DVD Kaufvideo

Ganz normal verliebt

Rührselige auch witzige Romanze zwischen zwei geistig zurückgebliebenen Jugendlichen vom "Pretty Woman"-Regisseur Garry Marshall.


Ganz normal verliebt

Kaufvideo

Erhältlich seit:
20.02.2003

Originaltitel: The Other Sister

Komödie/ Drama

USA 1998
Laufzeit: 125 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Juliette Lewis
Diane Keaton
Tom Skerritt

Regie: Garry Marshall
Buena Vista Home Entertainment

Bild 1 von 4

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Ganz normal verliebt

Die 24-jährige Carla kehrt nach zehn Jahren auf einer Spezialschule für geistig Behinderte zu ihrer wohlhabenden Familie in San Francisco zurück. Ihre überprotektive Mutter ist entsetzt, als Carla eine reguläre Berufsfachschule besuchen und ein eigenes Apartment beziehen will. Doch Carla ist wild entschlossen, für ihre Unabhängigkeit zu kämpfen, und setzt sich schließlich auch durch. An der Schule verliebt sie sich in den ebenfalls etwas zurückgebliebenen Danny. Gemeinsam entdecken sie Liebe und Sex. Doch die Schwierigkeiten sind vorprogrammiert.

Mit seiner teils rührseligen, teils witzigen Romanze stellt "Pretty Woman"-Macher Garry Marshall diesmal zwei geistig behinderte Protagonisten ins Zentrum seiner Geschichte. Doch obwohl Juliette Lewis ("Natural Born Killers") und Giovanni Ribisi ihre schwierigen Parts hervorragend meistern, wirkt diese Mixtur aus Comedy und Melodram bisweilen oberflächlich und realitätsfremd. Trotz einer kräftigen Portion Naivität und einer übertrieben agierenden Diane Keaton als Übermutter sollte diese romantische Komödie nicht unter den Tisch fallen.

Ganz normal verliebt

Mit "Pretty Woman" erzählte Regisseur Garry Marshall den Inbegriff des modernen Märchens, in dem sich Julia Roberts von der schlaksigen Prostiuierten zur eleganten Prinzessin wandelt. Marhalls neue romantische Dramedy "The Other Sister" verfährt hinsichtlich Realismus und Komplexität ebenso blauäugig und realitätsnah wie sein Superhit. Doch ob das Publikum die hindernisreiche Love Story zwischen zwei mental behinderten Protagonisten, die von Juliette Lewis und Giovanni Ribisi hervorragend dargestellt werden, in ähnlichen Scharen rührend empfunden wird, wird vor allem vom Marketing für den auf dem ersten Blick nicht gerade Mainstream-lastigen Stoff abhängen.

Die 24jährige Carla Tate (Lewis) kehrt nach zehn Jahren auf einer Spezialschule für geistig Behinderte in den Schoß ihrer wohlhabenden Familie in San Francisco zurück. Ihre perfektionistische und überprotektive Mutter (Diane Keaton unterstreicht alle ihre Gesten mit wild fuchtelnden Handbewegungen) ist entsetzt, als Carla eine reguläre Berufsfachschule besuchen will und später in ihr eigenes Appartment ziehen möchte. Trotz ihrer geistigen Behinderung ist Carla entschlossen, für ihre Unabhängigkeit zu kämpfen und setzt sich auch durch. In der Schule verliebt sie sich in ihren Mitschüler Danny (Giovanni Ribisi aus "Der Soldat James Ryan"), der ebenfalls mental minderbemittelt ist. Gemeinsam entdecken sie Liebe und Sex (als Referenz dient ihnen das "Joy of Sex"-Lexikon und ein Video von "Die Reifeprüfung", dem mehrfach Hommage gezollt wird). Doch die Schwierigkeiten sind bereits vorprogrammiert.

Insgesamt zeigt Marshall das Leben der beiden Liebenden als relativ rosig und abseits aller zu erwartenden Anfeindungen ihrer Umwelt. Abgesehen von ihrer gutturalen Stimme, langgezogenem, verzögertem Sprachrhythmus und einer unbeschwert-kindlichen Naivität, ist diese Carla von keiner "normalen" jungen Frau zu unterscheiden. Danny ist im Gegensatz zu Carla in der Schule überfordert und hat ein Faible für Marschmusik, was bei ihrem ersten Mal eher unglücklich, aber doch recht publikumswirksam verulkt wird. Die Konfliktsituationen werden abgesehen von einem bitteren Streit zwischen den Liebenden, als Danny betrunken allen Anwesenden im Country Club verkündet, daß sie "es" getan hätten, nur oberflächlich angeschnitten.

Die Filmemacher hatten sicherlich die besten Intentionen, herzerwärmende Kinokonfektion der zuckersüßen Art zu kreieren und das geistige Handicap der Protagonisten nicht als Quelle für billige Behindertenwitze auszunutzen. Aber anstatt schmunzelnd mit ihnen zu fühlen und zu lachen, wird der Zuschauer in Ermangelung einer schlüssigen Identifikationsfigur häufig in eine Position bequemer Überlegenheit manövriert, so daß manche Gags schon mal haarscharf am Ziel vorbeisegeln. Doch dank der starken schauspielerischen Leistung von "Natural Born Killer" Lewis, die bereits für ihre Performance in "Kap der Angst" für einen Oscar nominiert wurde, kann so manche Unebenheit ausgebügelt werden. ara.

Darsteller:  Juliette Lewis   als Carla Tate
  Diane Keaton   als Elisabeth Tate
  Tom Skerritt   als Radley Tate
  Giovanni Ribisi   als Daniel McMann
  Poppy Montgomery   als Caroline
  Sarah Paulson   als Heather
  Linda Thorson   als Drew
  Joe Flanigan   als Jeff
  Juliet Mills   als Winnie
  Hector Elizondo   als Ernie
  Robert Malina   als Busfahrer
  Phil Hawn   als Zugpassagier
  Jim Jenkins   als Jeffs Vater
  Kendra Krull   als junge Carla
  Jeanette Lee   als Poolspielerin
  Lesli Kay Sterling  
 
Regie:  Garry Marshall  
Buch:  Alexandra Rose  
  Blair Richwood  
  Garry Marshall  
  Bob Brunner  
Musik:  Rachel Portman  
Kamera:  Dante Spinotti  
Produzent:  Alexandra Rose  
  Mario Iscovich  
  Karen Stirgwolt  
 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Juliette Lewis

Schlampenrollen und Lolitas stehen ihr gut, doch kann Juliette Lewis ebenso naive und unschuldige Charaktere spielen. Die Tochter des...

 

Star

Diane Keaton

Im positiven Sinne überdreht, quirlig und temperamentvoll, ist Diane Keaton (geb. 1946) eine Komödiantin von hohem Rang, die fast nie den...