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Gottes mächtige Dienerin

TV-Zweiteiler nach dem gleichnamigen Buch der Historikerin Dr. Martha Schad um eine Ordensschwester im Vatikan.


Gottes mächtige Dienerin

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Erhältlich seit:
26.04.2011

Drama/ Biographie

Deutschland 2010
Laufzeit: 176 Min.
FSK: ab 6

Christine Neubauer
Remo Girone
Wilfried Hochholdinger

Regie: Marcus O. Rosenmüller
polyband Medien GmbH

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Die Ausstattung

Die Technik



 
Gottes mächtige Dienerin

Deutschland nach dem ersten Weltkrieg: Die junge Ordensschwester Pascalina aus Altötting wird nach München geschickt, um Nuntius Eugenio Pacelli den Haushalt zu führen. Schnell steigt sie zur Privatsekretärin und persönlichen Referentin des Nuntius auf. Unter den Mitschwestern kursieren Gerüchte über ein Verhältnis zwischen Pascalina und Pacelli. Obwohl die junge Schwester zunächst zurück ins Mutterhaus beordert wird, kann sie Pacelli, der zum Kardinalstaatssekretär ernannt wurde, nach Rom in den Vatikan folgen. Dort wird Papst Pius XI. auf die intelligente junge Frau aufmerksam und gestattet ihr, als erste Frau überhaupt, innerhalb der Vatikan-Mauern zu wohnen. Trotz aller Widerstände und verfolgt von den Intrigen männlicher Neider behauptet Pascalina ihre Position. Als Pacelli nach dem Tod von Pius XI. 1939 zum neuen Papst gewählt wird, bleibt er zunächst neutral gegenüber Nazi-Deutschland. Als er endlich Stellung bezieht, setzt sich Pascalina für die Rettung römischer Juden ein. Erst als Pius XII. stirbt, verlässt die Schwester den Vatikan für immer.

Ausgehend von bislang zum großen Teil unveröffentlichten Dokumenten und Briefen zeichnete die Autorin Martha Schad den Lebensweg der bayerischen Ordensschwester nach und entwarf dabei ein ganz neues Bild der "Hüterin des Papstes". So unterhaltsam und spannend wie die 2007 veröffentlichte Biografie ist auch der TV-Zweiteiler von Marcus O. Rosenmüller, der im Frühjahr 2011 in der ARD gezeigt wurde. In der Hauptrolle gibt die ARD-Allzweckwaffe Christine Neubauer einmal mehr die patente Powerfrau. Ganz nebenbei erfahren die Fernsehzuschauer jede Menge über die bewegenden historischen und politischen Ereignisse der Zeit und die besondere Rolle des Vatikans.

Gottes mächtige Dienerin

In "Pius XII." spielte sie nur eine Nebenrolle, diesmal ist sie die Heldin: Die bayrische Ordensschwester Pascalina steht im Zentrum des ARD-Osterzweiteilers.

"Gottes mächtige Dienerin" ist das unerwartet fesselnde Porträt einer Nonne, die Großes geleistet hat und doch beinahe an der Kleinmütigkeit ihrer Ordenskolleginnen gescheitert wäre. Es ist vor allem die Kombination von Menschlichkeit und Historie, die den Zweiteiler auszeichnet: Ohne die Zeitgeschichte je als schlichte Folie für ein Emotionsdrama zu missbrauchen, erzählt das Autorentrio Marcus O. Rosenmüller (auch Regie), Henriette Piper und Gabriele Scheidt aus dem Leben von Pascalina Lehnert, die es von der bayerischen Bauerntochter bis zur Ratgeberin von Papst Pius XII. brachte.

Christine Neubauer ist eine treffende Besetzung für diese Rolle; sieht man mal davon ab, dass die junge Josefine nach einem Zeitsprung plötzlich wie die Mutter ihrer älteren Geschwister aussieht, weil Neubauer (48) auch die gut zwanzigjährige Novizin spielt. Der rustikale Charme der Schauspielerin aber passt ausgezeichnet zu der resoluten Frau, die sich durch das eifersüchtige Mobbing ihrer Mitschwestern nur kurzzeitig beirren lässt. Pascalina ist genau die richtige, um Eugenio Pacelli (Remo Girone), dem apostolischen Gesandten in München, den Haushalt zu führen. Rasch stellt der Nuntius fest, dass die pragmatische Schwester auch ein kluger Kopf ist. Sie wird zu seiner Sekretärin, die sogar die Texte redigiert. Als Pacelli zum Kardinalstaatsekretär befördert wird, gelingt der zielstrebigen Pascalina der Einzug in den inneren Zirkel des naturgemäß von Männern dominierten Vatikans. Sogar als Papst kann Pacelli nicht auf seine Ratgeberin verzichten kann.

Selbst wenn das Drehbuch im zweiten Teil nahe legt, Pascalina habe die römischen Juden quasi im Alleingang gerettet: "Gottes mächtige Dienerin" ist auch über die Länge von 180 Minuten ein Film, der nie im Sentiment ertrinkt und religiösen Kitsch konsequent vermeidet. Der Kern der Geschichte einer Frau, die sich in einer Männergesellschaft behauptet, ist zudem auch im 21. Jahrhundert ein aktuelles Thema. Die moderne Anmutung dürfte vor allem das Verdienst von Marcus O. Rosenmüller sein, ein Spannungsspezialist, der Christine Neubauer kürzlich schon erfolgreich durch den Thriller "Die Minensucherin" (ZDF) geführt hat.

Reizvoll ist auch der Vergleich zu dem im vergangenen November ausgestrahlten ARD-Zweiteiler "Pius XII.", der die gleiche Geschichte aus Sicht Pacellis erzählte. Beide Werke beginnen mit der Bombardierung Roms und blenden dann zurück. Christine Neubauer wirkte in einer Nebenrolle ebenfalls mit: als Schwester Pascalina. tpg.

Gottes mächtige Dienerin

Ordensschwester Pascalina (Christine Neubauer) wird in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von ihrer Oberin Tharsilla Tanner trotz vieler Vorbehalte nach München geschickt, um Nuntius Eugenio Pacelli (Remo Girone) den Haushalt zu führen - für Pascalina eine schicksalhafte Begegnung: Sie wird zu seiner Privatsekretärin und persönlichen Referentin - bis ihre Mitschwestern sie beschuldigen, auch im Schlafzimmer des Nuntius ein und aus zu gehen. Pascalina wird daraufhin zurück ins Mutterhaus gerufen, soll beichten und sich erneut zu ihrem Gelübde bekennen. Entrüstet weist sie dies zurück...Nach einer wahren Begebenheit: Nie hatte eine Frau so viel Macht im Vatikan wie eine einfache Ordensschwester aus Altötting: Schwester Pascalina. 40 Jahre stand sie an der Seite von Eugenio Pacelli, dem späteren Papst Pius XII. Erstmals wurde nun das Leben dieser beeindruckenden Frau verfilmt, die dank ihres messerscharfen Verstandes von einer einfachen Haushälterin zur Privatsekretärin des Papstes aufgestiegen ist.

Quelle: polyband

Darsteller:  Christine Neubauer   als Schwester Pascalina Lehnert
  Remo Girone   als Eugenio Pacelli / Papst Pius XII.
  Wilfried Hochholdinger   als Monsignore Wilson
  Thomas Loibl   als Pater Andreas
  Ulrich Gebauer   als Kardinal Faulhaber
  Emily Behr   als Theresa / Kreszentia
  Renato Scarpa   als Papst Pius XI.
  Tina Engel   als Oberin Tharsilla Tanner
  Sybille Schedwill   als Schwester Bonifatia
  Esther Seibt   als Schwester Johanna
  Annika Preil   als Josefine
  Paulina Rümmelein   als Theresa als Kind
  Evelyn Plank   als Mutter Lehnert
  Michael Vogtmann   als Vater Lehnert
  Wolfram Kunkel   als König Ludwig III.
  Jean-Paul Raths   als Gustav Stresemann
  Mareike Carrière   als Mrs. Miller
  Eckhard Preuß   als Major Herrmann
  Georg Marin   als Professor Meinertz
  Michael Tregor   als Beichtvater
  André Dietrich   als Pater Vincente
  Klaus Ofczarek   als Earl of Halifax
  Bernd-Uwe Reppenhagen   als Ernst von Weizsäcker
  Anna de Carlo   als Esther
  Andrej Falk   als Bruno
 
Regie:  Marcus O. Rosenmüller  
Buch:  Henriette Piper  
  Gabriele Scheidt  
  Marcus O. Rosenmüller  
Musik:  Hans Franek  
Kamera:  Klaus Merkel  
Produzent:  Prof. Regina Ziegler  
 

Fassungen

 

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