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Kaufvideo
Erhältlich seit:
01.05.2010
Originaltitel: Gabrielle
Frankreich/Italien/Deutschland 2005
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 12
Isabelle Huppert
Pascal Greggory
Claudia Coli
Regie: Patrice Chéreau
KNM Home Entertainment

Nach harten Gegenwartsfilmen wie "Sein Bruder" oder "Intimacy" kehrt Patrice Chéreau zum Period-Piece zurück. "Gabrielle" spielt in der Belle Epoque, gekennzeichnet durch Frieden und Wohlstand, Wohnkultur und Betonung des gesellschaftlichen Lebens. In dieser Atmosphäre des gehobenen Bürgertums hat sich ein Ehepaar eingerichtet in einem Leben ohne Liebe. Wer Chéreau kennt, ahnt das Trügerische der Ruhe. Eine Affäre der Frau bringt die Fassade zum Einsturz.
Dienstmädchen, exquisite Dinner, kulturelle Abende mit Pianomusik. Im Jahre 1912 pflegt die Bourgeoisie einen eleganten Lebensstil. Im Mittelpunkt der feinen Gesellschaft stehen Jean und Gabrielle, seit zehn Jahren verheiratet, ein Vorzeigepaar. In ihrem Haus gehen die Honoratioren ein und aus, die Gastgeberin ist klug, schön und schweigsam, der Gastgeber eloquent, finanziell saturiert und sophisticated. Es könnte immer so weitergehen, wenn nicht an einem ganz normalen Nachmittag auf dem Sekretär ein Brief liegen würde. Madame hat Monsieur verlassen. Kaum hat der sich den Whisky eingeflößt, steht sie wieder da, unnahbar und unschuldig in der Schuld. Warum ist sie zurückgekommen? Vielleicht, weil das Leben mit dem anderen zuviel verlangt von ihr und eine Ehe ohne Liebe einfacher scheint, "es ist leichter nett zu sein, wenn man weniger will" bemerkt Gabrielle. Die Szenen einer Ehe sind hier anfangs kontrolliert, die Worte noch nicht scharf wie Dolche, sondern im Miteinander abgestumpft wie die Gefühle füreinander. Aber dann eskaliert die Situation, weibliche Gleichgültigkeit macht verletzend, ein Bollwerk gegen männliche Eifersucht.
Patrice Chéreau zeichnet Schritt für Schritt das offizielle Ende einer Amour, die nur noch als vage Erinnerung existiert. Ein Experiment beobachtet wie unter dem Brennglas der Wissenschaft, dessen schmerzhafte Anordnung Chéreau mit bitterer Lust arrangiert. Der Untergang des Mannes ermöglicht das Überleben der Frau. "Gabrielle" ist kein Beziehungsdrama über eine spezifische Zeit, auch wenn die Präzision historischer Details überrascht, sondern über das ewige Unverständnis zwischen den Geschlechtern. Während Isabelle Huppert die Rätselhafte und gleichzeitig Pragmatische mimt, die ohne Liebe leben kann, entspricht Pascal Greggory so gar nicht dem Klischee des Betrogenen. Nachdem er seine Wut rausgelassen hat - ausgerechnet auf einer dieser Soirées - verschwindet er einfach, flieht vor der emotionale Kälte. Kino in seiner reinsten Form nach einer Kurzgeschichte von Joseph Conrad. Der Ehekrieg, der goldene Käfig, eine Welt voller gesellschaftlicher Verpflichtungen, Konventionen und sinnloser Konversationen offenbaren den Grund für den Wahnsinn des Mannes und die Macht der Frau. Es gibt keinen Gewinner und keinen Verlierer, sondern nur verwundete Seelen. Unverständlich bleibt die Farbdramaturgie. Da geht es von schwarz-weiß Bildern in Farbe hinein und wieder zurück, gibt es Zwischentexte wie im Stummfilm, an die man sich gewöhnt. Ein Kammerspiel für Kenner, das seinen spröden Reiz nur langsam entfaltet, aber dann gnadenlos das Lieblosigkeitsalphabet durchbuchstabiert. mk.
Paris im Jahre 1912: Jean und Gabrielle sind seit 10 Jahren verheiratet. Gabrielle ist klug, schön und schweigsam. Jean ist eloquent, finanziell saturiert und sophisticated. Beide stehen im Mittelpunkt der feinen Gesellschaft. Doch an einem gewöhnlichen Nachmittag verläßt Gabrielle ihren Mann. Nur kurze Zeit später kehrt sie zwar wieder zurück, ist jedoch unnahbar und unschuldig in ihrer Schuld.
Quelle: KNM Home Ent.
Deutscher und französischer Kinotrailer,
Informationen zu Cast & Crew,
Trailer zu weiteren Kinofilmen auf DVD
Quelle: KNM Home Ent.
| Darsteller: | Isabelle Huppert | als Gabrielle Hervey | |
|---|---|---|---|
| Pascal Greggory | als Jean Hervey | ||
| Claudia Coli | als Yvonne | ||
| Thierry Hancisse | als Chefredakteur | ||
| Chantal Neuwirth | als Madeleine | ||
| Thierry Fortineau | als Gast | ||
| Louise Vincent | als Gast | ||
| Clément Hervieu-Léger | als Gast | ||
| Nicolas Moreau | als Gast | ||
| Xavier Lafitte | als Gast | ||
| Rinaldo Rocco | als Konsul | ||
| Maï David | als Dienstbotin | ||
| Aude Léger | als Dienstbotin | ||
| Jeanne Herry | als Dienstbotin | ||
| Raina Kabaivanska | als Gastauftritt | ||
| Regie: | Patrice Chéreau | ||
| Buch: | Patrice Chéreau | ||
| Anne-Louise Trividic | |||
| Musik: | Fabio Vacchi | ||
| Kamera: | Eric Gautier | ||
| Produzent: | Joseph Strub | ||
| Serge Catoire | |||
| Ferdinanda Frangipane | |||
Gabrielle - Liebe meines Lebens in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Französisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Trailer, Bio- und Filmografien
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