
Pippo und Melia waren einst die gefeierte Kopie des Tanzpaares Ginger Rogers und Fred Astaire. Nach Jahrzehnten treffen sie sich wieder, um in einer banalen vorweihnachtlichen Nostalgie-Show des Fernsehens aufzutreten und zu steppen. Das Fernsehstudio erweist sich als Irrenhaus. Pippo, der heruntergekommener Hausierer, und Amelia, die kleinbürgerliche Witwe und Oma geworden ist, reagieren mit Charme und Widerwillen. Trotz einer Panne beim Auftritt wahren die beiden Profis ihre Würde.
Fellinis drittletzter Film ist eine geistreiche Satire und bitterbös sarkastische Abrechnung mit dem italienischen Privatfernsehen und der Werbung als wesentlichen Medien von Massenunterhaltung und seelenlos obszöner Bewusstseinsindustrie. Fellini stellt dem organisierten Wahnsinn der grotesken Lach-Maschinerie den roten Faden der Nostalgie von Pippo und Amelia entgegen, die den monströsen Fantasien Zärtlichkeit, Poesie und die Kraft der Erinnerung entgegenstellen.