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Leihvideo
Erhältlich seit:
29.09.2005
USA 2000
Laufzeit: 164 Min.
FSK: ab 16
Russell Crowe
Joaquin Phoenix
Connie Nielsen
Regie: Ridley Scott
Universal Pictures Germany

Ridley Scott, zuletzt für "Die Akte Jane" (663.448 Besucher) zurecht von der Kritik nicht gerade freundlich behandelt, gibt hier wieder eine Kostprobe seines außergewöhnlichen Talents. Unter schwierigsten Drehbedingungen hat der erfolgsverwöhnte Brite in den englischen Wäldern von Aldershot, in Marokko und auf Malta sein "Speer und Sandalen"-Epos in Szene gesetzt, das den Vergleich zu Kubricks "Spartacus" - gewisse Parallelen sind unübersehbar - und streckenweise sogar zu William Wylers "Ben Hur" nicht zu scheuen braucht.
Rund 107 Millionen Dollar haben die Studios DreamWorks und Universal sich diesen Monumentalfilm kosten lassen - ein durchaus mutiges Unterfangen, bedenkt man, dass im Jahre 1963 der Kapitalflop von Joseph L. Mankiewicz' ähnlich gelagertem "Cleopatra" dazu führte, dass Werke dieser Art wegen explodierender Kosten und abnehmendem Zuschauerinteresses von der Leinwand verschwanden. Andererseits wurde das ebenfalls totgesagte Katastrophenfilm-Genre der 70er Jahre jüngst - dank innovativer Computertechnik und einer ordentlichen Portion human touch - mit Blockbustern wie "Independence Day" und "Titanic" dermaßen erfolgreich wiederbelebt, dass auch hier ein Erfolg prädestiniert scheint.
Scott, ehemals Student am Royal College of Art, der sich angeblich von dem Gladiatoren-Gemälde pollice verso (zu deutsch: Daumen nach unten) des französischen Künstlers Jean-Léon Gérôme inspirieren ließ, beginnt seinen Film im Jahre 180 nach Christi. Der hochdekorierte Feldherr Maximus - der überzeugende Russell Crowe, nach "Insider" wieder mit Idealgewicht - steht mit seinen Legionen hoch im Norden des römischen Reichs, kurz davor die germanischen Stämme endgültig zu unterwerfen. Nach einer furiosen, im gespenstischen Halbdunkel der Wälder ausgefochtenen Schlacht, einer in Ton und Bild Best-of-Mischung aus "Excalibur", "Der 13te Krieger" und Hollywoods aktuellsten pyrotechnischen Effekten, steht Kaiser Marc Aurel am Ziel seiner Träume: Alle Feinde sind besiegt, die Grenzen gefestigt. Nun gilt es einen Nachfolger zu installieren. Der greise Marc Aurel denkt an seinen bevorzugten General, den Outsider Maximus, während sein Sohn Commodus - Joaquin Phoenix in ähnlich bestechender Form wie in "8 MM" - fest damit rechnet, als Thronfolger eingesetzt zu werden.
An dem an dieser Stelle geführten Dialog offenbart sich die einzige, relative Schwäche des Historien-Spektakels, sieht man von den eingestreuten, für manche etwas aufgesetzt und esoterisch wirkenden Traumsequenzen Maximus' ab: Das Drehbuch ist unausgereift und stellenweise holprig. Drei Autoren, David Franzoni, er entwickelte die Idee zum Film 1996, als er Spielbergs "Amistad" schrieb, John Logan ("An jedem verdammten Sonntag") und William Nicholson ("Shadowlands"), bastelten an der Story, die teilweise parallel zu den Dreharbeiten zu Papier gebracht wurde.
Mit der Entscheidung seines Vaters unzufrieden, tötet Commodus diesen und versucht auch Maximus zu ermorden. Dem gelingt die Flucht, die ihn zunächst in die Gladiatorenschule des Proximo und schließlich ins Kolosseum Roms führt. Von hier aus startet er, mit Hilfe seiner bärenstarken Mitstreiter - darunter der deutsche Muskelmann Ralph Moeller und der seit "Amistad" Revolte-erfahrene Djimon Hounsou -, seinen Rachefeldzug gegen Commodus.
In der Hauptstadt des Imperiums angekommen, entfaltet "Gladiator" denn auch seine gesamte optische Brillanz. Am Computer ist ein antikes Rom entstanden, das "echter" nicht sein könnte. Und die erste Arena-Kampfsequenz - weitere mit Tigern, Löwen und Hyänen sowie dem obligaten, alles entscheidenden Duell Mann gegen Mann folgen - mit rasenden Streitwagen, stellt selbst das Rennen aus "Ben Hur" und den pod race aus "Star Wars: Episode I" in den Schatten.
Schauspielerische Glanzlichter setzen die Haudegen Richard Harris als Marc Aurel und der während der Dreharbeiten auf Malta in einer Bar verstorbene Oliver Reed als Proximo. Er hatte bis zu seinem Tod schon alle Szenen bis auf eine abgedreht. Diese eine Aufnahme wurde durch eine andere ersetzt, die das Effekte-Team am Computer entsprechend veränderte.
Mit "Gladiator" ist Ridley Scott ein blutiges, spektakuläres und stellenweise atemraubendes Helden-Epos geglückt, das "Black Rain" und "1492 - Die Eroberung des Paradieses" näher steht als "Blade Runner" und "Thelma & Louise", der UIP aber ohne all zuviel Anstrengung ähnliche Umsätze wie "Alien" bringen sollte. geh.
| Darsteller: | Russell Crowe | als Maximus | |
|---|---|---|---|
| Joaquin Phoenix | als Commodus | ||
| Connie Nielsen | als Lucilla | ||
| Oliver Reed | als Proximo | ||
| Derek Jacobi | als Gracchus | ||
| Djimon Hounsou | als Juba | ||
| Richard Harris | als Marc Aurel | ||
| David Hemmings | als Cassius | ||
| Ralf Moeller | als Vibius | ||
| Spencer Treat Clark | |||
| Tomas Arana | |||
| Regie: | Ridley Scott | ||
| Buch: | David H. Franzoni | ||
| Bill Nicholson | |||
| John Logan | |||
| Musik: | Hans Zimmer | ||
| Lisa Gerrard | |||
| Kamera: | John Mathieson | ||
| Produzent: | Douglas Wick | ||
| David H. Franzoni | |||
| Branko Lustig | |||
Gladiator (Extended Special Edition) in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deutsch, Engl. f. Hörg.
Bildformat: 1:2,35/16:9
Extras: Einführung, Audiokommentar, Trivia Track
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