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Kaufvideo
Erhältlich seit:
26.04.2011
Drama/ Biographie
Deutschland 2010
Laufzeit: 176 Min.
FSK: ab 6
Christine Neubauer
Remo Girone
Wilfried Hochholdinger
Regie: Marcus O. Rosenmüller
polyband Medien GmbH
Filmbewertung
(26 Bewertungen)

In "Pius XII." spielte sie nur eine Nebenrolle, diesmal ist sie die Heldin: Die bayrische Ordensschwester Pascalina steht im Zentrum des ARD-Osterzweiteilers.
"Gottes mächtige Dienerin" ist das unerwartet fesselnde Porträt einer Nonne, die Großes geleistet hat und doch beinahe an der Kleinmütigkeit ihrer Ordenskolleginnen gescheitert wäre. Es ist vor allem die Kombination von Menschlichkeit und Historie, die den Zweiteiler auszeichnet: Ohne die Zeitgeschichte je als schlichte Folie für ein Emotionsdrama zu missbrauchen, erzählt das Autorentrio Marcus O. Rosenmüller (auch Regie), Henriette Piper und Gabriele Scheidt aus dem Leben von Pascalina Lehnert, die es von der bayerischen Bauerntochter bis zur Ratgeberin von Papst Pius XII. brachte.
Christine Neubauer ist eine treffende Besetzung für diese Rolle; sieht man mal davon ab, dass die junge Josefine nach einem Zeitsprung plötzlich wie die Mutter ihrer älteren Geschwister aussieht, weil Neubauer (48) auch die gut zwanzigjährige Novizin spielt. Der rustikale Charme der Schauspielerin aber passt ausgezeichnet zu der resoluten Frau, die sich durch das eifersüchtige Mobbing ihrer Mitschwestern nur kurzzeitig beirren lässt. Pascalina ist genau die richtige, um Eugenio Pacelli (Remo Girone), dem apostolischen Gesandten in München, den Haushalt zu führen. Rasch stellt der Nuntius fest, dass die pragmatische Schwester auch ein kluger Kopf ist. Sie wird zu seiner Sekretärin, die sogar die Texte redigiert. Als Pacelli zum Kardinalstaatsekretär befördert wird, gelingt der zielstrebigen Pascalina der Einzug in den inneren Zirkel des naturgemäß von Männern dominierten Vatikans. Sogar als Papst kann Pacelli nicht auf seine Ratgeberin verzichten kann.
Selbst wenn das Drehbuch im zweiten Teil nahe legt, Pascalina habe die römischen Juden quasi im Alleingang gerettet: "Gottes mächtige Dienerin" ist auch über die Länge von 180 Minuten ein Film, der nie im Sentiment ertrinkt und religiösen Kitsch konsequent vermeidet. Der Kern der Geschichte einer Frau, die sich in einer Männergesellschaft behauptet, ist zudem auch im 21. Jahrhundert ein aktuelles Thema. Die moderne Anmutung dürfte vor allem das Verdienst von Marcus O. Rosenmüller sein, ein Spannungsspezialist, der Christine Neubauer kürzlich schon erfolgreich durch den Thriller "Die Minensucherin" (ZDF) geführt hat.
Reizvoll ist auch der Vergleich zu dem im vergangenen November ausgestrahlten ARD-Zweiteiler "Pius XII.", der die gleiche Geschichte aus Sicht Pacellis erzählte. Beide Werke beginnen mit der Bombardierung Roms und blenden dann zurück. Christine Neubauer wirkte in einer Nebenrolle ebenfalls mit: als Schwester Pascalina. tpg.
Ordensschwester Pascalina (Christine Neubauer) wird in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von ihrer Oberin Tharsilla Tanner trotz vieler Vorbehalte nach München geschickt, um Nuntius Eugenio Pacelli (Remo Girone) den Haushalt zu führen - für Pascalina eine schicksalhafte Begegnung: Sie wird zu seiner Privatsekretärin und persönlichen Referentin - bis ihre Mitschwestern sie beschuldigen, auch im Schlafzimmer des Nuntius ein und aus zu gehen. Pascalina wird daraufhin zurück ins Mutterhaus gerufen, soll beichten und sich erneut zu ihrem Gelübde bekennen. Entrüstet weist sie dies zurück...Nach einer wahren Begebenheit: Nie hatte eine Frau so viel Macht im Vatikan wie eine einfache Ordensschwester aus Altötting: Schwester Pascalina. 40 Jahre stand sie an der Seite von Eugenio Pacelli, dem späteren Papst Pius XII. Erstmals wurde nun das Leben dieser beeindruckenden Frau verfilmt, die dank ihres messerscharfen Verstandes von einer einfachen Haushälterin zur Privatsekretärin des Papstes aufgestiegen ist.
Quelle: polyband
| Darsteller: | Christine Neubauer | als Schwester Pascalina Lehnert | |
|---|---|---|---|
| Remo Girone | als Eugenio Pacelli / Papst Pius XII. | ||
| Wilfried Hochholdinger | als Monsignore Wilson | ||
| Thomas Loibl | als Pater Andreas | ||
| Ulrich Gebauer | als Kardinal Faulhaber | ||
| Emily Behr | als Theresa / Kreszentia | ||
| Renato Scarpa | als Papst Pius XI. | ||
| Tina Engel | als Oberin Tharsilla Tanner | ||
| Sybille Schedwill | als Schwester Bonifatia | ||
| Esther Seibt | als Schwester Johanna | ||
| Annika Preil | als Josefine | ||
| Paulina Rümmelein | als Theresa als Kind | ||
| Evelyn Plank | als Mutter Lehnert | ||
| Michael Vogtmann | als Vater Lehnert | ||
| Wolfram Kunkel | als König Ludwig III. | ||
| Jean-Paul Raths | als Gustav Stresemann | ||
| Mareike Carrière | als Mrs. Miller | ||
| Eckhard Preuß | als Major Herrmann | ||
| Georg Marin | als Professor Meinertz | ||
| Michael Tregor | als Beichtvater | ||
| André Dietrich | als Pater Vincente | ||
| Klaus Ofczarek | als Earl of Halifax | ||
| Bernd-Uwe Reppenhagen | als Ernst von Weizsäcker | ||
| Anna de Carlo | als Esther | ||
| Andrej Falk | als Bruno | ||
| Regie: | Marcus O. Rosenmüller | ||
| Buch: | Henriette Piper | ||
| Gabriele Scheidt | |||
| Marcus O. Rosenmüller | |||
| Musik: | Hans Franek | ||
| Kamera: | Klaus Merkel | ||
| Produzent: | Prof. Regina Ziegler | ||
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 2.0
Tonformat: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 1:1,78/16:9
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