
Mack gerät in eine brenzlige Situation, als sein Wagen ausgerechnet in einem Schwarzenviertel von Los Angeles stehenbleibt. Der schwarze Mechaniker Simon erweist sich als rettender Engel. Aus Dankbarkeit verschafft Mack dem alleinerziehenden Vater ein Rendezvous. Macks Frau Claire findet indes beim Joggen in einem Gebüsch ein Baby, das sie behalten will, um damit die Leere in ihrem Leben zu füllen, die das Erwachsenwerden ihres Sohnes mit sich bringt. Macks Freund Davis, ein Produzent ultrabrutaler Actionfilme, überdenkt sein Leben, als er bei einem Überfall angeschossen wird. Bei einem gemeinsamen Besuch des Grand Canyons versuchen Mack und Simon Abstand von ihrer täglichen Lebensangst im urbanen Moloch L.A. zu gewinnen.
Lawrence Kasdan ("Ich liebe dich zu Tode") sah sich bei seiner Bestandsaufnahme des Lebens in der Großstadt mit der Aufgabe konfrontiert, eine überwältigende Flut von modernen Problemen in einem Film anzusprechen. Abgesehen von kleinen Verallgemeinerungen ist ihm ein komplexer Spiegel urbaner Themen gelungen, in dem er die Lage als kompliziert, aber nicht hoffnungslos erkennt. In für sie untypischen Rollen verleihen Kevin Kline ("Ein Fisch namens Wanda"), Danny Glover ("Lethal Weapon I - III") und Steve Martin ("Housesitter") dem diesjährigen Gewinner der Berlinale zusätzliches Gewicht. Dieses Update von Kasdans "Der große Frust" ist eine perfekte Mischung aus Unterhaltung und Anspruch.