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Gegenschuss - Aufbruch der Filmemacher

Dokumentarfilm über den Filmverlag der Autoren, der Plattform für den Neuen Deutschen Film.


Gegenschuss - Aufbruch der Filmemacher

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Erhältlich seit:
02.12.2010

Dokumentarfilm

Deutschland 2008
Laufzeit: 121 Min.
FSK: ab 12

Regie: Dominik Wessely, ...
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Dokumentarfilm über den Filmverlag der Autoren, der Plattform für den Neuen Deutschen Film.

Die Gründungsmitglieder des Filmverlags der Autoren (Foto: Kinowelt) Großansicht

Die Gründungsmitglieder des Filmverlags der Autoren (Foto: Kinowelt)

1971 gründeten 13 unabhängige deutsche Filmemacher den Filmverlag der Autoren, der einige der bedeutendsten, auch im Ausland hochgeschätzten Werke produzierte und in die Kinos brachte.

So bot der Verlag etwa Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Wim Wenders und Alexander Kluge eine Plattform, um gegen den herkömmlichen Film zu rebellieren und etwas Neues zu etablieren, das die Filmbranche nachhaltig beeindrucken würde.

Der preisgekrönte Dokumentarfilmer Dominik Wessely ("Die Blume der Hausfrau") gibt einen Abriss über die legendäre Filmemachervereinigung mit Hilfe von Filmverlag-Mitbegründer Laurens Straub und Rainer Kölmel.

Wim Wenders bei der kreativen Arbeit (Foto: Kinowelt) Großansicht

Wim Wenders bei der kreativen Arbeit (Foto: Kinowelt)

Ein Stück Filmgeschichte

In Interviews kommen die Protagonisten des so genannten "Neuen Deutschen Films" zu Wort. Hommage und ein Stück Filmgeschichte werden hier interessant aufbereitet.

Gegenschuss - Aufbruch der Filmemacher

Welturaufführung auf der Berlinale für das Porträt der Filmemachergeneration des Neuen Deutschen Films und des legendären Filmverlags der Autoren.

"The German Film Boom" titelte die Newsweek 1975. Gemeint war der Neue Deutsche Film und seine Protagonisten, die Produktion, Rechteverwertung und Vertrieb in die eigene Hand nehmen wollten. Ihr untrennbar mit Aufbruch und Niedergang verknüpftes Instrument: der Filmverlag der Autoren. Elf Jahre nach dem "Oberhausener Manifest" glänzte München als Hauptstadt des Deutschen Films, nicht von "Opas Kino", sondern vom rebellischen Kino der Post-Adenauer-Zeit. Unter der Regie von Dominik Wessely und Koregie des im vergangenen Jahr gestorbenen Produzenten Laurens Straub entsteht noch einmal die Ära der kreativen Unruhe und des Hungers nach neuen Bildern und Inhalten. Namen wie Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog und Wim Wenders stehen mit Filmen wie "Angst essen Seele auf", "Jeder für sich und Gott gegen alle" oder "Im Lauf der Zeit" für eine Blütezeit des deutschen Films, die ab 1970 auch international für Furore sorgte. Als Gravitationszentrum der Bewegung gilt der im April 1971 von 13 Filmemachern gegründete Filmverlag der Autoren. In wenigen Jahren entwickelte er sich zum lebendigen Forum einer Künstlergemeinschaft, die Filmpolitik und Veränderung auf ihre Fahnen schrieb und der saturierten Altproduzentenbranche den Kampf ansagte.

"Gegenschuss" ist eine Zeitreise mit seinen Interviews, Filmausschnitten und teilweise unveröffentlichten Archivaufnahmen. Nicht mehr das Individuum, sondern das Kollektiv stand im Mittelpunkt, auch wenn die Ideale letztendlich am Finanziellen (und wohl auch am Individualismus) zerbrachen. Trotz "Talking Heads" entwickelt diese mit Herzblut geschriebene Doku eine Eigendynamik, schreibt ein Stück Film- und Zeitgeschichte von Mitte 1960 bis zum Auseinanderbrechen der Gruppe 1977. Noch einmal werden Erinnerungen an längst geschlossene Kneipen wach, in denen Wenders in stoischer Ruhe flipperte, oder an heute nur noch komisch wirkende Fernsehsendungen, in denen ein hölzerner Moderator vergeblich versucht, Fassbinder zu knacken, der ihm nonchalant über den Mund fährt. Es ist die bunte und auch widersprüchliche Mischung aus Privatheit, Politik und Träumen, die den Reiz dieses Films ausmachen - ein spannendes Drama über Hass und Freundschaft, Erfolg und Misserfolg, (Selbst-)Zerstörung und Tod. Im Höhenflug liegt das Scheitern, im Scheitern eine Chance. Und die haben die Filmemacher des Neuen Deutschen Films ergriffen. mk.

Gegenschuss - Aufbruch der Filmemacher

Die jungen deutschen Filmemacher rebellieren und erklären 1962 "Papas Kino" für tot. Später mutiert es zu "Opas Kino" und im April 1971 gründen 13 Filmemacher in München den "Filmverlag der Autoren". Innerhalb weniger Jahre wird aus dem Filmverlag die wichtigste Plattform für eine ganze Generation deutscher Regisseure. Fassbinders, Herzogs und Wenders' Werke werden durch ihn weltberühmt.

Quelle: Studiocanal

Filmverlag der Autoren Kataloge und Presseheft als PDF; Podiumsdiskussion München 2006; Wendecover

Quelle: Studiocanal

 
Regie:  Dominik Wessely  
  Laurens Straub  
Buch:  Laurens Straub  
  Dr. Rainer Kölmel  
  Dominik Wessely  
Musik:  Philipp F. Kölmel  
Kamera:  Knut Schmitz  
Produzent:  Dr. Rainer Kölmel  
 

Gegenschuss - Aufbruch der Filmemacher in der Fotoshow

 

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