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Gosford Park

Schauspielerisch und verbal geschliffener Ensemblefilm um ein turbulentes Wochenende einer britischen Jagdgesellschaft.


Gosford Park

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Erhältlich seit:
06.08.2007

Drama/ Thriller

Großbritannien/USA/Deutschland 2001
Laufzeit: 137 Min.
FSK: ab 12

Michael Gambon
Kristin Scott Thomas
Camilla Rutherford

Regie: Robert Altman
Focus Magazin Verlag

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Es ist angerichtet: Altmeister Robert Altman serviert seinen bösartigen Gesellschaftskrimi à la Agatha Christie mit Spitzenbesetzung.

Auch Oberzofe Elise (Emily Watson) hat ein Motiv

Auch Oberzofe Elise (Emily Watson) hat ein Motiv

Ein Landhaus als Brutstätte des Bösen: Da trifft sich der Adel Englands 1932 bei einer Jagdgesellschaft, um die Langeweile zu vertreiben und möglichst maliziös über Nicht-Anwesende zu lästern.

Mit im Schlepptau eine Menge von Bediensteten, die wie ihre Herrschaft eine strenge Hierarchie pflegen. Oben speisen die Geladenen am fein gedeckten Tisch, der sich unter den Delikatessen biegt, unten drängen sich die Domestiken in Küchen, langen Fluren und schmalen Kammern.

Doch dann geschieht ein Mord (oder zwei?) und es geht los mit den Verdächtigungen.

Robert Altmans raffinierter Krimi à la Agatha Christie ist erste Sahne und die Idee, das Opfer mit Whiskey zu vergiften, "very british". Die bissige Satire wird zum Fest gesellschaftlichen Messerwetzens mit Stars wie Kristin Scott Thomas als Gastgeberin, Helen Mirren als Haushälterin und Maggie Smith als Gräfin.

Gastgeberin Lady Sylvia (Kristin Scott Thomas) genießt ihre Party

Gastgeberin Lady Sylvia (Kristin Scott Thomas) genießt ihre Party

Alle Anwesenden haben Dreck am Stekken, jeder könnte der Täter sein. Vielleicht das Paar, das vor dem Bankrott steht? Der Filmproduzent aus Hollywood? Oder gar der Butler?

Fragen, die Stephen Fry als Inspektor akribisch untersucht, und dabei in einem Sumpf von Lüge und Scheinheiligkeit herumstochert. Exquisite Kino-Kost.

Gosford Park

Unbeirrbar und dabei unberechenbar verfolgt Robert Altman den eingeschlagenen Weg, bissige Gesellschafts- und Verhaltensbetrachtungen mit erkennbarer, aber nie plakativer Humanität zu verbinden. "Gosford Park" ist Altmans jüngste, von der US-Kritik bereits sehr geschätzte Pretiose, ein mit britischer Schauspielelite besetztes, theaterhaftes, aber nie Salon-erstarrtes Ensemblestück über ein Wochenende auf einem luxuriösen Landsitz. In dessen Verlauf leckt der Blutadel seine vom Geldadel geschlagenen Wunden, werden Klassenkonturen sowohl bei den Herrschaften wie auch deren Dienstpersonal aufgezeigt, wird aber hinter der Maskerade deutlich, dass die einstige soziale Trennungswand nicht nur sexuell längst eine poröse Membran geworden ist.

Atmosphäre und Ambiente von "Gosford Park" erinnern an Alan Bridges' kleines Meisterwerk "Die letzte Jagd", das 1983 eine britische Jagdgesellschaft vor dem Ausbruch des 1.Weltkriegs versammelte, um das Ende einer Ära zu markieren. Auch das erste Filmdrehbuch von Schauspieler Julian Fellowes, das wie Regisseur Altman mit einer Oscar-Nominierung rechnen darf, nimmt eine Jagdgesellschaft, hier im Jahr 1932, zum Ausgangspunkt, von der sich mancher der eingeladenen vornehmen Gäste erhofft, aus der chronischen Langeweile, der Strafe der Reichen, herausgerissen zu werden. Ähnliche Probleme plagen das Dienstpersonal nicht, das in seinem eigenen Bereich die Hierarchie seiner Herrschaft abbildet, damit keine homogene Einheit bildet, aber mit seiner pragmatischen Weltsicht deutlich besser auf das Leben vorbereitet ist. Der Clou des Drehbuchs ist nicht allein der Fokus auf das Personal, repräsentiert unter anderem von der jungen, unschuldigen Mary (Kelly Macdonald), dem in sich ruhenden Butler (Alan Bates) und der dominanten Haushälterin (Helen Mirren), sondern, dass die Menschen hinter den Masken nur in Gegenwart ihrer Dienstboten sichtbar werden. Das Personal ist die einzige Adresse für Privates und Intimes, ihm gegenüber öffnen sich Ladies und Lords, während sie untereinander klatschen, verbales Gift versprühen und das Gesicht zu wahren versuchen. Das Ergebnis ist nicht nur eine einzigartige Perspektive, sondern auch die bissige Erkenntnis, dass nämlich finanziell vielleicht unten von oben, emotional und in der Bewältigung des Lebens aber oben von unten abhängig ist. Natürlich braucht man eine Weile, um die eingeladenen Herrschaften samt Personal sortieren und zuordnen zu können, zumal Altman in seinen virtuos arrangierten Salonszenen wie gewohnt die Dialoge überlappen und die Figuren rochieren lässt. Dann aber findet man sich dank seiner Übersicht gut zurecht, konsumiert mit Genuss die kleinen verbalen Grausamkeiten und Verhaltensmuster, amüsiert sich über die kalifornischen Gäste aus der Filmbranche, die die Gesellschaft als Recherche für ihr nächstes Projekt wie kulturelle Exoten bestaunen, aber auch als solche bestaunt werden. Und wie in einem Charlie-Chan- oder Agatha-Christie-Film gibt es einen Mord, der Geheimnisse an die Oberfläche treten lässt. Mit dieser Murder-Mystery geht Altman spielerisch um, lässt mit Stephen Frys Inspektor einen unfähigen, aber witzigen Clown mit Monsieur-Hulot-Habitus auftreten, der solidarisch mit Altman an der Überführung des Täters nicht sonderlich interessiert ist. Was den Regieveteranen beschäftigt, ist eine soziale und emotionale Klimabeschreibung, ein Beobachten und Aufbrechen der Oberflächen. Und dies gelingt ihm hier ohne einen falschen Ton, in einer harmonischen Verbindung von giftiger Gesellschaftsanalyse, frivol-lockerem Amüsement und einem Streifzug durch persönliche Tragödien. kob.

Darsteller:  Michael Gambon   als Sir William McCordle
  Kristin Scott Thomas   als Lady Sylvia McCordle
  Camilla Rutherford   als Isobel McCordle
  Maggie Smith   als Constance Countess of Trentham
  Charles Dance   als Raymond Lord Stockbridge
  Geraldine Somerville   als Louisa Lady Stockbridge
  Tom Hollander   als Lt. Comm. Anthony Meredith
  Natasha Wightman   als Lady Lavinia Meredith
  James Wilby   als Freddie Nesbitt
  Claudie Blakley   als Mabel Nesbitt
  Laurence Fox   als Lord Rupert Standish
  Trent Ford   als Jeremy Blond
  Jeremy Northam   als Ivor Novello
  Bob Balaban   als Morris Weissman
  Alan Bates   als Jennings
  Helen Mirren   als Mrs. Wilson
  Eileen Atkins   als Mrs. Croft
  Emily Watson   als Elsie
  Richard E. Grant   als George
  Jeremy Swift   als Arthur
  Derek Jacobi   als Probert
  Sophie Thompson   als Dorothy
  Meg Wynn Owen   als Lewis
  Teresa Churcher   als Bertha
  Sarah Flind   als Ellen
  Finty Williams   als Janet
  Emma Buckley   als May
  Kelly Macdonald   als Mary Maceachran
  Ryan Phillippe   als Henry Denton
  Clive Owen   als Robert Parks
  Adrian Scarborough   als Barnes
  Joanna Maude   als Renee
  Frances Low   als Sarah
  John Atterbury   als Merriman
  Stephen Fry   als Inspektor Thompson
  Ron Webster   als Constable Dexter
 
Regie:  Robert Altman  
Buch:  Julian Fellowes  
Musik:  Patrick Doyle  
Kamera:  Andrew Dunn  
Produzent:  Robert Altman  
  Bob Balaban  
  David Levy  

Michael Gambon als Dumbledore bestätigt

Was wäre Hogwarts ohne Schulleiter? Schutzlos den finstren Plänen des sinistren Lord Volde... - Verzeihung - Sie-wissen-schon-wer ausgeliefert. Doch diese Gefahr ist jetzt gebannt.

<br />Er wird 2004 das Bankett zum Schuljahresbeginn in Hogwarts eröffnen: <br />Michael Gambon

<br />Er wird 2004 das Bankett zum Schuljahresbeginn in Hogwarts eröffnen: <br />Michael Gambon

Denn Michael Gambon wird im dritten Teil der "Harry Potter"-Filme schützend seinen Zauberstab über der Schule für Hexerei und Zauberei schwingen. Warner Bros. hat die Ernennung des Iren nun offiziell bestätigt.

Damit findet eine lange Kette von Spekulationen nun endlich ihr Ende. In "Harry Potter und der Stein der Weisen" und "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" hatte nämlich noch Richard Harris den Schulleiter Albus Dumbledore verkörpert. Doch Harris erlag Ende Oktober den Folgen der Hodgkins-Krankheit, einer Form von Lymphdrüsen-Krebs. In der Folge waren die "Der Herr der Ringe"-Zauberer Ian McKellen und Christopher Lee als Nachfolger gehandelt worden, aber auch Peter O'Toole war im Gespräch gewesen.

Das Rennen machte aber nun ein etwas weniger bekannter Schauspieler, dem die meisten nur Außenseiterchancen auf den prestigeträchtigen Part eingeräumt hatten: Michael Gambon war zuletzt als Premierminister in "Ali G in da House" zu sehen, zuvor spielte er unter anderem in "Sleepy Hollow" und "Gosford Park".

Würdevolle Figuren sind dabei die Spezialität des 62-Jährigen. Aber auch das hintergründige Feuer eines lebenslustigen Zauberveterans kann der Ire mühelos in seinen Augen aufblitzen lassen.

Die erste Klappe zu "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" (mit Gary Oldman als Sirius Black) fällt am Montag. Bis Michael Gambon und Co. dann auf der Kinoleinwand zu bewundern sein werden, dauert es aber noch bis übernächsten Sommer.

 

Gosford Park in der Fotoshow

 

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Ein Kerl wie eine Falstaff-Figur. Er sieht aus wie ein verlebter Wüstling und ist doch als weiser Professor Albus Dumbledore der gütige...

 

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