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Kaufvideo
Erhältlich seit:
16.10.2009
Deutschland 2004
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12
Birol Ünel
Sibel Kekilli
Catrin Striebeck
Regie: Fatih Akin
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

Ursprünglich sollte "Gegen die Wand" eine Komödie werden. Doch dann entwickelt Fatih Akin aus der Grundidee heraus eine traurig-schöne Liebesgeschichte voller Widersprüche. Nicht nur weil er sich auf den türkischen Neo-Realismus bezieht, sondern vor allem, weil allein schon die Leinwandpräsenz seines Hauptdarstellers Birol Ünel in seiner poetischen Selbstzerstörung die leidenschaftliche Wucht einer Tragödie herausfordert.
Im vergangenen Jahr beurteilte Fatih Akin als Mitglied der Berlinale-Jury die Werke seiner Kollegen, jetzt stellt er sich mit seinem vierten Spielfilm im Wettbewerb der internationalen Konkurrenz. Und sollte auf Resonanz stoßen, denn die tragische Love-Story geht unter die Haut. Es gibt diese Zufälle im Leben, die zwei Menschen schicksalhaft verbinden. In der geschlossenen Abteilung eines Krankenhauses treffen die Deutsch-Türken Cahit und Sibel erstmals aufeinander, nach einem Selbstmordversuch. Cahit knallte in Hamburg-Altona ohne Bremsspuren sturzbesoffen mit seinem Auto gegen die Betonmauer, Sibel schnitt sich die Pulsadern auf. Keine Spur von Liebe, sondern Kalkül bei der jungen Frau, die ihrem repressiven Elternhaus durch eine Scheinehe entfliehen will, damit sie endlich ihre Freiheiten ausleben kann und Cahit als Kandidat ausguckt. Nach einigen Skrupeln willigt der desillusionierte 40-Jährige ein, bald teilen sie die Wohnung, aber nicht das Bett.
Mit der Rigorosität von "Kurz und schmerzlos" erzählt Fatih Akin vom Druck der Tradition (ohne die türkischen Eltern zu denunzieren), von türkischem Machismo und der Liebe, die sich klammheimlich in die Seele nistet, unberechenbar und unvorhergesehen. Aus zaghafter Annäherung wird Zuneigung. Zu spät. Im Affekt erschlägt der Alkoholiker einen ihrer Liebhaber. In fünf Akten, verbunden durch einen Roma-Gipsy-Chor vor pittoresker Istanbul-Kulisse, entwirft der Hamburger Regisseur die Tragik einer Liebe ohne Happy End und gleichzeitig das Porträt der "zweiten Generation" von türkischen Einwanderern. Wenn Cahit nach Jahren im Gefängnis die große Liebe seines Lebens endlich am Bosperus aufspürt, brennt das Gefühl noch immer, aber das Leben hat ihnen die Flügel zurechtgestutzt, das Abheben bleibt nur ein vager und unerfüllter Traum. Zerrissen zwischen Vergangenheit und Gegenwart können sie nicht dort weitermachen, wo sie aufgehört haben, zuviel ist passiert. Die ewige Hoffnung auf Glück, sie flammt nur einen kurzen, starken Moment lang auf. Was bleibt, ist tiefe Traurigkeit und ungestillte Sehnsucht. Überragend in diesem rauen Drama über die Unmöglichkeit von Liebe ist Birol Ünel, in dessen übergroßen Schatten aber auch Sibel Kekilli Kontur findet, bis dato Verwaltungsangestellte - entdeckt von der Casting-Agentin Mai Seck in einer Kölner Einkaufspassage. "Gegen die Wand" nimmt mit auf eine schmerzhafte fast initiatorische Reise, schlägt Widerhaken in unsere Seelen, lässt an der Kompromisslosigkeit von Gefühlen leiden. Scheitern tut weh. Fatih Akin fährt mit seinem neuen Film nicht gegen die Wand, sondern in hoffentlich volle Kinosäle. mk.
Eine atemberaubende Liebesgeschichte vor dem Hintergrund aufeinander prallender Kulturen. Das Meisterwerk von Fatih Akin wurde auf der Berlinale 2004 als Bester Film mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet, gewann fünf Deutsche Filmpreise und den Europäischen Filmpreis für den "Besten Spielfilm" und die "Beste Regie".
Quelle: Studiocanal
Making of; Verpatzte Szenen; Interview mit Fatih Akin; Featurette von Monique Akin: Was ist ein Osman; Entfallene Szenen (mit Audiokommentar von Fatih Akin); Audiokommentar mit Fatih Akin; Alle Filme der Edition im Überblick
Quelle: Studiocanal
| Darsteller: | Birol Ünel | als Cahit Tomruk | |
|---|---|---|---|
| Sibel Kekilli | als Sibel Guner | ||
| Catrin Striebeck | als Maren | ||
| Güven Kiraç | als Seref | ||
| Meltem Cumbul | als Selma | ||
| Cem Akin | als Yilmaz Güner | ||
| Aysel Iscan | als Birsen Güner | ||
| Demir Gökgöl | als Yunus Güner | ||
| Stefan Gebelhoff | als Nico | ||
| Hermann Lause | als Dr. Schiller | ||
| Mehmet Kurtulus | als Hüseyin | ||
| Adam Bousdoukos | als Lukas | ||
| Ralph Misske | als Ammer | ||
| Tim Seyfi | als Bayerischer Taxifahrer | ||
| Philipp Baltus | als Patient | ||
| Orhan Güner | als Busfahrer | ||
| Francesco Fiannaca | als Mann am Tresen | ||
| Andreas Thiel | als Standesbeamter | ||
| Monique Akin | als Kundin beim Friseur | ||
| Regie: | Fatih Akin | ||
| Buch: | Fatih Akin | ||
| Kamera: | Rainer Klausmann | ||
| Produzent: | Ralph Schwingel | ||
| Stefan Schubert | |||
Gegen die Wand in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Türkisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Türkisch
Bildformat: 1:1,85
Extras: Audiokommentar, Entfallene Szenen, Featurette, Interviews, Making of
Making of; Verpatzte Szenen; Interview mit Fatih Akin; Featurette von Monique Akin: Was ist ein Osman; Entfallene Szenen (mit Audiokommentar von Fatih Akin); Audiokommentar mit Fatih Akin; Alle Filme der Edition im Überblick
Star
Sibel Kekilli
Die in Heilbronn als Tochter türkischer Eltern geborene Sibel Kekilli gab 2004 mit der weiblichen Hauptrolle in Fatih Akins "Gegen die Wand"...
Star
Catrin Striebeck
Die Schauspielerin Catrin Striebeck ist eigentlich am Theater zu Hause. Daneben hat sie sich durch ihre Rollen in Kinofilmen wie Fatih...
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