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Gangs of New York

Gewalttätiges und mitreißendes Rachedrama über die Keimzelle des Bandenwesens und die Reifung der Metropole New York.


Gangs of New York (Special Edition)

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Erhältlich seit:
27.06.2008

Historienfilm/ Drama

USA/Deutschland/Italien/Großbritannien/Niederlande 2002
Laufzeit: 167 Min.
FSK: ab 16

Leonardo DiCaprio
Daniel Day-Lewis
Cameron Diaz

Regie: Martin Scorsese
Splendid Film

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Hölle Manhattan: In Martin Scorseses furiosem Meisterwerk über brutale Bandenkämpfe im New York des 19. Jahrhunderts rächt sich Leonardo DiCaprio blutig an Daniel Day-Lewis.

Objekt der Begierde: Diebin Jenny (Foto: Fox (Splendid)) Großansicht

Objekt der Begierde: Diebin Jenny (Foto: Fox (Splendid))

Was lange währt, wurde endlich supergut. Nach diversen Gewaltdebatten, Budgetüberschreitungen und Startverzögerungen ist es soweit: Martin Scorseses Meisterwerk bohrt sich brutal in Hirn und Herzen. In zweieinhalb Stunden haut uns Amerikas Regie-Ikone eine grandiose Geschichte über das New York des 19. Jahrhunderts um die Ohren, dass uns Hören und Sehen vergeht.

In "Five Points", einem Armenviertel und Anziehungspunkt für die Unterwelt an der Lower East Side, bekämpfen sich zwei Gangs, die "Natives" und die "Dead Rabbits". William Cutting, genannt Bill the Butcher, und seinen Horden gefällt es nicht, dass 1846 immer mehr Iren in "ihr" Viertel strömen. In einem Massaker sticht er den Anführer der Rabbits vor den Augen von dessen Sohn Amsterdam Vallon ab.

Gangs of New York: Brutale Schlachten (Foto: Fox (Splendid)) Großansicht

Gangs of New York: Brutale Schlachten (Foto: Fox (Splendid))

In den Straßen der Großstadt

Der taucht 16 Jahre später nach furchtbaren Heimaufenthalten wieder auf und hat nur eins im Sinn: Rache für den Mord an seinem Vater. Er gewinnt das Vertrauen des immer noch mächtigen Mannes und spannt ihm sogar die Taschendiebin Jenny aus. In diesem grausamen Kampf, der in die Bürgerkriegsunruhen fällt, gibt es kein Pardon.

Martin Scorseses phänomenales Monumentalepos ist in einem Atemzug mit "Vom Winde verweht" oder "Es war einmal in Amerika" zu nennen. Kein Postkarten-Manhattan für I love New York-Bekenner, sondern das Porträt der Hölle auf Erden, in der das Recht des Stärkeren gilt, Schwarze und Iren durch die Straßen gejagt und Unschuldige aufgeknüpft werden, rivalisierende Banden sich kaltblütig mit Bajonetten oder Holzknüppeln ins Jenseits befördern: America was born in the streets.

Rivalen: Bill und Amsterdam (Foto: Fox (Splendid)) Großansicht

Rivalen: Bill und Amsterdam (Foto: Fox (Splendid))

Wie alles begann...

Wie, das erzählt Scorsese in einer blutigen Burleske aus den Gründerjahren am Hudson River. Die Geburt des Staates und der Stadt New York, wie sich aus Anarchie und Gesetzlosigkeit langsam eine Gesellschaft formt, das erinnert an Dantes düsteres Inferno.

Scorsese gaukelt keine digitalen Spielereien vor, die berüchtigten Slums wurden im italienischen Cinecittà nachgebaut, die Kostüme könnten nicht echter und die Schauspieler nicht besser sein. Daniel Day-Lewis als Bill the Butcher wirkt wie aus einem Dickens-Roman entsprungen, Leonardo DiCaprio beeindruckt als Racheengel und eine brünette Cameron Diaz ist als Jenny hart, aber verführerisch. "Gangs of New York" ist unverfälschtes, großes Kino, pure Opulenz.

Gangs of New York (Special Edition)

Blut, Schweiß und Tränen: Jedes Bild in Martin Scorseses gewaltigem und gewalttätigem Fresko über den blutigen Reifungsprozess New Yorks Mitte des 19. Jahrhunderts verrät den Einsatz, den sein Team für dieses Mammutprojekt geleistet hat. Viel war zu lesen über die Geburtswehen dieses gigantischen Vorhabens, doch nach den Startverzögerungen durch die Tragödie von Ground Zero, nach Debatten um Filmlänge, Gewaltquote und Leonardo DiCaprios weibliche Fans zählt letztlich nur eines: "Gangs of New York" ist so dynamisch und hypnotisch wie die Metropole, deren Entwicklung er mit beispielloser Liebe zum Detail dokumentiert. Extrem verdichtetes Ereigniskino, das auf den ersten Blick allenfalls in seinen Konturen wahrgenommen werden kann.

Was Scorsese und seine Autoren Jay Cocks, Steven Zaillian und Kenneth Lonergan in zweieinhalb Stunden Bilderflut auf die Netzhaut brennen, ist eine packende, klaustrophobisch-düstere Geschichtslektion. Diese wird mit Atmosphäre und Figurenzeichnung frei nach Charles Dickens, einem Rachedrama zwischen griechischer Klassik und Shakespeare und einer Lovestory so zuschauerfreundlich verkauft, wie es das Thema eben zulässt. "Gangs of New York" bietet die Randsteinperspektive zu "Zeit der Unschuld", Scorseses berauschender Salontour durch die vornehme, aber giftige New Yorker Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts. So komplettiert sich das Bild vom Entstehungsprozess dieser Metropole, die den der ganzen Nation spiegelt. Wie an der Siedlungsgrenze, die Daniel Day Lewis als Falkenauge in "Der letzte Mohikaner" durchstreifte, bildet sich aus Chaos und Gesetzlosigkeit durch Gewalt die Zivilisation.

Scorseses Film beginnt 1846, als durch die Hungersnot in Irland der Strom der Einwanderer exponential anstieg, und endet 1863 mit den blutigen Aufständen, die das ungerechte Einberufungsgesetz im Bürgerkrieg auslöste. Ergänzt wird dieser Rahmen durch einen visuellen Epilog, der das New York von gestern in die Skyline vor der Tragödie der Zwei Türme übergehen lässt, für die sich im Finale Anspielungen erkennen lassen. Der Zuschauerköder für dieses ambitionierte und komplexe Porträt von Korruption, Rassenhass, Immigrantenverachtung und multiplem Überlebenskampf irgendwo zwischen Sergio Leone ("Es war einmal in Amerika") und Michael Cimino ("Heaven's Gate") ist die vergleichsweise simple Lebens- und Liebesgeschichte von Amsterdam Vallon (DiCaprio).

Diese beginnt mit einem neobabylonischen Prolog, einem Blick auf ein hölzernes Labyrinth, das über mehrere Etagen bis unter die Erde mit irischen Immigranten gefüllt ist. Dann öffnet sich die Türe und gibt den Blick frei auf die "Five Points", ein von Armut und Gewalt beherrschter Bezirk an der Lower East Side, in dem sich die Gangs der "Natives", die "Einheimischen", mit den " Dead Rabbits", den verhassten Iren, eine Schlacht um die Vorherrschaft liefern. Bei dem Gemetzel stirbt auch Vallons Vater (Liam Neeson), der Anführer der Rabbits, durch das Messer von Bill the Butcher (Daniel Day Lewis), der fortan mit Grausamkeit, aber auch einem bizarren Ehrenkodex das Gebiet kontrolliert. 16 Jahre später kommt Amsterdam zurück, um Rache für den Mord an seinem Vater zu nehmen. Unerkannt gewinnt er durch Instinkt, Kampflust und explosivem Zorn die Sympathie des charismatischen Monstrums, das seinen Rücken auch durch Kontakte zur Politik schützt. Erzählt wird also eine Geschichte über Väter und Söhne, über Loyalität, Verrat und Amsterdams Liebe zur Taschendiebin Jenny (Cameron Diaz), die für Ruhepausen im Hauen und Stechen sorgt, aber über das Judasmotiv auch den Plot vorantreibt. Um diesen vergleichsweise einfachen Kern gruppieren sich die großen Themen aus dem Scorsesekatalog: der Glaube als Gewissensmacht, das Modell von Schuld und Sühne, die Reinigung durch Gewalt.

Wer die mehrteilige, vor ein paar Jahren auf den Dritten Programmen ausgestrahlte TV-Dokumention über das alte New York verfolgte, sieht diese Welt hier in bewegten und bewegenden Bildern auferstanden. Es ist ein Fresko mit Ballhaus-Perfektion (Kamera) und traumhafter Ausstattung von Dante Ferretti, der wie schon für Fellini in Cinecitta zaubern durfte. Und es ist das Comeback von Oscarpreisträger Lewis, der diesen Film dominiert und von der Mimik bis hin zum stelzenhaften Gang eine Figur kreiert, die wie ihr Umfeld unvergesslich bleibt. kob.

Gangs of New York (Special Edition)

Regisseur Martin Scorsese ('Goodfellas', 'Casino') inszenierte ein fulminantes Epos über den blutigen Reifungsprozess einer großen Nation. Das mit zwei Golden Globes ausgezeichnete und für zehn Oscars nominierte Meisterwerk beeindruckt durch die detailgetreue Umsetzung eines vergessenen Kapitels amerikanischer Geschichte. Vor der bildgewaltigen Kulisse des New Yorks des 19. Jahrhunderts kämpfen Daniel Day-Lewis ('Zeit der Unschuld'), Leonardo DiCaprio ('Catch me if you can'), Liam Nesson ('Schindler's Liste') und Came-ron Diaz (3 Engel für Charlie') um Ehre, Vergeltung und die Macht der großen Liebe.

New York Mitte des 19. Jahrhunderts: Zwei Männer betreten den Paradise Square. Hinter ihnen eine wogende Menge, rhythmisches Aufstampfen von Füßen, Waffen wirbeln durch die Luft, die Atmosphäre ist hasserfüllt. Priest Vallon (Liam Nesson), Anführer der irischen 'Dead Rabbits', und William Cutting, Bandenchef der 'Natives', wollen nur das Eine, den Tod des Anderen.
16 Jahre später: Priest Vallons Sohn Amsterdam (Leonardo DiCaprio) kehrt zurück in das Elendsviertel Five Points. Er hat nur noch einen Gedanken im Kopf, sich an dem Mann rächen, der seinen Vater getötet hat: William Cutting, genannt 'Bill the Butcher'. Amsterdam weiß, dass er zunächst das Vertrauen von Bill erlangen muss. Ein ge-fährliches Unterfangen, dass sich zuspitzt als er der verführerischen Taschendiebin Jenny Everdeane (Cameron Diaz) begegnet. Amsterdams Geschichte wird zum Kampf ums Überleben, in einer Zeit, die zur Zerreißprobe der USA wurde - der härtesten, die das Land bis dahin erlebt hatte...

Quelle: Splendid

01. Der Audiokommentar von Martin Scorsese
167 Minuten interessante Hintergrundinformation vom "Macher" des Films.

02. Set Design - mit Dante Ferretti (Production Designer) und Martin Scorsese
Eindrucksvolle Führung durch die original Kulissen mit Kommentaren über
das Design und die Entstehung der Kulissen aus erster Hand.

03. Erforsche das Set von Gangs of New York / 360 Grad Virtual Set Tour
durch die original Kulissen! Du bist mittendrin!

04. Kostüme Design
Schauspieler und Filmcrew über die Entstehung und die Wichtigkeit der
Kostüme.

05. Die Geschichte der Five Points
Alle Informationen über das legendäre Viertel New Yorks

06. Discovery Channel Show "Die wahren Gangs of New York"
Special über die Geschichte der Gangs of New York.

07. Musik Video U2 "The Hands That Built America"
Der mit einem Golden Globe ausgezeichnete Titelsong als Musikvideo

08. Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte

09. Trailer

10. Teaser Trailer

11. DVD Programmvorschau

Quelle: Splendid

Darsteller:  Leonardo DiCaprio   als Amsterdam Vallon
  Daniel Day-Lewis   als Bill "The Butcher" Cutting
  Cameron Diaz   als Jenny Everdane
  Jim Broadbent   als Boss Tweed
  John C. Reilly   als Happy Jack
  Henry Thomas   als Johnny Sirocco
  Liam Neeson   als Priest Vallon
  Brendan Gleeson   als Walter "Monk" McGinn
  Gary Lewis   als McGloin
  Stephen Graham   als Shang
  Eddie Marsan   als Killoran
  Alec McCowen   als Reverend Raleigh
  David Hemmings   als Mr. Schermerhorn
  Larry Gilliard Jr.   als Jimmy Spoils
  Cara Seymour   als Hell-Cat Maggie
  Roger Ashton-Griffiths   als P.T. Barnum
  Peter Hugo Daly   als einarmiger Priester
  Cian McCormack   als Amsterdam (jung)
  Andrew Gallagher   als Johnny (jung)
 
Regie:  Martin Scorsese  
Buch:  Jay Cocks  
  Steven Zaillian  
  Kenneth Lonergan  
Musik:  Howard Shore  
Kamera:  Michael Ballhaus  
Produzent:  Alberto Grimaldi  
  Harvey Weinstein  

Daniel Craig als Mikael Blomkvist in "Millenium"-Remake

Hollywoods Superstars reißen sich um diese Rolle...

Daniel Craig soll in den US-Remakes der Millenium-Trilogie den Part als Mikeal Blomkvist übernehmen. (Foto: Kurt Krieger / NFP (Warner)) Großansicht

Daniel Craig soll in den US-Remakes der Millenium-Trilogie den Part als Mikeal Blomkvist übernehmen. (Foto: Kurt Krieger / NFP (Warner))

Erst war Johnny Depp im Gespräch, dann Brad Pitt. Nun aber darf wohl 007-Mime Daniel Craig im US-Remake der Millenium-Trilogie die Hauptrolle des findigen Ermittlers Mikael Blomkvist spielen. Daniel Craigs Unterschrift für die amerikanische Version der weltweit enorm beliebten schwedischen Krimireihe unter der Leitung von Top-Regisseur David Fincher ist angeblich nur noch Formsache.

Zwar sind auch die schwedischen Verfilmungen der Bücher von Stieg Larsson im Kino weltweit recht erfolgreich: In Deutschland ist der Film zum dritten Roman "Vergebung" soeben gestartet, Teil eins sahen unter dem Titel "Verblendung" immerhin 700.000 deutsche Krimifans. Amerikanische Kinogänger sind aber synchronisierte Filme nicht gewöhnt und daher höchst irritiert, wenn sich die Lippen der Schauspieler anders bewegen als die gehörte Sprache klingt. Außerdem zieht ein Superstar wie Daniel Craig dann doch mehr Fans an als die schwedischen Darsteller Michael Nyqvist und Noomi Rapace - so großartig diese ihre Figuren auch schauspielerisch interpretieren.

Daniel Craig hat viel Zeit wegen Finanznöten bei James Bond

Rapaces Part als Lisbeth Salander soll in David Finchers Version übrigens Carey Mulligan übernehmen. Sie war unter anderem in "Stolz und Vorurteil" zu sehen und für ihren Part als naiver verliebter Teenager in "An Education" sogar für einen Oscar nominiert. Demnächst kommt sie neben Michael Douglas und Shia LaBeouf in der "Wall Street"-Fortsetzung "Geld schläft nicht" ins Kino. Das Drehbuch schreibt Veteran Steven Zaillian, der unter anderem "Schindlers Liste", "Und täglich grüßt das Murmeltier" und "Gangs of New York" skriptete.

Held der Krimireihe ist der beinharte investigative Journalist Mikael Blomqvist, den in der US-Version dann Daniel Craig spielt. Er wird im ersten Teil beauftragt, den Fall einer vor 40 Jahren verschwundenen Lieblingsnichte eines alten Mannes zu klären. Mithilfe der psychisch labilen Hackerin Lisbeth Salander stößt er bald auf einen ekelhaften Wust aus Nazi-Machenschaften, sexuellem Missbrauch und Inzest. Kultstatus hat dabei vor allem die Figur von Lisbeth, deren eigene düstere Vergangenheit von allzu ähnlichen Erfahrungen geprägt ist. Der amerikanische Film wird wie die US-Buchfassung nach Lisbeth Salander "The Girl With The Dragon Tattoo" heißen.

Daniel Craig hat übrigens nur deshalb Zeit für den Part als Mikael Blomqvist, weil das Bond-Studio MGM in großen finanziellen Nöten steckt und das lange geplante nächste 007-Abenteuer daher vorerst nicht in Sicht ist ...

 

Gangs of New York (Special Edition) in der Fotoshow

 

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Leonardo DiCaprio

Sein Jubelruf "Ich bin der König der Welt" in "Titanic", dem bis "Avatar" erfolgreichsten Film aller Zeiten, erwies sich als...

 

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Daniel Day-Lewis

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