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Godzilla

Maßgeschneiderter, von Effekten strotzender Blockbuster von Roland Emmerich.


Godzilla

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Erhältlich seit:
16.03.1999

Action/ Science Fiction

USA 1998
Laufzeit: 133 Min.
FSK: ab 12

Matthew Broderick
Jean Reno
Maria Pitillo

Regie: Roland Emmerich
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Godzilla

Französische Atombombentests im Muroroa-Atoll haben Godzilla, die monströse Mutation einer Echse, erschaffen. Als das Ungeheuer in New York auftaucht, bricht Panik aus. Innerhalb weniger Stunden verwüstet Godzilla die Millionen-Metropole. Fieberhaft sucht der Biologe Nick Tatopoulos mit Hilfe des Militärs nach einer Möglichkeit, das Monster zu töten. Da stellt sich heraus, daß die Riesenechse schwanger war und irgendwo in den U-Bahnschächten Manhattans seine Eier abgelegt hat. Der Fortbestand der Menschheit ist gefährdet...

Basierend auf dem gleichnamigen japanischen Monster-Spektakel aus dem Jahre 1954 hat "Independence Day"-Macher Roland Emmerich eine rabiate Zerstörungsorgie inszeniert, die 1998 ihresgleichen suchte. Die Eckpfeiler dieses düsteren Apokalypse-Schockers, dessen größtes Manko das schwache Drehbuch darstellt, sind die brillanten Spezialeffekte, der eingängige Soundtrack (u.a. Puff Daddys "Come With Me") und die Non-Stop-Action. Unter den Schauspielern ist Jean Reno, der in der Rolle des französischen Geheimagenten glänzt, hervorzuheben. Für Sci-fi-, Horror- und Fantasy-Freaks ein Muß!

Godzilla

"Size matters!" Unter diesem Slogan und mit beispielloser technischer Perfektion liefert Roland Emmerich das ultimative Konzept-Movie Hollywoods. Schöpfern wie Vermarktern kam es auf die Größe an: Monströsere Dimensionen als der neue, furchterregend bewegliche "Godzilla", dessen Look bis zuletzt wie ein Staatsgeheimnis gehütet wurde, hat deswegen nur die Erwartungshaltung des Publikums gesteigert, die Sony durch einen gigantisch orchestrierten Marketing- und Media-Hype geschürt hat. Knapp 75 Mio. Dollar in den ersten sieben Tagen geben Frankenstein Emmerich und seinem Filmmonster in der Größenordnung recht.

Nach 22 Filmen, in denen im Auftrag der Filmfirma Toho ein Japaner im Latexanzug achtlos durch ein Modell von Tokio schlurfte, läßt jetzt Roland Emmerich in Sonys Diensten seine zerstörungswütige High-Tech-Version des klassischen Monsters auf Manhattan los. Und alles, was digitale Postproduction heute kann, wird eingesetzt, um die perfekte Illusion schaffen und eine neue Dimension der Destruktion zu erreichen, in der kaum eine New Yorker Sehenswürdigkeit unbeschädigt bleibt. Uneingeschränkt beeindrucken Knowhow, Sorgfalt, Phantasie und Bildwitz, mit der Emmerich, Produzent Dean Devlin und ihr Team von Spezialeffekte-Künstlern den brachialen Amoklauf der Giga-Echse so glaubwürdig wie nur möglich umsetzen. Godzilla selbst, ein durch Drachen inspirierter und durch Atomtests mutierter, wütender Leguan auf zwei strammen Läufen hat seinem Designer Patrick Tatopoulos viel von seiner unmittelbaren Wucht zu verdanken. In punkto Mienenspiel allerdings bleibt Spielbergs T-Rex auch weiterhin der versiertere Mime. Produktionsdesigner Oliver Scholl und Visual-Effects-Wizard Volker Engel komponieren den Terror in den Straßen des Big Apples so überwältigend, daß das 13.000köpfige Premierenpublikum in New Yorks Madison Square Garden jedesmal wieder zu Jubelstürmen hingerissen wurde, wenn die Fernost-Eidechse das Stadtbild dauerhaft umgestaltete.

Top secret bis zuletzt blieb aber nicht nur Godzillas Gesamtansicht, die im fertigen Film meist doch nur partiell zu besichtigen ist, sondern auch der Plot des Tierdesasters. Der scheint auch allen Schauspielern verheimlicht worden zu sein, so aufrichtig verblüfft mit weit klaffenden Mündern rennen sie panisch durch immer neue nur anfangs intakte Wolkenkratzerschluchten. Abgesehen vom pfiffigen Konzept bleibt als Story zumindest die hübsche Idee, aus dem Monster keinen männlichen Rüpel sondern ein trächtiges und beachtlich wütendes, weil um seine Brut besorgtes Weibchen zu machen, das in einer raschen Montage wegen weniger (französischer) Atomversuche zu furchterregender Größe schwillt, und in New Yorks Madison Square Garden einen geeigneten Nistplatz findet.

Kein aufrichtig vom Publikum vermißter Will Smith, sondern Matthew Broderick ("In Sachen Liebe") ist der auf radioaktive Fehlentwicklungen spezialisierte Biologe, der instinktiv Godzillas Schliche wittert. Mit einem kleinen Trupp aus furchtlosen Echsenjägern, aus konzeptionellen Gründen hilfreich verstärkt um Jean Reno als dubiosem Franko-007, treffen sie auf die frisch geschlüpfte Brut, die Spielbergs Velociraptoren in nichts an Wendigkeit nachstehen und eine Terminierung der historischen Mehrzweckhalle erforderlich machen. Der letzte Showdown, den nur das Militär gewinnen kann und der New York um eine weitere bauliche Attraktion bringt, gehört Godzilla.

Überhaupt: Godzilla gibt es fast mehr als genug fürs Eintrittsgeld, in ausgewachsener Form und dutzendfach im Babyformat. Die Kids im Kino erleben den Joyride der Saison, ein turbulenteres Popcorn-Movie wird dieses Jahr nicht bringen. Wer auf einen fundierten Plot mit technologiekritischen Konnotationen hofft, muß andere Cannes-Beiträge sichten. Umgekehrt dürften mehr Spielraum für seine Akteure aus Fleisch und Blut, mehr Dialogwitz, eine raffiniertere Handlungsentwicklung und weniger computergenerierte Hatz durch die fotogene Metropole "Godzilla" sicher längere Legs am Boxoffice gegeben haben. So bleibt das erste Monsterwochenende sicher hinter den hochgesteckten Erwartungen von Sonys Hype-Anheizern. Aber auch im Schatten von "ID4" lassen sich für Emmerichs Special-Effects-Spektakel welt- und verwertungskettenweit höchst kommerzielle Weidegründe finden. uh.

Darsteller:  Matthew Broderick   als Dr. Niko Tatopoulos
  Jean Reno   als Philippe Roache
  Maria Pitillo   als Audrey Timmonds
  Hank Azaria   als Victor "Animal" Palotti
  Kevin Dunn   als Colonel Hicks
  Michael Lerner   als Mayor Ebert
  Harry Shearer   als Charles Caiman
  Arabella Field   als Lucy Palotti
  Vicki Lewis   als Dr. Elsie Chapman
  Doug Savant   als Sergeant O'Neal
  Malcolm Danare   als Dr. Mendel Craven
  Lorry Goldman   als Gene
  Christian Aubert   als Jean-Luc
  Philippe Bergerone   als Jean-Claude
  Frank Bruynbroek   als Jean-Pierre
  François Giroday   als Jean-Philippe
 
Regie:  Roland Emmerich  
Buch:  Dean Devlin  
  Roland Emmerich  
Musik:  David Arnold  
Kamera:  Ueli Steiger  
Produzent:  Dean Devlin  

"Bloodsport" reloaded

"Bloodsport" gehört zu den erfolgreichsten Kampfsport-Filmen aller Zeiten. Das weckt natürlich Begehrlichkeiten.

Jean-Claude Van Damme weist als amerikanischer Kämpfer Frank Dux Fiesling Bolo Yeung in die Schranken (Foto: Fox) Großansicht

Jean-Claude Van Damme weist als amerikanischer Kämpfer Frank Dux Fiesling Bolo Yeung in die Schranken (Foto: Fox)

Für die einen ist es finsterer Trash, für die anderen Kult - und wenn es nur lange genug abgehangen hat, schnappt es sich ein wagemutiger Regisseur und reanimiert es. Meistens natürlich mit einem ungleich höherem Budget als beim Original. Das war so bei "Godzilla", "Captain America", "Frankensteins Todesrennen" sowie zahllosen ähnlichen Zelluloid-Perlen - jetzt sind Jean-Claude Van Dammes Frühwerke an der Reihe.

James McTeigue ("V for Vendetta", "The Raven") will nämlich "Bloodsport" noch einmal zu neuen Ehren führen - den Kampfsportfilm von Regisseur Newt Arnold aus dem Jahre 1988, in dem sich der damals 28-jährige Jean-Claude Van Damme in die Herzen aller Handkanten-Fans kickte und kloppte. Als amerikanischer Kampfsportler Frank Dux durfte er damals in einem Kumite genannten Wettkampf gegen den grandios bösen (und ebenso kämpfenden) Bolo Yeung gewinnen. In seiner Neuverfilmung, für die Robert Mark Kamen ("Taken") eine tragfähige Story beisteuern soll, wird er sich angeblich dem Kampfstil Vale Tudo zuwenden - also einer speziellen Form des Freikampfes, bei der nahezu alles erlaubt ist, wenn's denn der Schwächung des Gegners dient.

Und gleich noch einer...

"Alte JCVD-Filme? Eigentlich 'ne gute Idee", findet offenbar auch Regisseur Stephen Fung ("Tai Chi Hero"). Aber nachdem "Bloodsport" ja schon weg war, greift er einfach in die Filmgeschichte des darauf folgenden Jahres 1989 - und zieht "Kickboxer" hervor. Die Story des hierzulande etwas sperrig betitelten "Karate Tiger 3 - der Kickboxer" kann man sich an dieser Stelle getrost sparen. Statt dessen tut es auch ein Zitat aus dem Lexikon des Internationalen Films: "Ein mit Folklore, Vietnam-Bewältigung und mythischem Firlefanz verbrämter Actionfilm von rassistischer, fast faschistoider Grundtendenz, die den blonden, muskelbepackten Helden zum Übermenschen stilisiert."

Aha. Aber jeder Film hat bekanntlich sein Publikum: 400.000 Zuschauer lockte das Handkanten-Spektakel nichtsdestotrotz in die deutschen Kinos. Und das ist vermutlich eher der Grund, warum eine Neuverfilmung in Erwägung gezogen wurde - und nicht primär seine kulturelle Bedeutung.

 

Godzilla in der Fotoshow

 

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Features

 

Star

Matthew Broderick

Mit dem jugendlichen Charme eines Lausbuben wickelte er in seinen ersten Filmen alle um den Finger, sodass der oft hundsgemeine...

 

Star

Jean Reno

Er IST "Der Profi": Der Hüne mit der imposanten Statur, dem strengen Blick und der Kunst des Minimalismus, die Reno an seinem erklärten Vorbild Lino...