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Gegen jeden Zweifel

Thriller mit Michael Douglas als skrupelloser Staatsanwalt, dem ein engagierter Reporter das systematische Fälschen von Indizien nachzuweisen versucht.


Gegen jeden Zweifel

Leihvideo

Erhältlich seit:
02.09.2010

Originaltitel: Beyond a Reasonable Doubt

Thriller/ Kriminalfilm

USA 2009
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 16

Jesse Metcalfe
Amber Tamblyn
Michael Douglas

Regie: Peter Hyams
Koch Media

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Gegen jeden Zweifel

Mark Hunter ist aussichtsreicher Kandidat für den Gouverneursposten, nicht zuletzt, weil er als Staatsanwalt eine erstaunliche Serie von Verurteilungen vorweisen kann. TV-Reporter Nicholas ist überzeugt, dass Hunter diesen Erfolg manipulierten Beweisen zu verdanken hat. Mit den gleichen Mitteln, gefälschten Indizien, lenkt er den Verdacht auf sich, eine Frau ermordet zu haben, sichert seine Unschuld aber heimlich per Videobeweis ab. Tatsächlich kann er Hunter aus der Reserve locken, ohne mit dessen ganzer Skrupellosigkeit zu rechnen.

Wie schon bei "Narrow Margin - Zwölf Stunden Angst" legt Autor-Regisseur Peter Hyams einen Krimistoff aus den Fünfzigerjahren neu auf. Fritz Langs letzter US-Film, "Jenseits allen Zweifels", liefert die Vorlage für das mit überschaubaren finanziellen Aufwand realisierte Update. Wie bereits das Original erwartet auch das Remake vom Zuschauer, jede Skepsis bezüglich der Glaubwürdigkeit der Story aufzugeben und sich von Plotwendungen, zunehmendem Tempo, einigen Actionsequenzen und Michael Douglas als Bad Guy verführen zu lassen.

Gegen jeden Zweifel

1983 in "Ein Richter sieht rot" zögerte Michael Douglas noch, das Recht mit Mord zu beugen. Als Staatsanwalt auf Karrierekurs, wieder inszeniert von Peter Hyams, sind nun alle Skrupel aufgegeben.

Mit dem Einsatz von Action, Spannung, Tempo und Stars verstand sich Hyams ("End of Days - Nacht ohne Morgen") schon immer darauf, schwächelnde Plots zu kompensieren. Für diesen hier bediente er sich nach "Narrow Margin - Zwölf Stunden Angst" ein weiteres Mal bei einem Stoff aus den Fünfzigerjahren, mit dem sich Altmeister Fritz Lang von Hollywood in Richtung Heimat verabschiedet hatte. "Jenseits allen Zweifels", so der Titel von Langs Kriminaldrama, ist auch das Remake nicht, das aller Updates zum Trotz einige dramaturgische Probleme des Originals recycelt und vom Zuschauer Glaubwürdigkeitstoleranz erwartet.

Die ersten Szenen gehören Michael Douglas als souverän wirkender Staatsanwalt Hunter, der wieder einmal einen Mörder schlachtreif für die Jury gemacht hat. TV-Reporter Nicholas (Jesse Metcalfe) ist überzeugt, dass Hunter Beweise fälscht, damit seine cleveren Plädoyers fundiert und nicht im luftleeren Raum geführt werden müssen. Um das zu beweisen, stellt er Hunter eine Falle, studiert intensiv den Polizeibericht zum Mord an einer Prostituierten und manipuliert Indizien, die auf den flüchtigen Täter hinweisen können. Niemand ahnt, dass er die Beweise, vom Springmesser bis zur Gesichtsmaske, erst nach der Tat gekauft und bearbeitet hat, dass sein Kollege ein Video gedreht hat, das diesen Prozess dokumentiert und so seine Unschuld beweist. Wie geplant, wird er verhaftet und vor Gericht gestellt, doch bevor er seinen Trumpf ausspielen kann, wird das Material samt Kameramann aus dem Verkehr gezogen. Jetzt ist seine Freundin, zugleich Hunters ergebene Assistentin, gefordert, Liebe über Loyalität zu stellen und den Reporter zu retten.

Der Mörder ist immer der Gärtner, möchte man angesichts von Metcalfes Vergangenheit als Rasen und Frauen pflegender Beau im Serienhit "Desperate Housewives" argumentieren - und läge so falsch damit nicht. Nach langsamer Einführung von Figuren und Story wirkt der stets eine Spur zu bemüht wirkende Metcalfe mitunter so deplaziert wie David Shires Musik, bis der visuell einer TV-Ästhetik verpflichtete Film Fahrt aufnimmt und es dem Zuschauer leichter macht, seine Skepsis über die nicht nur sprunghafte Dramaturgie aufzugeben. Im letzten Drittel wird die Spannungsschraube angezogen, gibt es eine Tiefgaragenattacke, die Hyams inszeniert, als hätte sein Thriller das Genre gewechselt, und einen finalen Twist, der - wie schon bei Lang - eine komplett andere Perspektive auf die Story ermöglicht, die Michael Douglas trotz reduzierter Szenen schauspielerisch klar dominiert. kob.

Darsteller:  Jesse Metcalfe   als C.J. Nicholas
  Amber Tamblyn   als Ella Crystal
  Michael Douglas   als Mark Hunter
  Joel Moore   als Corey Finley
  Orlando Jones   als Ben Nickerson
  Sewell Whitney   als Weldon
  David Jensen   als Gary Spota
  Tony Bentley   als Roger Milner
 
Regie:  Peter Hyams  
Buch:  Peter Hyams  
Musik:  David Shire  
Kamera:  Peter Hyams  
Produzent:  Mark Damon  
  Moshe Diamant  
  Ted Hartley  
 

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