faul, Kokain-süchtig, hat Ladehemmung und will zu Inter Mailand wechseln. Das ist zuviel für Hans, der im Affekt sein Haus aufs nächste Tor von Dios gesetzt hat. Kurzerhand entführt der Ober-Fan daraufhin im Vollrausch sein Idol, um diesem wieder "Schalker Kampfgeist" beizubringen. Doch dies ist leichter gesagt als getan...

Mit seinem Leinwand-Debüt ist dem TV-erfahrenen HHF-Absolventen Tomy Wigand ("Alarm für Cobra 11") eine vergnügliche, wenn auch recht oberflächliche Ruhrgebiets-Komödie geglückt. Getragen wird der schräge, im Lokalkolorit stimmige Spaß von Uwe Ochsenknecht und Ralf Richter, die in ihren Rollen als Fußball-Fetischisten voll aufgehen. Die pfiffigen Dialoge, skurrilen Einfälle sowie die Gastauftritte von Schalke-Offiziellen wie Rudi Assauer oder Huub Stevens dürften vor allem hartgesottenen Freizeit-Kickern Freude bereiten.

Fußball ist unser Leben

Mit der kurzweiligen Heiterkeit eines unterhaltsamen Fernsehfilms kommt diese Ruhrgebietskomödie daher und als erste Pro 7 Kinoproduktion im eigenen, neu gegründeten Verleih auf die großen Leinwände. Auch wer kein Fan von Schalke 04 ist, findet in dieser Geschichte von Männerfreundschaft, Frauenfrust, Suffköppen und Absteigern, sturen Vätern und aufmüpfigen Söhnen reichlich Gelegenheit für unkompliziertes Vergnügen. Regisseur Tomy Wigand hat ein gutes Gespür für stimmiges Lokalkolorit, Ton und Typisierung im Kohlenpott sind prächtig getroffen bis aufs letzte i-Tüpfelchen der Dialektfärbung.

Fußball ist zwar das Leben der vier Kumpels Hans (Uwe Ochsenknecht), Mike (Ralf Richter), Theo (Walter Gontermann) und Bernie (Michael Sideris), aber längst nicht die Welt. Daran lassen die Drehbuchautoren Mathias Dinter und Martin Ritzenhoff ebenso wie Regisseur Wigand keinen Zweifel. Denn die Probleme, die sie kriegen, spielen sich weit außerhalb des grünen Rasens ab. Das beginnt schon gleich nach den Titeln mit der hektischen Kontrastmontagesequenz zwischen Kreißsaal und Stadion. Das Baby, das im Moment des dramatischen Tors gegen Schalke auf die Welt kommt, wird mitsamt seiner Mutter dem glücklichen Vater das sorglose Fan-Leben nicht gerade leichter machen. Denn Hans, arbeitslos und hoch verschuldet, verwettet mit dem Mut zwischen Suff und Verzweiflung sein Haus auf das nächste Tor des argentinischen Star-Stürmers Dios (Oscar Ortega Sanchez), der allerdings mehr auf Koks und dem Absprung zu Inter Mailand aus ist. Die Rechnung kann also nicht aufgehen, Mutter und Kind verlassen den programmierten Katastrophen-Kandidaten, dessen heranwachsender Sohn bei der Gelegenheit ebenfalls die Kurve kratzt und lieber mit seiner Freundin turtelt, sowieso Künstler und nicht Fußballer werden will. In Gelsenkirchen ist schon bald die Welt nicht mehr in Ordnung. Und schon bald wird Hans klar, daß nicht nur der Schalker Kampfgeist hin ist, sondern auch seine Ehe und sein Familienleben.

So liegt der Schalk dieser Schalke-Schnurre eigentlich darin, daß es gar nicht so sehr um Fußball geht, sondern um die alltäglichen Dinge des Lebens in lustiger Pointierung guter alter TV-Tradition à la Millowitsch, Ohnsorg-Theater, Komödienstadl. Der spezifische Ruhrgebiets-Humor, der bereits in der Diktion, dem sprachlichen Duktus zwischen Poltern und genüßlichem Intonieren beginnt, ist in seiner bodenständigen direkten, vitalen Art eine Lebenseinstellung. Ideal, um emotionale Kinosituationen kommentierend zu brechen. So versteht sich auch die Entführung und Geiselnahme des argentinischen Stürmers als spielerisch realistische Bizarrerie und nicht als dramatischer Thriller-Effekt. Und es macht Spass, wie Uwe Ochsenknecht, Ralf Richter und die anderen alle den lokalen Dialekt brillant und absolut fehlerfrei beherrschen, fast verinnerlichen. Das macht gute Laune und die coole Kohlenpott-Posse vielleicht sogar zum Geheimtip. fh.

Darsteller:  Uwe Ochsenknecht   als Hans Pollak
  Ralf Richter   als Mike
  Oscar Ortega Sánchez   als Dios
  Walter Gontermann   als Theo
  Michael Sideris   als Bernie
  Tana Schanzara   als Oma Käthe
  Tobias Schenke   als Ernst
  Marita Marschall   als Hilde Pollak
  Jochen Kolenda   als Rudi
  Thomas Balou Martin   als Hilbrecht
  Horst D. Schessel   als Jurgen
  Ludger Burmann   als Ulf
 
Regie:  Tomy Wigand  
Buch:  Matthias Dinter  
  Martin Ritzenhoff  
Musik:  Tobias Neumann  
  Martin Probst  
Kamera:  Diethard Prengel  
 

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Features

 

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