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Greenfingers

Charmante, im Revier von "Grasgeflüster" wildernde Komödie über harte Jungs, die im Knast zu leidenschaftlichen Gärtnern werden.


Greenfingers

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Erhältlich seit:
05.09.2007

Komödie

Großbritannien/USA 2000
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 6

Clive Owen
Helen Mirren
David Kelly

Regie: Joel Hershman
Concorde Home Entertainment

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Greenfingers

Als der verbitterte Colin Briggs gegen Ende seiner langen Haftstrafe in ein Reformgefängnis verlegt wird, geschieht das Unglaubliche: Im lebenslang verurteilten Fergus Wilks findet er einen Freund und entdeckt die Freude an Blumen und Gärten. Durch die Ergebnisse seines "grünen Daumens" erregt er die Aufmerksamkeit der Pflanzenexpertin Georgina Woodhouse und deren Tochter, die ihm dabei helfen, auch außerhalb des Gefängnisses floristisch zu wirken. So erhält Briggs eine zweite Chance - und findet obendrein die Liebe.

Joel Hershman ließ sich zu seinem zweiten Regieprojekt nach "Hold Me, Thrill Me, Kiss Me" von einem Zeitungsartikel über gärtnernde Häftlinge inspirieren. Nicht ganz so gelungen wie das (wahrscheinliche) Vorbild "Grasgeflüster", besticht die leichtgewichtige, sozialkritische Komödie durch die solide Besetzung und das kluge Spiel mit den gegensätzlichen Welten. Der grobschlächtige Clive Owen ("Gosford Park") bildet als Blumenfreund einen amüsanten Kontrast zu Helen Mirren ("Letzte Runde"). Britisch, nett, unaufgeregt und unterhaltsam.

Greenfingers

Der Mörder ist immer ein Gärtner in dieser Komödie über harte Jungs, die in einem britischen Reformgefängnis durch floristische ABM-Maßnahmen besänftigt und resozialisiert werden sollen. Schwarzen Humor oder das schrullige Figurenpersonal wesensverwandter Inselkomödien sucht man hier vergebens. "Greenfingers" ist sanft, missionarisch, eine Vertrauenserklärung an das Gute im Menschen und setzt zum geplanten Starttermin am Valentinstag auf ein Publikum, das sich für harmlos-sympathische Liebesgeschichten mit Schmunzelcharme begeistern kann.

Autor-Regisseur Joel Hershman, hier zu Lande mit seinem Indie-Erstling "Hold Me, Thrill Me, Kiss Me" 1993 nur auf dem Filmfest München präsent gewesen, basierte sein Drehbuch auf einem 1998 erschienenen New-York-Times-Artikel über Häftlinge, die mit ihren Gartenprojekten tatsächlich Preise gewonnen hatten. Daraus entwickelte er die Geschichte eines Mannes, der nach einer tödlich verlaufenden Affektentgleisung ins Gefängnis wanderte und sich mit folgender Gleichgültigkeit gegenüber seinem restlichen Leben als brummiger Einzelgänger selbst zu strafen begann. Seine Verlegung in ein Reformgefängnis, das mit minimalen Sicherheitsvorkehrungen Vertrauen aufbauen will, bewirkt den Totalstopp seiner Selbstaufgabe. Ein versöhnlicher Gedanke, der den märchenhaften Ton dieser Komödie verdeutlicht, in der die härtesten Jungs das Herz eines Teddys haben und auch tyrannische Wärter oder Direktoren von mitfühlenden Gutmenschen abgelöst sind. Clive Owen, durch das Inzestdrama "Close My Eyes" und "Der Croupier" bekannt geworden, spielt diesen vermeintlich hoffnungslos Gestrandeten mit der gebremsten Leidenschaft, die im Grunde die gesamte Besetzung vermittelt. Seine Rückkehr in die Gesellschaft begleiten Vorzeige-Ire David Kelly, der Owens Blumenleidenschaft weckt, Bühnen-, TV- und Film-Aktrice Helen Mirren, die als leicht exzentrische Gartendesignerin sein Talent erkennt, und schließlich deren Tochter, die Owen in Liebe erblühen lässt. Unaufgeregt, charmant, aber auch etwas reibungsarm, formiert sich der Plot weitgehend aus den unterschiedlichen Gartenprojekten, garniert von Kleinkonflikten (Mirrens Bienenallergie, ihre Distanz zur Gattenwahl der Tochter), die nicht weiter verfolgt werden. Was bleibt, ist das Schmunzeln über den Kontrast zwischen dem zarten floristischen Objekt und seinem untypischen Pflegepersonal. Zyniker dagegen, die das Verhältnis von harten Männern und Blumen in Boris Karloffs Flussszene aus "Frankenstein" komischer verewigt sehen, finden hier kein Zuhause. kob.

Greenfingers

Der Gärtner ist bekanntlich immer der Mörder - in der britischen Komödie "Greenfingers" verhält es sich allerdings genau andersherum: Der Mörder wird zum Gärtner. Dabei bringt Colin Briggs, der wegen Totschlags eine langjährige Gefängnisstrafe absitzen muss, nicht nur die Pflanzen zum Blühen, sondern knüpft auch zarte Bande mit der schüchternen Tochter der Botanik-Expertin Georgina Woodhouse ...


Gegen Ende seiner Haftstrafe wird Colin Briggs, der wegen Totschlags im Affekt seit vielen Jahren hinter schwedischen Gardinen sitzt, in das Reformgefängnis Edgefield verlegt. Dort wird versucht, die Häftlinge im offenen Vollzug zurück ins normale Leben zu führen und ihnen Perspektiven für die Zeit danach aufzuzeigen. Der brummige Einzelgänger Colin Briggs, nach mehreren Jahren Haft ernüchtert und verbittert, ist davon nicht sonderlich begeistert.

Zu Weihnachten bekommt er von seinem neuen Zellengenossen Fergus Wilks, einem exzentrischen älteren Mann, der ein besonderes Faible für Blumen hat, ein Tütchen mit Veilchensamen geschenkt. Zunächst misst Colin diesem Präsent nicht allzu viel Bedeutung bei; eigentlich möchte er nur alleine sein und seine Ruhe haben. Als sich jedoch der Winter zum Ende neigt, blühen überall auf dem Gelände von Edgefield dunkellila Veilchen - Colins Veilchen.

Governor Hodge, der an dem Gefängnisprojekt von Edgefield federführend mitwirkt, wird durch das violette Blütenmeer dazu ermutigt, eine Gefängnisgärtnerei ins Leben zu rufen. Neben Colin und Fergus arbeiten auch Jimmy, der Skinhead Raw und Tony, der wegen Diebstahls einsitzt, an dem Experiment mit. Schnell spricht sich das Projekt auch jenseits der Gefängnismauern herum, der grüne Daumen der Insassen erlangt dabei schon fast Berühmtheit.

Schließlich wird auch die bekannte Botanik-Expertin Georgina Woodhouse auf die zarten Blüten der harten Jungs aufmerksam. Als sie zusammen mit ihrer etwas schüchternen und zurückhaltenden Tochter Primrose die blühenden Landschaften innerhalb der Mauern von Edgefield zu sehen bekommt, ist sie begeistert. Sie beschließt, das Quintett für den größten Gartenwettbewerb Englands, die "Hampton Court Flower Show", anzumelden.

Colins vorzeitige Entlassung aus der Haft beendet diese Unternehmung jäh. Dafür ermöglicht ihm die wiedererlangte Freiheit, mehr Zeit mit Primrose zu verbringen. Denn während Georgina Woodhouse bei ihrem Besuch im Gefängnis ausschließlich Augen für das Blumenmeer hatte, war Primrose Woodhouse in erster Linie damit beschäftigt, dem Häftling Colin Briggs verstohlene Blicke zuzuwerfen. Aber kann Colin seine Knast-Kumpels jetzt so einfach im Stich lassen?


"Die Queen" - Oscar[r] Gewinnerin Helen Mirren - und Clive Owen in einer liebevollen, charmant erzählten und britische-skurrilen Feel-good-Komödie, bei der die Gefühle aufblühen!

Quelle: Concorde

Darsteller:  Clive Owen   als Colin Briggs
  Helen Mirren   als Georgina Woodhouse
  David Kelly   als Fergus Wilks
  Warren Clarke   als Governor Hodge
  Danny Dyer   als Tony
  Adam Fogerty   als Raw
  Paterson Joseph   als Jimmy
  Natasha Little   als Primrose Woodhouse
  Peter Guinness   als Dudley
  Lucy Punch   als Holly
  Sally Edwards   als Susan Hodge
  Donald Douglas   als Nigel
  Kevin McMonagle   als Laurence
  Julie Saunders   als Sarah
  Jordan Maxwell   als John
 
Regie:  Joel Hershman  
Buch:  Joel Hershman  
Musik:  Guy Dagul  
Kamera:  John Daly  
Produzent:  Travis Swords  
  Daniel J. Victor  
 

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