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Good Vibrations - Sex vom anderen Stern

Witzige Sexklamotte um einen Außerirdischen auf Menschenfrauenjagd.


Good Vibrations - Sex vom anderen Stern

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Erhältlich seit:
03.01.2001

Originaltitel: What Planet Are You From?

Komödie/ Science Fiction

USA 2000
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 12

Garry Shandling
Annette Bening
Greg Kinnear

Regie: Mike Nichols
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Good Vibrations - Sex vom anderen Stern

Vier Sonnensysteme von der Erde entfernt existiert eine hochentwickelte Spezies männlicher Lebewesen, die keine Fortpflanzungsorgane mehr besitzen und nur ein Ziel kennen: die Unterjochung anderer Planeten. Aus diesem Grund wird H1449-6 unter dem Decknamen Harold Anderson auf die Erde geschickt. Sein Auftrag: Eine Erdenfrau schwängern und so die Weltherrschaft sichern. Eigentlich ganz einfach, gäbe es da nicht diese Probleme mit Andersons geräuschvoll vibrierender Fortpflanzungsprothese...

Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus, diese esoterische New-Age-Erkenntnis bringt auf den Punkt, worum es in Mike Nichols' ("Birdcage ") schlitzohriger Komödie geht: um das schwierige Verhältnis der Geschlechter. Gelungene visuelle Gags, wunderbar agierende Darsteller sowie gekonnt gesetzte One-Liner machen "Good Vibrations" zu hintersinniger, kurzweiliger Unterhaltung, die qualitativ zwar über dem Durchschnitt liegt, aber wegen des hierzulande unbekannten Hauptdarstellers Garry Shandling kaum Star-Potenzial besitzt.

Good Vibrations - Sex vom anderen Stern

Männer sind vom Mars und Frauen von der Venus. Diese Erkenntnis des New-Age-Bestsellers um fundamentale Differenzen der Geschlechter bildet den Fixpunkt der anzüglichen Sexfarce von Mike Nichols ("Birdcage"), dessen Handschrift allerdings kaum zu lesen ist. Der kreative Antrieb geht vor allem auf das Konto von TV-Komiker Gary Shandling (in den USA mit der HBO-Serie "The Larry Sanders Show" zum Star avanciert), der nicht nur selbst die Hauptrolle übernahm, sondern auch für Drehbuch und Produktion mitverantwortlich zeichnet.

Mit bewundernswertem Mut zur Selbstparodie mimt Shandling in "Von welchem Planeten kommst Du?" einen Außerirdischen von einem hochentwickelten Planeten, wo die Evolution der Männer so weit fortgeschritten ist, dass sie zur Fortpflanzung weder Frauen noch Geschlechtsorgane benötigen. Um in naher Zukunft die Erde unterwerfen zu können, gilt es, eine Erdenfrau zu schwängern. Als der vielversprechendste Kandidat tritt Shandling mit einem bei Erregung laut summenden Penisimplantat (ein Soundeffekt, der bis auf den letzten komödiantischen Tropfen gemolken wird) unter dem Namen Harold Anderson seine Mission an. In einem Flugzeugklo auf der Erde gelandet, wo ihm Planetenführer Ben Kingsley letzte gute Ratschläge gibt, beginnt Harold an Bord des Flugzeugs sogleich mit der Erfüllung seiner Mission, doch schon die erste Ansprechpartnerin, Gastauftritt von Janeane Garofalo, zeigt sich von seiner plumpen Anmache wenig begeistert. Harold lässt sich in Phoenix nieder, wo er einen Bankjob antritt. Mit seinem verheirateten, aber nicht allzu treuen Kollegen Perry (Greg Kinnear aus "Besser geht's nicht" zur Abwechslung als unerträglicher Schleimbolzen) begibt er sich umgehend auf Frauenfang und kann auch bei einer Stripperin und einer Stewardess landen, ohne jedoch seine Aufgabe zu erfüllen. Anders verhält es sich mit Susan (Annette Bening, die einen der größten Lacher einheimst, wenn sie sich wie in "American Beauty" als ungleich unsicherere Immobilienmaklerin zu erkennen gibt), einer attraktiven Vierzigerin, die ein wildes Groupieleben hinter sich hat und nun ihre biologische Uhr ticken hört. Nach überhasteter Heirat macht sich Harold in einem Hotel in Las Vegas für 21 Stunden nonstop an die Arbeit. Als visueller Gag wird mit den einfallsreichen Kaskaden der Wasserchoreografie des Bellagio-Springbrunnens das Ausmass seiner Virilität versinnbildlicht. Mit dem Ehealltag zwischen Mensch und Alien werden dann die klaffenden Unterschiede zwischen den Geschlechtern symbolisiert, wo Männer als Sex- und Sportfanatiker charakterisiert werden und Frauen in erster Linie an endlos-enervierenden Diskussionen über Gefühle interessiert sind. Doch die Ankunft eines Sohnes lässt Harold schließlich menschliche Züge an sich entdecken, was zu weiteren Verwicklungen führt.

Weitere Rollen spielen Linda Fiorentino als Perrys supersexy Ehefrau und John Goodman als Beamter der staatlichen Luftfahrtbehörde, der Harold auf die Spur kommt, - ohne dass beide wirklich gelungen in den Spaß eingegliedert werden können. Shandling hat neben Sex nur eins im Sinn, sich selbst ins rechte Licht zu rücken. Eine echte Hürde für die Auswertung in den deutschen Kinos ist, dass der lakonisch-zynische Komiker wohl einfach zu unbekannt ist, um ein großes Publikum zu ziehen. Auch wenn "Von welchem Planeten kommst Du?" nicht zu den großen Würfen von Mike Nichols zählt, gibt es doch ausreichend Gags, um den Film vom Gros amerikanischer Komödien abzuheben. ara.

Darsteller:  Garry Shandling   als Harold Anderson
  Annette Bening   als Susan Hart-Anderson
  Greg Kinnear   als Perry Gordon
  Sir Ben Kingsley   als Graydon
  Linda Fiorentino   als Helen Gordon
  John Goodman   als Roland Jones
  Richard Jenkins   als Don Fisk
  Caroline Aaron   als Nadine Jones
  Judy Greer   als Rebecca
  Nora Dunn   als Madeline
  Ann Cusack   als Liz
  Camryn Manheim   als Alison
 
Regie:  Mike Nichols  
Buch:  Garry Shandling  
  Michael Leeson  
  Edward Solomon  
  Peter Toland  
Musik:  Carter Burwell  
Kamera:  Michael Ballhaus  
Produzent:  Mike Nichols  
  Garry Shandling  
  Neil Machlis  

Kingsley jagt Donnervögel

Ben Kingsley musste lange auf die Rolle des Oberschurken warten. Erst in "Sexy Beast" durfte er sich so richtig fies geben. Eine Rolle, die ihm allem Anschein nach gefallen hat. Denn auch in seinem neuen Film "Thunderbirds" mimt er den Bösewicht.

Übt den bösen Blick:<br />Ben Kingsley

Übt den bösen Blick:<br />Ben Kingsley

Seit seinen Auftritten in "Gandhi" und "Schindlers Liste" war der mittlerweile 60-Jährige eher auf sanftere Charaktere abonniert, die keiner Fliege etwas zu Leide tun können. Hin und wieder eine komische Rolle wie in "Good Vibrations - Sex vom anderen Stern" - und das war's.

Nach seinem grandios-teuflischen Auftritt als schräger Gangster in "Sexy Beast" lotet er jetzt sein neu gewonnenes Image weiter aus. In "Thunderbirds" gibt er The Hood, den teuflischsten aller Kriminellen, und will die Welt in seine Gewalt bringen.

Gestoppt werden kann er nur von der "Internationalen Geheimorganisation" der Familie Tracy. Vater Jeff und seine fünf Söhne, Virgil, John, Gordon, Scott und Alan, sind mit den verschiedensten Weltraum-Vehikeln ausgestattet, den Thunderbirds. Diese ermöglichen es, riesige Entfernungen in kürzerster Zeit zurückzulegen.

"Thunderbirds" beruht auf der gleichnamigen, britischen Kult-Serie aus den 60ern. Neben Ben Kingsley konnte bereits ein weiterer Hollywood-Hochkaräter für das Projekt gewonnen werden. Bill Paxton ("Dämonisch") spielt Jeff Tracy, das Oberhaupt der Agenten-Familie.

 

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Annette Bening

Unruhig, neurotisch, frustriert und am Rande des Nervenzusammenbruchs, dabei kühl sondierend und als abgefeimte Intrigantin auf der Höhe...

 

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Greg Kinnear

"Wenn Sie noch ein bisschen besser aussehen würden, wäre das kriminell." Der von Renée Zellweger in "Nurse Betty" gesprochene Liebesseufzer...