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Geschichten aus der Gruft: Bordello of Blood


ohne Abbildung

Leihvideo

Erhältlich seit:
23.07.1997

Originaltitel: Tales from the Crypt Presents Bordello of Blood

Horror

USA 1996
Laufzeit: 72 Min.
FSK: ab 16

Dennis Miller
Erika Eleniak
Angie Everhart

Regie: Gilbert Adler
Paramount Home Entertainment

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Privatdetektiv Rafe Guttman wird von der jungen Katherine beauftragt, ihren unlängst verschollenen Bruder ausfindig zu machen. Im Zuge seiner Nachforschungen macht Guttman, der an der schönen, aber leider christlich-fundamentalistisch orientierten Katherine bald mehr als nur beruflich interessiert ist, die wenig erfreuliche Feststellung, daß ihr mißratener Bruder einem Besuch in einer als Bordell getarnten Vampirgruft zum Opfer gefallen ist. Seite an Seite machen sich die Christin und der Schnüffler ans Werk, dem blutigen Spuk ein ebensolches Ende zu bereiten.

Nach dem Vorbild eines populären Horrorcomics fackelt die bewährte "Tales From the Crypt"-Crew rund um Produzent Gilbert Adler ein weiteres höchst unterhaltsames Horrorfeuerwerk im Kinoformat ab. Supermodel Angie Everhart, Baywatch-Babe Erika Eleniak und Saturday Night Live-Komiker Dennis Miller sind die Stars dieses rundum turbulenten Effektreigens, der weder in punkto Witz noch hinsichtlich des Blutpegels irgendwelche Wünsche offenläßt.

Angesichts des lukrativen 20-Mio.-Dollar-Einspiels von "Ritter der Dämonen", dem ersten Kino-Spinoff der populären "Tales From The Crypt"-TV-Serie, konnte sich der traditionell für den zynisch-obskuren Pro- und Epilog zuständige Cryptkeeper schrill ins skelettierte Fäustchen lachen. Ein Jahr später bringt das hochkarätige Produzenten-Quintett Richard Donner, David Giler, Walter Hill, Joel Silver und Robert Zemeckis den zweiten Teil der geplanten Schauder-Triologie in die US-Kinos.

Bemühte sich "Ritter der Dämonen" noch, ein ironisierender Gruselschocker zu sein, setzt das auf unterem Genrestandard dahindümpelnde Sequel auf nur bedingt witzigen Horrorklamauk und umfangreich auf bare Brüste. Die splatstickige Story wurde von Bob Gale und Robert Zemeckis ausgeheckt, die hier womöglich ihren pubertären Jungenträumen - die Filmemacher bekennen sich allesamt als eingefleischte Fans der erstmals in den fünfziger Jahren erschienen Originalcomics - zu cineastischem Leben verhelfen. Ihre Idee wurde von A. L. Katz und Regisseur Gilbert Adler (Veteran diverser "Crypt"-Fernsehepisoden) zu einem selbstgefälligen Skript geformt, das selbst nachsichtige Genrefans enttäuschen sollte. Gewisse versöhnende Aspekte treten in

Gestalt der knisternde Erotik verstrahlenden, klassisch-rassigen Glamour-Schönheit Angie Everhart ("Jade") als Vampirkönigin Lilith und des ununterbrochen zynisch daherfrotzelnden Standup-Komikers Dennis Millers als schmieriger Privatdetektiv Guttman auf. In weiteren Rollen sind "Alarmstufe: Rot"-Busenwunder Erika Eleniak als Millers brav-biedere Klientin Katherine, Vampirfilm-Veteran Corey Feldman ("Lost Boys") als verlorengegangener Prolopunk-Bruder Katherines und Chris Sarandon ("Die rabenschwarze Nacht - Fright Night") als Rock-'n'-Roll-TV-Evangelist zu sehen. Nebenher betreibt dieser Geistliche hinter der Front eines Beerdigungsinstituts einflorierendes Bordell, dessen Madame die blutsaugende Vampirin Lilith ist. Genau dorthin führt Guttman die Spur des vermißten Bruders, und mit Hilfe des Reverends und Weihwasser-gefüllten Spritzpistolen kommt es mit musikalischer Untermalung des stakkato-stampfenden Sweet-Songs "Ballroom Blitz" zum "From Dusk Til Dawn"-inspirierten Finale. Gegen Ende dieses wenig inspirierten Mix aus Erotik und Horrorkomödie, in der sich immerhin Whoopi Goldberg zu einem Cameo-Auftritt hinreißen ließ, witzelt Millers Charakter, er käme sich vor wie in einer schlechten "Tales From The Crypt"-Episode - womit er den Nagel, wenn auch unfreiwillig, voll auf den Kopf trifft. ara.

Darsteller:  Dennis Miller   als Rafe Guttman
  Erika Eleniak   als Katherine Verdoux
  Angie Everhart   als Lilith
  Chris Sarandon   als Reverend Current
  Corey Feldman   als Caleb Verdoux
  Aubrey Morris   als McCutcheon
  Phil Fondacaro  
  William Sadler  
  Ciara Hunter  
  Leslie Ann Phillips  
  Juliet Reagh  
  Eli Gabay   als Miguel
  Matt Hill   als Reggie
  Eric Keenleyside   als Noonan
  Kim Kondrashoff   als Jenkins
  Robert Munic   als Zeke
  Whoopi Goldberg  
 
Regie:  Gilbert Adler  
Buch:  Allan Katz  
  Gilbert Adler  
Musik:  Chris Boardman  
Kamera:  Tom Priestley Jr.  
Produzent:  Gilbert Adler  
 

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