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Gente di Roma

Ettore Scolas liebevoll-sarkastisches Porträt der Stadt Rom und ihrer Menschen.


Gente di Roma

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Erhältlich seit:
01.08.2006

Drama/ Komödie

Italien 2004
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Giorgio Colangeli
Antonello Fassari
Fabio Ferrari

Regie: Ettore Scola
Komplett-Media

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Ein filmischer Reiseführer: Ettore Scolas liebevoll-sarkastisches Porträt der Stadt Rom und ihrer Menschen.

Mit dem Bus unterwegs durch die Stadt (Foto: Movienet) Großansicht

Mit dem Bus unterwegs durch die Stadt (Foto: Movienet)

Der städtische Bus als Mikrokosmos - vom frühen Morgen, wenn die Straßen Roms noch nass von der Reinigung sind, bis spät in die Nacht, wenn die Lichter Asphalt oder Pflaster magisch glänzen lassen. Da fährt der fürs Büro gekleidet Mann mit Aktentasche unterm Arm los und steigt ein paar Stationen weiter aus, jeden Morgen macht er das, obwohl er arbeitslos ist.

Er traut sich nicht, seiner Frau die Wahrheit zu sagen. Ein großspuriger Typ quatscht seinen Sitznachbarn voll mit ideologischen Platitüden über Römer und Rassismus, während ein anderer vergeblich versucht, die Busfahrerin anzumachen oder ein Opa lauthals die verschiedenen Bezeichnungen für Penis verkündet.

Im Bus trifft man die unterschiedlichsten Menschen (Foto: Movienet) Großansicht

Im Bus trifft man die unterschiedlichsten Menschen (Foto: Movienet)

Weltstadt mit Herz

Die Kamera folgt dem Linienbus, der von morgens bis abends in der Millionenstadt Rom unterwegs ist. Sie bleibt in verschiedenen Stadtvierteln, an bestimmten Personen, Geschichten, Schicksalen und Bildern hängen, und schon steckt der Zuschauer mitten in einzelnen Episoden, die hinter die Kulissen der Weltstadt blicken.

Regisseur Ettore Scola setzt daraus ein Mosaik der Stadt seines Herzens zusammen und addiert seine präzisen Beobachtungen zu einer bittersüßen Liebeserklärung an eine Metropole und ihre Menschen.

Gente di Roma

Die "ewige Stadt" als Schauplatz der Gegenwart. Ettore Scola folgt einem Linienbus, der kreuz und quer durch Rom fährt und die seltsamsten Gestalten transportiert. Die Momentaufnahme einer Stadt im Wandel wird zur Liebeserklärung an die italienische Metropole, die sich hier nicht touristisch grell geschminkt gibt, sondern ihr vom Alltag gefärbtes und zerfurchtes Gesicht zeigt.

Bisher war es Woody Allens Privileg, uns sein New York durch die Augen leicht spleeniger Menschen näherzubringen, die als Teil von Manhattan das Leben dort prägen und wiederspiegeln. Ähnliches gelingt Ettore Scola, der den Zuschauer einlädt, ihn auf eine spannende Reise durch Straßen, Gassen und Plätze zu begleiten, in unbekannte Winkel entführt und "Mama Roma" in einem neuen Licht erscheinen lässt.

Der städtische Bus als Mikrokosmos - vom frühen Morgen, wenn die Straßen noch nass von der Reinigung sind, bis spät in die Nacht, wenn die Lichter Asphalt oder Pflaster magisch glänzen lassen. Da fährt der fürs Büro gekleidet Mann mit Aktentasche unterm Arm los und steigt ein paar Stationen weiter aus, jeden Morgen macht er das, obwohl er arbeitslos ist. Er traut sich nicht, seiner Frau die Wahrheit zusagen. Ein großspuriger Typ quatscht seinen Sitznachbarn voll mit ideologischen Platitüden über Römer und Rassismus, während ein anderer vergeblich versucht, die Busfahrerin anzumachen oder ein Opa lauthals die verschiedenen Bezeichnungen für Penis verkündet.

Es sind die Einsamen und Eigenbrötler, die sich hier ein Stelldichein geben, die Verrückten und Verkaterten, die vom Leben Gebeutelten und von der Liebe Enttäuschten. Manchmal geht die Kamera in Küchen, Wohnzimmer oder Restaurants, spürt denjenigen nach, die sich eine kurze Pause gönnen, sich zanken, anschweigen oder mit dem Schicksal hadern, dann wiederum konzentriert sie sich auf das Individuum in der Masse eines Konzerts oder einer überfüllten Straßenkreuzung.

Die kleinen Geschichten, menschlichen Tragödien und amüsanten Possen verbinden sich zur modernen "comédie humaine", eine bunte und warmherzige Mixtur aus Bilderbuch und Poesiealbum, Reality TV und Historie. Scola beobachtet mit liebevoller Ironie, leisem Sarkasmus und großem Respekt die Einheimischen und Fremden, die sich der Stadt der sieben Hügel verschrieben haben, sie lieben und hassen, ihr verfallen sind und die sie im Gegenzug mit lässiger Gleichgültigkeit ungeachtet von sozialem Status aufnimmt. Wenn dann die Nacht hereinbricht, Straßen und Plätze sich langsam leeren und selbst die vom Tourismus geschundene Piazza Navona wieder zur Ruhe kommt und etwas von ihrer alten Schönheit gewinnt, ist er greifbar, der ewige Zauber dieses europäischen "melting pots". mk.

Gente di Roma

Gente di Roma, von Ettore Scolas, ist die humorvoll-melancholische Hommage des Regie-Altmeisters an eine Metropole, die - in einer Mischung aus Wärme und gewissenloser Gleichgültigkeit - denen Zuflucht gewährt, die in der Stadt geboren wurden, wie jenen, die sie als ihr angenommenes Heim auserwählt haben.

Gente di Roma zeigt die Menschen, die in der schönsten, quirligsten und grausamsten Stadt der Welt leben.

Normale Menschen jeden Alters und jeder sozialen Klasse, vom Arbeitslosen bis zum Angehörigen des Adels: der rassistische Barmann hinter dem Tresen des Cafés; der durchgeknallte Intellektuelle; die ängstliche Seele, die auf dem Friedhof die Stimmen der Verstorbenen hört; der junge Mann, der den Bus nimmt und den Wahnsinn der Welt entdeckt; die erhabene Schönheit der antiken Ruinen und die Vagabunden, die sie noch bevölkern.

Quelle: Komplett-Media

 

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