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Verhaltenes Arthouse-Drama um eine deutsche Künstlerin, die ihre verstorbene taiwanesische Geliebte wiederzusehen glaubt.


Ghosted (OmU)

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Erhältlich seit:
23.11.2009

Drama/ Mystery

Deutschland/Taiwan 2009
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Inga Busch
Hu Ting-ting
Ko Huan-ju

Regie: Monika Treut
Salzgeber & Co. Medien

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Künstlerin will den Tod ihrer großen Liebe verarbeiten und trifft auf eine Doppelgängerin.

Sophie trifft auf Mei-li (Foto: Salzgeber) Großansicht

Sophie trifft auf Mei-li (Foto: Salzgeber)

Die Hamburger Videokünstlerin Sophie (Inga Busch) und die junge taiwanesische Einwanderin Ai-ling (Ko Huan-ju) haben gerade erst ihre Liebe zueinander entdeckt, als Ai-ling unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt. Erschüttert reist Sophie in das Land ihrer Freundin, um dort ihren Tod zu verarbeiten und eine Ausstellung zu eröffnen.

In Taipeh begegnet sie der Journalistin Mei-li (Hu Ting-ting), die ein besonderes Interesse an Sophies und Ai-lings gemeinsamer Vergangenheit hat. Was verbirgt die junge Frau, die Ai-ling ungemein ähnlich sieht?

Durch ihren in Taiwan spielenden Dokumentarfilm "Den Tigerfrauen wachsen Flügel" von 2005 hat Regisseurin Monika Treut ihre Liebe zu dem Land entdeckt und setzt diese in ihrer deutsch-taiwanesischen Koproduktion um.

In Taiwan will Sophie Ai-lings Tod verarbeiten (Foto: Salzgeber) Großansicht

In Taiwan will Sophie Ai-lings Tod verarbeiten (Foto: Salzgeber)

Mystische Elemente

In dem verhaltenen, mystisch-mehrdeutigen Arthouse-Drama nimmt sich Treut künstlerische und erzählerischen Freiheiten, wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen und Schauplätzen und verknüpft asiatischen Geisterglaube mit dem europäischen Doppelgängermotiv. Im Zentrum steht der jeweilige kultureigene Umgang mit dem Tod.

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Verhaltenes, feinfühliges Arthouse-Drama um eine deutsche Künstlerin, die ihre verstorbene taiwanesische Geliebte wiederzusehen glaubt.

Die Geister der Vergangenheit können nicht ruhen in einem ungewöhnlichen Mix, mit dem Monika Treut ("Begegnung mit Werner Schroeter") zahlreiche Queer-Festivals besuchte. Angeregt durch ihre Dokumentation "Den Tigerfrauen wachsen Flügel", zeigt sich die Regisseurin weiterhin fasziniert von der Insel Taiwan, deren Volksglaube eine gewichtige Rolle in dem Drama um Liebe, Verlust, Trauer und Versäumnisse spielt. Ihr Low-Budget-Film mit allen künstlerischen und erzählerischen Freiheiten vermengt das europäische Doppelgängermotiv mit asiatischen Geistergeschichten zu einem mehrdeutigen, mystischen Memento mori.

Als die Videokünstlerin Sophie (schmucklos spröde: Inga Busch) in Taipeh eine Ausstellung eröffnet, die ihrer unter ungeklärten Umständen in Hamburg ums Leben gekommenen Geliebten Ai-ling (Huan-Ru Ke) gewidmet ist, heftet sich die angebliche Journalistin Mei-Li (Ting-Ting Hu) hartnäckig an ihre Fersen. Sie interessiert sich nicht nur auffällig für Ai-lings Schicksal und verbringt eine intime Nacht mit Inga, sondern sie erinnert diese auch auf irritierende Weise an ihre tote Freundin.

Nun bricht Monika Treut die Handlung auf und verwebt Gegenwart und Vergangenheit zu einer nicht linearen Meditation, die vom Nicht-vergessen-wollen erzählt und wie die Obsession uns beherrschen kann. Ihre in meist dunklen Farben die urbane Poesie der Städte Hamburg und Taipeh ergründende Suche nach Wahrheit legt einige Fährten aus und erhält erst nach einer gewissen Laufzeit einen mysteriösen Drall. Es überlappen und missverstehen sich zwei einander fremde Kulturkreise. Der traditionelle chinesische Geistermonat wird in die unspektakuläre, leise Mär integriert: Im siebten Monat des Mondkalenders werden nach altem Brauch die Ahnen verehrt und besänftigt. Für Sophie bedeutet dies: Abschied nehmen.

tk.

Darsteller:  Inga Busch   als Sophie Schmitt
  Hu Ting-ting   als Mei-Li Wang
  Ko Huan-ju   als Ai-Ling
  Michael Varnhorn   als Gottfried Jaspers
  Tze-Ping Su   als Mr. Hsie
  Jacques-Yves Giga   als Marcel Bouvier
  Cheng-Yi Yang   als Zie-Tian
  Kevin Shih Hung Chen   als Patrick
  Jack Kao   als Chen-Fu
  Nick Dong-Sik   als Mr. Lee
  Marek Harloff   als Leon
  Yi-Ching Lu   als Ya-Ching
 
Regie:  Monika Treut  
Buch:  Astrid Ströher  
  Monika Treut  
Musik:  Uwe Haas  
Kamera:  Bernd Meiners  
Produzent:  Monika Treut  
 

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Inga Busch

1991 gab Inga Busch in Detlev Bucks Erfolgskomödie "Karniggels" ihr Leinwand-Debüt Seitdem ist sie eine feste Größe in der deutschen Film- und...