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Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind

Skurriles Biopic über den populären Fernsehmoderators Chuck Barris, der schwor, als Killer der CIA gearbeitet zu haben.


Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind

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Erhältlich seit:
17.11.2011

Originaltitel: Confessions of a Dangerous Mind

Drama

USA 2002
Laufzeit: 108 Min.
FSK: ab 12

Sam Rockwell
Drew Barrymore
George Clooney

Regie: George Clooney
STUDIOCANAL Home Entertainment Germany

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Unglaublich aber wahr: Der TV-Moderator als CIA-Agent in George Clooneys rasantem Regiedebüt.

Sam Rockwell ist als Liebhaber begehrt! Großansicht

Sam Rockwell ist als Liebhaber begehrt!

Eine Fernsehlegende packt aus: Der amerikanische Moderator und Erfinder von TV-Klassikern wie "The Dating Game" (ein "Herzblatt"-Vorläufer) war nicht nur auf dem Bildschirm ein Star, der Millionen-Einschaltquoten erzielte.

Chuck Barris führte ein Doppelleben, tötete im Auftrag der CIA 33 Menschen. Bis er unter dieser Last zusammenbrach und seine Memoiren schrieb. Jahrelang begleitete er tagsüber die Gewinner der Show auf ihren Reisen, nachts schlug er in geheimer Mission zu - ob in Helsinki oder West-Berlin.

Und ganz nebenbei lagen ihm die Frauen zu Füßen, selbst CIA-Kollegin Julia Roberts kann seinem Charme nicht widerstehen und auch Drew Barrymore hält ihm über die Jahre hinweg die Treue. Erfolgreiche Männer sind eben sexy!

Das beweisen souverän Sam Rockwell in der Titelrolle, der dafür in Berlin einen "Silbernen Bären" gewann. Und George Clooney, der nicht nur in einer prägnanten Nebenrolle besticht, sondern mit dieser schrägen Komödie von "Being John Malkovich"-Autor Charlie Kaufman sein aufsehenerregendes Regiedebüt gibt.

Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind

Schon wieder Charlie Kaufman (siehe "Adaption"). Schon wieder eine Adaption. Diesmal der skurrilen Autobiographie des populären Fernsehmoderators Chuck Barris, der in "Confessions of a Dangerous Mind" Stein auf Bein schwor, neben seinen TV-Aktivitäten verdeckt als Killer der CIA gearbeitet zu haben. Wunderbares Material für Superstar George Clooney, der in seinem stargespickten Regiedebüt (mit Sam Rockwell aus "Drei Engel für Charlie" als Barris) ein sicheres Händchen für den skurril-komischen Stoff beweist, in dem Kaufman einmal mehr schizophren-intellektuelle Konflikte expressiv nach außen kehrt.

In den sechziger Jahren landet der Hotshot Chuck Barris mit "The Dating Game" (das Äquivalent zu unserem "Herzblatt'") einen ersten Sensationserfolg, dem er nach einer Anzahl weiterer Gameshows Ende der Siebziger schließlich "The Gong Show" folgen ließ - einem nach heutigen Maßstäben fast harmlosen "Tiefpunkt" in der Geschichte des Fernsehens, der mit Schadenfreude und Häme ein Millionenpublikum vor den Bildschirm lockte. Wenn "Confessions of a Dangerous Mind" zu Beginn der achtziger Jahre einsteigt, sind die großen Tage Barris' längst vorbei. Nach einem Zusammenbruch hat er sich in einem Hotelzimmer verbarrikadiert, wo er nackt und verwahrlost vor sich hinvegetiert, ohne Ziel und Zweck. Um mit sich selbst ins Reine zu kommen, beginnt Barris mit dem Niederschreiben der Memoiren eines verkorksten und ausgesprochen ungewöhnlichen Lebens. Mit ihm unternimmt der Zuschauer eine Reise zurück in lange vergangene Kindheitstage, wo Chucks ewiger Minderwertigkeitskomplex seinen Ausgang nimmt, als er eine Freundin zu Oralverkehr überredet. Fortan ist die Jagd nach schnellem, unverbindlichen Sex für den jungen Mann mindestens ebenso wichtig wie das Streben nach schnellen, unverbindlichen Erfolg beim Medium Fernsehen. Nicht einmal die überraschende Liebe des freidenkenden Blumenkindes Penny (Drew Barrymore auf den Punkt besetzt) gibt ihm den nötigen Rückhalt, sodass Barris auf die Avancen eines geheimnisvollen Mannes (Clooney selbst) reagiert, der ihn als Auftragskiller für den CIA rekrutieren will. Es ist eine aufregende Welt, in die der aufstrebende Fernsehproduzent da eintaucht, angefüllt mit versteckten Ausbildungscamps, undurchschaubaren Femme fatales (Julia Roberts mit viel Spaß an einer kleinen Rolle) und waghalsigen Aufträgen an den Krisenherden der Welt (Mexiko, Ost-Berlin). Das Doppelleben gerät allerdings alsbald außer Kontrolle: Während Barris mit "The Gong Show" zur nationalen Berühmtheit wird, muss er erkennen, dass ihn die Leute der eigenen Agentur beseitigen wollen.

Als Chuck Barris "Confessions of a Dangerous Mind" veröffentlichte, waren selbst engste Vertraute verblüfft: Keiner konnte die CIA-Geschichten bestätigen, niemand sie entkräften: Dem unglaublich zurückgezogenen und zur Paranoia neigenden Barris traute man alles zu. Auch Clooney und Kaufman wollen sich nicht festlegen: Von Anfang an gestalten sie die extrem stilisierten Szenen im mit kräftigen Farben ausgeleuchteten Popart-Look, als wäre beides möglich. Der Killer im Manne als reales Jerry-Cotton-Abenteuer, aber auch als Manifestation einer Seite des Wesens von Barris - das Animalische, Atavistische. Dieser Ansatz wird mit zunehmender Dauer des Films verstärkt, weil Clooney nun auch beginnt, das "reale" TV-Leben Barris' so überzogen zu gestalten, dass nicht mehr ganz klar wird, ob das tatsächlich so stattgefunden haben soll oder auch nur in der Fantasie Barris' in dieser Form stattgefunden hat. Being Chuck Barris - das ist die Maßgabe für diesen pfiffigen und ungewöhnlichen Film, der zwar nicht ganz so komplex wie der ebenfalls auf der Berlinale laufende "Adaption" ist, aber Clooney als gelehrigen Schüler seiner Regisseure Steven Soderbergh und David O. Russell erweist. Zahlreiche In-Jokes und Cameos von Freunden wie Brad Pitt und Matt Damon unterstützen den verspielten Charakter dieses originellen Geständnisses, der in den Einzelteilen zwar etwas gelungener ist als in der Summe, aber seinen Platz im Wettbewerb des ersten A-Festivals des Jahres redlich verdient. ts.

Geständnisse - Confessions of a Dangerous Mind

Chuck Barris träumt von einer Karriere im boomenden TV-Geschäft der 1950er-Jahre. Heiße Frauen, große Autos und das schnelle Geld. Tatsächlich gelingt es ihm, mit den Shows "Herzblatt" und der "Gong Show" die Herzen der Zuschauer zu erobern. Als er von dem geheimnisvollen Jim Byrd als Auftragskiller der CIA rekrutiert wird, glaubt Barris zunächst an einen Scherz. Doch fortan sollen Paranoia, Zukunftsängste und der Kick beim Töten das Doppelleben des Entertainers bestimmen.

Quelle: Studiocanal

Audiokommentar von George Clooney und Kameramann Newton Thomas Sigel; Auftritte in der "Gong Show"; Chuck Barris - Die "wahre" Geschichte; Hinter den Kulissen; Probeaufnahmen mit Sam Rockwell; Zusätzliche Szenen; Wendecover

Quelle: Studiocanal

Darsteller:  Sam Rockwell   als Chuck Barris
  Drew Barrymore   als Penny
  George Clooney   als Jim Byrd
  Julia Roberts   als Patricia
  Rutger Hauer   als Keeler
  Maggie Gyllenhaal   als Debbie
  Kristen Wilson   als Loretta
  Jennifer Hall   als Georgia
  Chuck Barris  
  Jim Lange  
  Gene Patton  
  Jaye P. Morgan  
  Dick Clark  
  Murray Langston  
  Brad Pitt  
  Matt Damon  
 
Regie:  George Clooney  
Buch:  Charlie Kaufman  
Musik:  Alex Wurman  
Kamera:  Newton Thomas Sigel  
Produzent:  Andrew Lazar  

Clooney nicht mehr schön genug?

Rudelweise lässt sein Gesicht die Frauen in die Kinos strömen. Wo er auftaucht, liegen ihm die Fans zu Füßen. Und doch macht sich einer der attraktivsten Männer der Welt Sorgen.

Blickt skeptisch in die Zukunft: George Clooney

Blickt skeptisch in die Zukunft: George Clooney

Mit seinen 41 Jahren ist George Clooney zwar nicht mehr der Jüngste, aber dennoch gerade im richtigen Alter, um seine weiblichen Anhänger mit geballter Männlichkeit um den kleinen Finger zu wickeln.

Kann man sich vorstellen, dass dieser Traum von einem Mann eines Tages nicht mehr schön genug sein wird, um vor die Kamera zu treten? Man kann nicht, und will vor allem auch gar nicht.

Und trotzdem: George Clooney hat so seine Zweifel an der Beständigkeit seines Aussehens. Seiner Meinung nach gibt es außer Paul Newman und Robert Duvall keine anderen Schauspieler, die noch in hohem Alter auf der Leinwand frisch und ansehnlich wirken. Dabei möchte er sich auf keinen Fall mit diesen Hollywoodgrößen vergleichen, die nicht nur durch optische, sondern vor allem durch darstellerische Qualitäten zu Legenden wurden.

Für den Fall der übermäßigen Faltenbildung bereitet Clooney sich jetzt schon mal auf eine Karriere hinter der Kamera vor. Nachdem sein Regiedebüt "Confessions of a Dangerous Mind" durchweg gute Kritiken erntet, entwickelt sich dieses zweite Standbein zu einer durchaus erstrebenswerten Alternative.

Aber bis es soweit ist und er sich endgültig aus dem Rampenlicht zurückzieht, vergehen mit Sicherheit noch viele Jahre. Da bleibt "Solaris" hoffentlich nicht der letzte Film, in dem man sich von seinem knackigen Hinterteil überzeugen darf...

 

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