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Gier

TV-Zweiteiler von Dieter Wedel über die betrügerischen Machenschaften eines Hochstaplers (Teil 1: Mit Glanz und Gloria / Teil 2: Das Duell).


Gier

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Erhältlich seit:
22.01.2010

Komödie/ Thriller

Deutschland 2009
Laufzeit: 180 Min.
FSK: ab 12

Ulrich Tukur
Jeanette Hain
Devid Striesow

Regie: Dr. Dieter Wedel
EuroVideo Bildprogramm

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Gier

Allenfalls finstere Pessimisten können von sich behaupten, schon 2005 geahnt zu haben, dass die Welt wenige Jahre drauf von einer Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes erfasst werde. Dank eines fast schon unheimlich anmutenden Gespürs für Themen, die in der Luft liegen, präsentiert Dieter Wedel mit "Gier" den Film zur Krise.

Nach seinem Kommentar zum Gesundheitssystem ("Mein alter Freund Fritz") und dem Trennungsdrama "Papa und Mama" konzentriert sich der Autor und Regisseur auf einen Aspekt, der sich wie ein roter Faden durch sein filmisches Schaffen zieht. Ganz gleich, ob es um Hausbau, Politik, Scheidung oder um einen Kiezkönig ging: Schmiermittel der Geschichten war immer das Geld. Im Zentrum von "Gier" steht der charismatische Finanzmakler Dieter Glanz, der Gläubiger um sich schart wie ein Sektenführer Anhänger: Sie erfüllen seine Forderungen selbst dann noch, als Dieters Glanz offenkundig nur noch schöner Schein und Midas längst als Scharlatan entlarvt ist.

Während der durchaus verwandte Gordon Gekko ("Wall Street") vor allem durch seine Diabolik faszinierte, ist Dieter Glanz ein durchaus sympathischer, lebensfreudiger Mensch, der sich schließlich sogar überzeugend als Opfer des grenzenlosen Vertrauens seiner Anhänger darstellt. Selbst wenn sich der Film der Form halber ausdrücklich von realen Vorbildern distanziert: Glanz ist unschwer als Jürgen Harksen zu erkennen. Wedel macht auch gar keinen Hehl daraus: Wie Harksen, so hat Glanz einst als Gerichtsvollziehergehilfe angefangen; wie jener, so gaukelt auch dieser seinen Kunden eine Rendite von 1300 Prozent vor.

Ulrich Tukur, schon Hauptdarsteller in "Mein alter Freund Fritz", ist eine prächtige Besetzung für die Rolle des Hochstaplers: Leichtfüßig tänzelt Glanz durch die verhängnisvollen Entwicklungen, die er selbst verursacht hat, eher ein Getriebener als ein Schurke; in stillen Momenten erschrickt er sogar selbst über das, was er angerichtet hat. Seine Ideen sind mal genial, mal schlichte Taschenspielertricks; vor allem aber ist er ein begnadeter Bluffer. Um dieses Zentralgestirn gruppiert Wedel ein wie üblich verschwenderisch besetztes Ensemble (unter anderem Uwe Ochsenknecht, Kai Wiesinger, Katharina Wackernagel, Sibel Kekilli sowie Wedels Stammspieler Heinz Hoenig), aus dem Devid Striesow als Zauberlehrling herausragt: Andy Schroth erliegt zwar allen möglichen fleischlichen Genüssen, bewahrt sich aber aller Verblendung zum Trotz in dieser Welt des schönen Scheins eine gewisse Unschuld.

Während der erste Film mit Schauwerten und Szenenwechseln nur so protzt, inszeniert Wedel Teil zwei als rasenden Stillstand: Glanz ist nach Südafrika geflohen. Sein Gefolge folgt ihm wie ein Kometenschweif und vertreibt sich das Warten auf die versprochene unmittelbar bevorstehende Ausschüttung mit einer Dauerparty; ein Tanz auf dem Vulkan. tpg.

Gier

Teil 1: Mit Glanz und Gloria, Teil 2: Das Duell
Der charismatische Finanzmagier Dieter Glanz (Ulrich Tukur) hat offenbar die Lizenz zum Gelddrucken. Seine begeisterten Anleger schwärmen von außergewöhnlichen Renditen. Auch der junge Andy Schroth (Devid Striesow), von Beruf Immobilienmakler, lässt sich von der allgemeinen Profitgier anstecken. Er leiht sich Geld von Arbeitskollegen und von seinen Eltern und schafft es, in den kleinen Kreis exklusiver Investoren aufgenommen zu werden. Gemeinsam mit Dieter Glanz feiert er rauschende Partys und träumt in Champagnerlaune vom ganz großen Reichtum.
Noch ahnt niemand, dass die Freigebigkeit von Glanz, der Luxus, mit dem er sich umgibt, nur Mittel zum Zweck sind. Die Anleger sollen in Sicherheit gewogen werden, nicht durchschauen, dass sie es selbst sind, die den ganzen riesigen Aufwand finanzieren und immer wieder frisches Geld investieren. Sie folgen dem Betrüger wie einem ,,Guru". Und plötzlich zerplatzt der Traum vom schier unbegrenzten Reichtum ...


Teil 1: Mit Glanz und Gloria
Der charismatische Finanzmagier Dieter Glanz hat offenbar die Lizenz zum Gelddrucken. Seine begeisterten Anleger schwärmen von außergewöhnlichen Renditen. Auch der junge Andy Schroth, von Beruf Immobilienmakler, lässt sich von der allgemeinen Profitgier anstecken. Er leiht sich Geld von Arbeitskollegen und von seinen Eltern und schafft es, in den kleinen Kreis exklusiver Investoren aufgenommen zu werden. Gemeinsam mit Dieter Glanz feiert er rauschende Partys und träumt in Champagnerlaune vom ganz großen Reichtum.
Noch ahnt niemand, dass die Freigebigkeit von Glanz, der Luxus, mit dem er sich umgibt, nur Mittel zum Zweck sind. Die Anleger sollen in Sicherheit gewiegt werden, nicht durchschauen, dass sie es selbst sind, die den ganzen riesigen Aufwand finanzieren und immer wieder frisches Geld investieren.

Teil 2: Das Duell
Wie viele andere hat auch der junge Andy Schroth sein gesamtes Geld dem Finanzjongleur Dieter Glanz anvertraut. Doch die versprochene Gewinnausschüttung verzögert sich immer wieder. Der Traum von der schnellen Rendite wird zum Albtraum. Die Staatsanwaltschaft befasst sich mit den fragwürdigen Geschäftsmodellen von Dieter Glanz, der sich inzwischen nach Südafrika abgesetzt hat. Seine unbeirrbaren Jünger sind ihm dorthin gefolgt. Im Verlauf der Geschichte wird aus der verschwenderischen Luxusvilla, in der Glanz residiert, immer mehr ein streng bewachtes Straflager, aus dem keiner mehr herauskommt. Als Andy schließlich Glanz die Pistole auf die Brust setzt, spitzt die Situation sich dramatisch zu.

Quelle: EuroVideo

Darsteller:  Ulrich Tukur   als Dieter Glanz
  Jeanette Hain   als Gloria Glanz
  Devid Striesow   als Andy Schroth
  Katharina Wackernagel   als Sabine Schroth
  Heinz Hoenig   als Vater Schroth
  Cordula Trantow   als Mutter Schroth
  Uwe Ochsenknecht   als Leon Grünlich
  Marion Mitterhammer   als Vera Grünlich
  Sibel Kekilli   als Nadja Hartmann
  Harald Krassnitzer   als Hajo Novak
  Isa Haller   als Isa Novak
  Kai Wiesinger   als Alfi Baumer
  Regina Fritsch   als Uschi Baumer
  Gerd Wameling   als Heiner Kuntze
  Sabine Orléans   als Eva Wendler
  Alexander Held   als Oberstaatsanwalt Dr. Sasse
  Mariella Ahrens   als Kriminalbeamtin Renate Behrend
  Dieter Laser   als General Klaus Habenicht
  Bibiana Beglau   als Senatorin
  Robert Hunger-Bühler   als Anwalt Dr. Thomas Engels
  Andreas Christ   als Tommy
  Peter Lerchbaumer   als Siegmar Oelig
  Tamara Barth   als Chefsekretärin Jutta
  Tilo Keiner   als Joern Hickel
  Dominique Voland   als Nicole
  Wiebke Puls   als Abteilungsleiterin
  Anouschka Renzi   als Barbara Ewert
  Peter Striebeck   als Bürgermeister
  Frank Elstner  
 
Regie:  Dr. Dieter Wedel  
Buch:  Dr. Dieter Wedel  
Musik:  Harold Faltermeyer  
  Eberhard Schoener  
Kamera:  Wedigo von Schultzendorff  
Produzent:  Dr. Matthias Esche  
  Jan S. Kaiser  
  Jürgen Kriwitz  

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