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Gegen jede Regel

Ambitioniertes Sportdrama über einen Footballcoach, der sich der Umstände zum Trotz über alle Rassenschranken hinwegsetzt.


Gegen jede Regel

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Erhältlich seit:
07.03.2002

Originaltitel: Remember the Titans

Drama

USA 2000
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 6

Denzel Washington
Will Patton
Donald Faison

Regie: Boaz Yakin
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Gegen jede Regel

Amerika im Juli 1971: Die Einwohner der Kleinstadt Alexandria gehen auf die Barrikaden. Denn das Kultusministerium hat verordnet, dass an der High School erstmals Schüler beider Hautfarben gemeinsam unterrichtet werden sollen. In diese Unruhen gerät der Farbige Herman Boone, der den Weißen Bill Yoast als Football-Coach ersetzen soll. Dieser ist zunächst wie vor den Kopf gestoßen, lässt sich aber dann als Co-Trainer engagieren. Ein Gespann so ungleich wie die Mannschaft, der Rassentrennung wichtiger zu sein scheint als das Spiel...

Dass Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer ("Pearl Harbor") nicht nur auf bloße Action fixiert ist, beweist dieses Plädoyer gegen Hass und Rassismus. In dem auf einer wahren Geschichte beruhenden Mix aus Sportfilm und Rassen-Drama agiert Oscar-Preisträger Denzel Washington ("Glory") als knochenharter Football-Coach, der einem Haufen wilder Jungs Respekt und Teamgeist einhämmert. Eine schön bebilderte, emotionsgeladene und handwerklich souverän inszenierte Moralfabel, die trotz einiger Klischees ihr Publikum zu fesseln versteht.

Gegen jede Regel

Nachdem Überproduzent Jerry Bruckheimer dieses Jahr mit "Nur 60 Sekunden" und "Coyote Ugly" bereits leicht verdauliche Popcorn-Unterhaltung lieferte, bietet er jetzt mit einem in den siebziger Jahren angesiedelten Sportdrama um Rassenintegration einen moralisch ambitionierten Zeitkommentar. Die auf Tatsachen beruhende Story handelt es sich um den schwarzen Footballcoach Herman Boone (hervorragend gespielt von Oscarpreisträger Denzel Washington), dem es mit Strenge und Fairness gelingt innerhalb seines Highschool-Teams und in Folge einer ganzen Stadt die Grenzen zwischen Schwarz und Weiß transparent zu machen. 21,2 Mio. Dollar am Startwochenende in den USA entsprachen den Erwartungen und bescherten Denzel Washington das beste Wochenendergebnis seiner Karriere.

Prolog und Epilog des Films zeigen eine Beerdigungsszene in Alexandria, Virginia 1981, in der sich die einträchtige Trauergemeinde zu gleichen Teilen aus schwarzen und weißen Mitgliedern zusammensetzt. Zehn Jahre zuvor ist von dieser Harmonie nichts zu spüren, als an der T.C. Williams Highschool die gesetzlich vorgeschriebene Rassenintegration vorgenommen wird. Der neue Football-Coach Boone beordert die erstmals gemischte Mannschaft der Titans ins Trainingslager, wo er sie mit militärischer Härte und farbenblinder Gerechtigkeit zu einem perfekten Team drillt. Die Jungs, die sich zunächst skeptisch und zum Teil feindselig gegenüber stehen, lernen durch Boones unkonventionelle Methoden einander zu respektieren. Schließlich bilden sich auch enge Freundschaften, wie die zwischen dem schwarzen Quarterback Julius (Wood Harris) und dem weißen Teamcaptain Gerry (Ryan Hurst). Dieses inspirierende Ideal wird auch auf die Beziehung zwischen Boone und seinen Assistenztrainer Bll Youst (Will Patton) übertragen. Ihre anfängliche Rivalität - Boone hat Yousts Stellung als Cheftrainer übernommen - wandelt sich im Lauf des Schuljahrs in gegenseitiges Vertrauen und Anerkennung. Die Titans gewinnen unerwarteterweise ein Spiel nach dem anderen, und durch ihr Exempel von Gleichheit und Brüderlichkeit lernen die Bewohner, ihre Rassenvorurteile zu überdenken.

Unverhohlener Rassismus und Korruption stellt "Fresh"-Regisseur Boaz Yakin in seinem ersten Abstecher in den Mainstream moralfeste Charakterstärke und edelmütige Ehrenkodex gegenüber, und scheut sich dabei nicht, kräftig an sentimentalen Gefühlsknöpfen zu drehen. Ein gefühlvoller Score und poppige Hits der Ära unterstreichen das damalige Zeitklima ziviler Unruhe und gesellschaftlichem Umbruch. Die Szenen auf dem Spielfeld haben wenig mit der Adrenalinattacke von Oliver Stones "An jedem verdammten Sonntag" gemein und insgesamt spielt der heilige Football in dieser bewegenden Moralfabel auch eher eine untergeordnete Rolle, was die kommerziellen Chancen des etwas simplen, aber allemal unterhaltsamen Films außerhalb der USA erhöhen dürfte. In den USA mit 21,2 Mio. Dollar angelaufen, sollte diese Produktion aus dem Hause Disney auch hierzulande wenn nicht überragende, so doch solide Chancen haben beim Publikum zu punkten. ara.

Darsteller:  Denzel Washington   als Herman Boone
  Will Patton   als Bill Yoast
  Donald Faison   als Petey Jones
  Wood Harris   als Julius "Big Ju" Campbell
  Ryan Hurst   als Gerry Bertier
  Ethan Suplee   als Lewis Lastik
  Nicole Parker   als Carol Boone
  Hayden Panettiere   als Sheryl Yoast
  Kip Pardue   als Ronnie "Sunshine" Bass
  Craig Kirkwood   als Jerry Harris
  Kate Bosworth   als Emma Hoyt
  Burgess Jenkins   als Ray Budds
  Earl C. Poitier   als Darryl "Blue" Stanton
  Ryan Gosling   als Alan Bosley
  Shanda Lee Besler  
 
Regie:  Boaz Yakin  
Buch:  Gregory Allen Howard  
Musik:  Trevor Rabin  
Kamera:  Philippe Rousselot  
Produzent:  Jerry Bruckheimer  
  Chad Oman  
  Michael Flynn  
 

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