Blu-ray Disc Kaufvideo

Ganz oder gar nicht

Liebenswert-witzige, subtil sozialkritische Komödie über strippende Stahlarbeiter.


Ganz oder gar nicht

Kaufvideo

Erhältlich seit:
04.11.2011

Originaltitel: The Full Monty

Komödie

Großbritannien/USA 1997
Laufzeit: 91 Min.
FSK: ab 12

Robert Carlyle
Tom Wilkinson
Mark Addy

Regie: Peter Cattaneo
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

Bild 1 von 9

Filmbewertung


(1 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Ganz oder gar nicht

Um seine karge "Stütze" aufzubessern, beschließt der arbeitslose Stahlarbeiter Gaz, eine männliche Striptease-Truppe auf die Beine zu stellen. In seiner Heimatstadt Sheffield sucht und findet er fünf Gleichgesinnte, mit denen zusammen er nach dem Vorbild der "Chippendales" die Choreographie für den geplanten Auftritt einstudiert. Da aber leider keiner der Sechs einen muskelgestählten Adonis-Körper zu bieten hat, beschließen sie, dem weiblichen Publikum etwas völlig Ungewöhnliches zu bieten: die nackte Wahrheit und nichts als die Wahrheit...

Mit seiner beschwingten Low-Budget-Komödie konnte der britische Regie-Debütant Peter Cattaneo 1997 einen sensationellen Kinoerfolg landen. Der spritzig inszenierte Stripper-Spaß überzeugt durch seinen lakonischen Witz, die skurrilen, liebenswerten Charaktere und die präzise Zeichnung des englischen Arbeiter-Milieus. Insbesondere "Trainspotting"- Star Robert Carlyle ragt mit einer feinen Leistung als gutmütiger Loser aus diesem exzellent gespielten und mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichneten Ensemble-Film heraus.

Ganz oder gar nicht

Während Hollywood unverändert das britische Kino zur Ader läßt und Nachwuchs wie Beeban Kidron, Danny Cannon oder Paul Anderson über den Atlantik lockt, reagiert der blutende Patient mit kontinuierlichen, für Stabilität sorgenden Talentinjektionen. Peter Cattaneo (Regie) und Simon Beaufoy (Drehbuch) sind mit ihrem Kinodebüt "Ganz oder gar nicht" der beste und aktuellste Beweis. Ihr Märchen von arbeitslosen Stahlarbeitern, die ihr Beschäftigungs- und Finanzloch als Strippergruppe stopfen wollen, verbindet absurde Komik mit unaufdringlichen sozialkritischen Beobachtungen und hat bei sorgfältiger Startvorbereitung das Zeug zu einem Überraschungshit.

Sehr spöttisch beginnen Cattaneo und Beaufoy ihre Komödie mit einem angegrauten Werbefilm für das Sheffield der Zukunft, das 25 Jahre später längst keine mehr hat. Der Niedergang der Stahlindustrie hat der Stadt und vielen ihrer Arbeiter die Perspektiven genommen. Arbeitslosigkeit dominiert und hat die traditionellen Strukturen über den Haufen geworfen. Während die Frauen nun häufig das Überleben ihrer Familie sichern, erlebt das Selbstbewußtsein der sonst mit dieser Rolle anvertrauten Männer den freien Fall. Nicht zu erschüttern ist jedoch Gaz (sympathischer Verrückter: Robert Carlyle, Großbritanniens derzeit vitalste mimische Allzweckwaffe), obwohl seine geschiedene Frau ihm das Besuchsrecht für den gemeinsamen Sohn verweigern möchte, falls nicht endlich Unterhaltszahlungen eintreffen. Doch Gaz hat längst schon einen todsicheren Finanzierungsplan entworfen, nachdem ein Besuch der Chippendales bei den Sheffield-Frauen ein gewinnträchtiges Disco-Inferno ausgelöst hatte. Das schnelle Pfund witternd, gründet Gaz mit Freunden, Kollegen und anderen Verzweifelten eine Strippertruppe. Angesichts der ungelenken, mit Bauch oder vorgerrücktem Alter bestraften Herren eine absurde, aber gerade deshalb absolut kinotaugliche Idee, die befreiendes Lachen generiert, aber von Buch und Regie nie ins Lächerliche gezogen wird. Die soziale Notsituation bleibt nie Dekor, sondern bereitet das dramatische Spannungsfeld für die Figuren und ihre zutiefst menschlichen Konturen. "We dare to be bare", das Motto der Sheffield-Stripper, kann in diesem Zusammenhang nicht nur anatomisch, sondern auch emotional gedeutet werden. Obwohl "Ganz oder gar nicht" im Mittelteil gelegentliche Atempausen einlegt, hält diese Komödie die Zuschauer bei der "Stange". Bis hin zum triumphalen Finale, dem Akt der Befreiung - für die Stripper, aber auch die Kinogänger, die mit einem kleinen Vorrat an Euphorie in den Alltag entlassen werden. Fleshdance - what a feeling. kob.

Ganz oder gar nicht

Keine Jobs, kein Geld und eine endlose Schlange vor dem Arbeitsamt! Doch sechs arbeitslose Stahlarbeiter aus Sheffield lassen sich nicht unterkriegen. Inspiriert von einem Auftritt der Männerstripper "The Chippendales" wittert Gaz (Robert Carlyle) die einmalige Chance das große, schnelle Geld zu machen. Gemeinsam mit einem handverlesenen Team von Leidensgenossen gründet er eine eigene Stripper-Truppe und kündigt eine gewagte Show an. Es spricht sich wie ein Lauffeuer unter den Frauen Sheffields herum - diese Männer lassen die Hosen runter - und nach dem Motto "Ganz oder gar nicht" auch die allerletzte Hülle fallen. Doch kurz vor dem wahrlich bloßstellenden Job schleicht sich bei den Männern Panik ein...

Eine einzigartige Komödie mit Kultstatus, von der man einfach nicht genug be-kommen kann.

Quelle: Fox

" Audiokommentar von Regisseur Peter Cattaneo und Darsteller Mark Addy
" Audiokommentar des Produzenten Uberto Pasoli-ni
" 10 nicht verwendete Szenen (mit optionalem Kommentar von Peter Cattaneo und Mark Addy)
" Die Besetzung
" Original-Publicity-Kampagne
" Jukebox
" Entwicklung des Films
" Die Produktion
" Der unerwartete Erfolg und die Folgen
" Großes Kino - Die britische Filmindustrie der 90er Jahre

Quelle: Fox

Darsteller:  Robert Carlyle   als Gaz
  Tom Wilkinson   als Gerald
  Mark Addy   als Dave
  Lesley Sharp   als Jean
  Emily Woof   als Mandy
  Steve Huison   als Lomper
  Paul Barber   als Horse
  Hugo Speer   als Guy
  Deirdre Costello   als Linda
  Bruce Jones   als Reg
  William Snape   als Nathan
  Paul Butterworth   als Barry
  Dave Hill   als Alan
  Andrew Livingstone   als Terry
  Vinny Dhillon   als Sharon
  Kate Layden   als Bee
  Joanna Swain   als Sheryl
 
Regie:  Peter Cattaneo  
Buch:  Simon Beaufoy  
Musik:  Anne Dudley  
Kamera:  John de Borman  
Produzent:  Uberto Pasolini  

Robert Carlyle in Fortsetzung von Trainspotting?

Robert Carlyle: Gibt er noch einmal den Begbie?

Robert Carlyle: Gibt er noch einmal den Begbie?

Mit seiner Rolle als Begbie in "Trainspotting - Neue Helden" wurde der schottische Schauspieler Robert Carlyle bekannt.

Eigentlich wollte er auf keinen Fall in einer Fortsetzung des Kult-Hits mitarbeiten. Jetzt, da Autor Irvine Welsh sein neues Buch "Porno" veröffentlichen wird, denkt der Star aus "Ganz oder gar nicht" doch über einen Auftritt im Sequel nach:

"Ob ich wieder mitspiele oder nicht, hängt in erster Linie vom Weg ab, den Begbie in der Zwischenzeit gegangen ist. Normalerweise müsste er im Knast sitzen. Wenn wir am Set die selbe Stimmung erzeugen können wie 1996, würde ich sogar für wenig Geld mitspielen. Natürlich müsste dann auch wieder Danny Boyle Regie führen. Dann wäre ich wieder dabei."

Die Fans können also auf einen zweiten fulminanten Auftritt von Begbie hoffen...

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Tom Wilkinson

Er strahlt eine unerschütterliche Ruhe und eine natürliche Autorität aus, die von seiner massiven Erscheinung und der sonoren Stimme...

 

Star

Mark Addy

Von der Statur her ein untersetzter Kumpeltyp mit Hang zur Dicklichkeit eines John Candy und eine kleinere Ausgabe des wuchtigen John Goodman, aber...