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Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel

Hochklassiges Regiedebüt von Ben Affleck um ein Detektiv-Pärchen, das eine Kindesentführung aufklären soll.


Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel

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Erhältlich seit:
17.04.2008

Originaltitel: Gone Baby Gone

Drama/ Thriller

USA 2007
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 16

Casey Affleck
Michelle Monaghan
Morgan Freeman

Regie: Ben Affleck
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Mit einem verzwickten Entführungsthriller und Bruder Casey in der Hauptrolle feiert Ben Affleck ein eindrucksvolles Regiedebüt.

Die Polizei hat noch keine heiße Spur (Foto: Walt Disney) Großansicht

Die Polizei hat noch keine heiße Spur (Foto: Walt Disney)

Eine Top-Agentin ("Alias"-Star Jennifer Garner) hat er schon geheiratet, einen Drehbuch-Oscar ("Good Will Hunting") gewonnen. Jetzt nimmt Ben Affleck die goldene Hürde Hollywoods, überzeugt auch als Regisseur. Wie schon "Mystic River" adaptiert auch "Gone Baby Gone" einen Roman von Dennis Lehane.

Die vierjährige Tochter von Junkie Amanda ist verschwunden - und die Polizei auf die Hilfe der Privatdetektive Angela (Michelle Monaghan) und Patrick (Casey Affleck) angewiesen. Sie leben und kennen sich aus am Tatort, einem Arbeiterviertel in Boston.

Polizeichef Jack Doyle stimmt nicht ganz mit Patrick überein (Foto: Walt Disney) Großansicht

Polizeichef Jack Doyle stimmt nicht ganz mit Patrick überein (Foto: Walt Disney)

Heißes Eisen

Schnell ermittelt das Paar Verbindungen zum lokalen Drogenfürsten, der mit Amanda noch eine Rechnung offen hat. Doch der Fall bleibt mysteriös, deckt unerwartete menschliche Abgründe auf, bringt die jungen Ermittler in Lebensgefahr und ihre private Beziehung auf den Prüfstand. Furchtlos legt sich Patrick mit den miesesten Typen an, souverän bewältigt sein Darsteller Casey Affleck die Anforderungen dieser Top-Rolle.

Er ist die größte Entdeckung dieses spannenden Ensemblekrimis, der mit brüchigen Figuren, realistischen Darstellungen und seiner trickreichen Story fesselt. Regie führen - für Ben Affleck offensichtlich ein Kinderspiel.

Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel

Mit der Verfilmung des Krimis von "Mystic River"-Autor Denis Lehane kehrt Ben Affleck in seinem Regiedebüt auf die Straßen der Arbeiterviertel von Boston zurück, die er (mit Matt Damon) bereits in seinem Oscar-prämierten Drehbuch zu "Good Will Hunting" beschrieben hatte.



Es ist ein leises Comeback, das Affleck da feiert, nach Jahren zunächst als Bruckheimers sorgfältig aufgebauter Super-Hero in Filmen wie "Armageddon" und "Pearl Harbor" und später als müde belächelte Witzfigur an der Seite der damaligen Lebensgefährtin Jennifer Lopez: ein Arbeiterklassenjunge, dem der Ruhm zu Kopf gestiegen war. Den hat er sich, ein paar Jahre nach dem demütigenden Tripledebakel mit "Gigli", "Jersey Girl" und "Surviving Christmas", selbst wieder gerade aufgesetzt, mit einer Rückkehr zu den Wurzeln und absolut glaubhaft zur Schau getragener Demut: Affleck gibt sich mit dem Agieren hinter der Kamera zufrieden und überlässt das Rampenlicht seinem jüngeren Bruder Casey. Der fügt in dieser bitteren und harten Geschichte eines spurlos verschwundenen Mädchens in der Rolle eines vermeintlich weichen und jungenhaften Privatdetektivs, der sich zunehmend als so unnachgiebig und halsstarrig erweist wie das taffe irische Viertel in Boston, in dem er aufwuchs, seinem Galaauftritt in "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" eine weitere Probe seines erstaunlichen Könnens hinzu. Vom Bruder auf dem Regiestuhl geschickt geführt, gelingt Casey Affleck hier endgültig der Schritt vom Jungen zum Mann, vom Trainingsanzüge tragenden Bubi zum ganzen Kerl in Hemd und schwarzem Anzug.

In jeder Szene von "Gone Baby Gone", dem vierten Roman Lehanes mit dem eingespielten Detektivduo Patrick Kenzie und Angie Gennaro, der in Deutschland 2004 unter dem Titel "Kein Kinderspiel" erschien, spürt man, dass der Regisseur die Welt, von der er da erzählt, ihre Gassen und Bars, aus erster Hand kennt, dass er weiß, wie die Menschen sich dort geben, wie sie reden, wie sie miteinander umgehen: Bisweilen trägt den Film ein beinahe dokumentarischer Ansatz, der die Geschichte in die nötige Authentizität einbettet. Denn die ist purer Pulp: Aus der real nachvollziehbaren Verzweiflung einer einfachen Frau, die Privatdetektive engagiert, um mit Nachdruck nach der spurlos verschwundenen Tochter ihrer drogenabhängigen Schwester zu suchen, weil sie befürchtet, Polizei und Behörden gingen die Sache zu lax an, entwickelt sich ein komplexes Krimigarn mit korrupten Cops, brutalen Dealern, degenerierten Kinderschändern und überraschenden Wendungen im Minutentakt. Nicht, dass "Gone Baby Gone" das nötig hätte: Auch ohne die Anstrengung, wirklich jede im ersten Akt vorgestellte Figur, und sei sie noch so marginal, in irgendeiner Form mit dem Verbrechen im Mittelpunkt der Story zu implizieren, funktioniert dieses Drama über die Last der Verantwortung vorzüglich: Casey Affleck ist optimal besetzt in der Hauptrolle. Wenn er am Schluss des grimmigen Films eine folgenschwere Entscheidung trifft, weil sie die richtige, aber nicht unbedingt beste für die beteiligten Figuren ist, spürt man förmlich das Gewicht, das auf seinen schmalen, immer leicht nach unten hängenden Schultern lastet. Michelle Monaghan ist ihm, obwohl etwas unterbeschäftigt, ebenbürtig, und auf Männer wie Ed Harris oder Morgan Freeman ist in Nebenrollen ohnehin immer Verlass. Eine grundsolide, sehr spannende Angelegenheit also, bei der Ben Affleck hinter der Kamera gutes Gespür für die Anforderungen von Stoff und Genre beweist: Davon will man mehr sehen. Und von Bruder Casey ohnehin. ara.

Darsteller:  Casey Affleck   als Patrick Kenzie
  Michelle Monaghan   als Angela Gennaro
  Morgan Freeman   als Jack Doyle
  Ed Harris   als Remy Bressant
  John Ashton   als Nick Poole
  Amy Ryan   als Helene McCready
  Amy Madigan   als Bea McCready
  Titus Welliver   als Lionel McCready
  Michael K. Williams   als Devin
  Edi Gathegi   als Cheese
  Mark Margolis   als Leon Trett
  Madeline O'Brien   als Amanda McCready
  Slaine   als Bubba Rogowski
  Trudi Goodman   als Roberta Trett
  Matthew Maher   als Corwin Earle
  Jill Quigg   als Dottie
  Sean Malone   als "Skinny Ray" Likanski
  Brian Scannell   als Lenny
  Jay Giannone   als Steve Penteroudakis
  William Lee   als Big Dave
  Elizabeth Duff   als Mrs. Bressant
  Robert Wahlberg   als Detective O'Malley
 
Regie:  Ben Affleck  
Buch:  Ben Affleck  
  Aaron Stockard  
Musik:  Harry Gregson-Williams  
Kamera:  John Toll  
Produzent:  Alan Ladd Jr.  
  Danton Rissner  
  Sean Bailey  

Ben Affleck zündet Autobombe

Die Verhandlungen mit Ben Affleck laufen derzeit auf Hochtouren. Die verantwortliche Filmproduktionsfirma möchte den Star gerne als Regisseur für "Arizona" gewinnen.

Mittlerweile auch ein erfolgreicher Filmemacher: Ben Affleck (Foto: Kurt Krieger) Großansicht

Mittlerweile auch ein erfolgreicher Filmemacher: Ben Affleck (Foto: Kurt Krieger)

Zwei Jahre nach seinem grandiosen Regiedebüt "Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel" soll Ben Affleck zum zweiten Mal das Regieruder übernehmen. Der Hollywoodstar wäre der Wunschkandidat der Filmschmiede Miramax für deren neues Projekt "Arizona". Der Thriller basiert auf wahren Begebenheiten.

1976 war der amerikanische Enthüllungsjournalist Don Bolles einer brisanten Story auf der Spur. Er deckte die Unterwanderung der US-Regierung durch das Organisierte Verbrechen auf. Kurz danach wurde der Journalist durch eine Autobombe eliminiert. Eine Gruppe weiterer renommierter Reporter nahm daraufhin die Recherchen auf, um Bolles Werk erfolgreich zu beenden.

 

Gone Baby Gone - Kein Kinderspiel in der Fotoshow

 

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