DVD Leihvideo

Große Haie - kleine Fische

Dreamworks' Antwort auf "Findet Nemo": CGI-Spektakel aus der animierten Welt des organisierten Unterwasser-Verbrechens.


Große Haie - kleine Fische

Leihvideo

Erhältlich seit:
10.02.2005

Originaltitel: Shark Tale

Trickfilm/ Komödie

USA 2004
Laufzeit: 86 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Regie: Eric "Bibo" Bergeron, ...
Universal Pictures Germany

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Frech wie "Shrek": Die bunte Komödie aus den DreamWorks-Studios verbreitet Unterwasser-Zauber mit fischigen Helden.

Oscar und der vielarmige Schlägertrupp (Foto: UIP) Großansicht

Oscar und der vielarmige Schlägertrupp (Foto: UIP)

Ein Computertrickspaß aus dem Hause DreamWorks, das weckt gute Erinnerungen. Tatsächlich macht "Grosse Haie - kleine Fische" ähnlichen Spaß wie "Shrek" - auch wenn die Animation in der Weite des Ozeans statt im Oger-Paradies spielt.

Doch "Shrek"-Regisseurin Victoria Jenson ist wieder mit von der Partie und erzählt mit Bibo Bergeron eine herrliche Farce, die wie eine Mischung aus das "Tapfere Schneiderlein" und "Der Pate" wirkt.

Im Mittelpunkt steht Oscar, Angestellter einer Wal-Waschanlage, der sich beim Wetten verspekuliert. Doch dann erhält er die Chance, endlich ein großer Fisch zu werden.

Verknallt in Oscar: Rezeptionistin Angie (Foto: UIP) Großansicht

Verknallt in Oscar: Rezeptionistin Angie (Foto: UIP)

Putze mit Heldenwahn

Der Sohn eines gefürchteten Hai-Mafioso wird von einem herabfallenden Anker getötet, und Oscar zieht einen rasanten Schwindel auf: Die Putzkraft mimt den Hai-Besieger. Aber irgendwann muss die fischige Angelegenheit auffliegen...

Mit frechen Anspielungen und Zitaten begeistert "Grosse Haie - kleine Fische" nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Besucher. Das scheint ein Markenzeichen des Hauses DreamWorks zu werden, das mit den "Shrek"-Filmen bereits Trickgeschichte schrieb. Jetzt ist ein neuer Klassiker dazugekommen.

Große Haie - kleine Fische

Ganz wie man es von den Machern hinter den beiden sensationell erfolgreichen "Shrek"-Abenteuern erwarten durfte, ist auch der vierte computeranimierte Film aus dem Hause Dreamworks ein regelrechtes Fest an Farben, Tempo, Filmzitaten, augenzwinkerndem Product Placement und einem vergleichsweise erwachsenen (Dialog-)Humor, mit dem sich das Studio bekanntlich von der Disney-Konkurrenz absetzt. So sind die Abenteuer eines großmäuligen kleinen Fischs mit großen Träumen, den man fälschlicherweise als Hai-Killer rühmt, was ihm Ruhm einbringt, aber auch mehr Probleme als ihm lieb sind, der erwartete charmante Spaß. Als zweites CGI-Spektakel über Meeresbewohner mit allzu menschlichen Problemen hat "Große Haie - kleine Fische" allerdings darunter zu leiden, dass er dem übergroßen Schatten des kleinen Nemo nie so recht davonschwimmen kann.

Während "Shrek" seine Inspiration aus dem schier unerschöpflichen Märchenkosmos schöpfte, sind hier Gangsterfilme der letzten 30 Jahre, von "Der Pate" über "GoodFellas" bis "Die Sopranos", erkennbar Pate für die Prämisse des handwerklich mit gewohnter Finesse umgesetzten Hai-Lights. Außerhalb der für gewöhnlich mit Leben pulsierenden Fisch-Großstadt, die die Regisseure Vicky Jenson, Bibo Bergeron und Rob Letterman deutlich erkennbar New York, inklusive Wolkenkratzer und Times Square, nachempfunden haben, haust die gefürchtete Kaste der Haifische, angeführt von dem großen weißen Hai Don Lino. Im Original mit Gusto gesprochen von Robert De Niro herrscht er mit eiserner Faust über das Reich der Fischfresser und bereitet seine beiden Söhne Michael und Lenny darauf vor, eines Tages sein Erbe anzutreten. Doch nur Michael entwickelt die erwarteten Killerinstinkte, während Lenny zur Sorge des Papas ein schreckhaftes Sensibelchen ist, das keiner Seele etwas antun kann und aus Überzeugung Vegetarier geworden ist (die deutlichste Parallele zu Handlungssträngen des epischeren "Findet Nemo"). Vorhang auf für den von Will Smith mit unablässiger Hiphop-Energie gesprochenen Lebenskünstler Oscar, der in der Walwaschanlage des Kugelfischs Sykes (Martin Scorsese) arbeitet und dessen große Klappe nur von seinen Träumen von einer besseren Zukunft übertroffen wird. So übersieht er nicht nur, dass die süße Angie lange schon verliebt in ihn ist, sondern seine Fahrlässigkeit ihm auch schwere Probleme beschert. Eine Verkettung unglücklicher Ereignisse lässt Oscar anwesend sein, als Don Linos Sohn Michael von einem Anker erschlagen wird. Fortan wird er als Haikiller gefeiert, mit Reichtum überhäuft und von der attraktiven und berechnenden Femme fatale Lola umgarnt. Die Haie haben es indes auf ihn abgesehen. Die Rettung naht in Gestalt von Lenny, der aus der Haigesellschaft geflohen ist und Oscar nicht nur hilft, seine Charade aufrecht zu erhalten, sondern schließlich auch - in der witzigsten Szene - Don Lino und die anderen Haie zu konfrontieren.

Die funkelnden Farben und eine nicht enden wollende Parade absurd-komischer Figuren reichen aus, den Zuschauer vom ersten Moment an zu fesseln - wie der kleine Wurm der zum Auftakt des Films an einem Angelhaken zitternd ins Meer hinab gelassen wird, wo er das Glück hat, ausgerechnet auf Lenny zu treffen, der ihn befreit. Weil die Gags in hoher Geschwindigkeit kommen, weil es eigentlich immer etwas zu entdecken gibt in den bis zum Bersten gefüllten Frames und weil die rasenden Dialoge für zusätzliches Tempo sorgen, kann man gut damit leben, dass die Geschichte selbst das eigentlich schwache Glied von "Große Haie - kleine Fische" ist: Echte Überraschungen erwarten den Zuschauer bei dem etwas umständlich geplotteten Abenteuer nicht, das immer etwas hinter der Eleganz und Gravitas von "Findet Nemo" zurückbleibt. In seiner Großstadt-Variante bietet Dreamworks dafür hippe Verweise auf die Hiphop-Kultur und unzählige Zitate von besagten Gangsterfilmen über "Der Zauberer von Oz" und "Der weiße Hai" bis zu "Car Wash". Und natürlich ist die frenetische gute Laune ansteckend, sodass es nicht schwerfällt, dem Unterfangen einen großen kommerziellen Erfolg vorauszusagen. Einzig richtig frisch will dieser Fisch nicht riechen. ts.

Sprecher:  Will Smith   als Oscar
  Robert De Niro   als Don Lino
  Renée Zellweger   als Angie
  Jack Black   als Lenny
  Angelina Jolie   als Lola
  Martin Scorsese   als Sykes
  Doug E. Doug   als Bernie
  Peter Falk   als Don Brizzi
  Michael Imperioli   als Frankie
  Ziggy Marley   als Ernie
  Vincent Pastore   als Luca
  Katie Couric   als Katie Current
 
Regie:  Eric "Bibo" Bergeron  
  Vicky Jenson  
  Rob Letterman  
Buch:  Michael J. Wilson  
  Rob Letterman  
  Damian Shannon  
Musik:  Hans Zimmer  
Produzent:  Bill Damaschke  
  Janet Healy  
  Allison Lyon Segan  

Vorsicht, surfende Pinguine!

Diese Filmidee ist so verrückt, dass sie glatt funktionieren könnte.

Gelungenes CGI-Debüt: Die "Chubbchubbs" fuhren gleich einen Oscar ein (Foto: Sony Pictures Imageworks) Großansicht

Gelungenes CGI-Debüt: Die "Chubbchubbs" fuhren gleich einen Oscar ein (Foto: Sony Pictures Imageworks)

So etwa dürfte es im Kopf der Studiobosse bei Sony Animation ausgesehen haben, als CGI-Experte Ash Brannon ihnen seine neueste Filmidee vorstellte. Eine Mischung aus Michael Moore, "Scary Movie", "Findet Nemo" und "Ice Age" schwebe ihm vor, erklärte Brannon begeistert.

"Surf's up" soll demnach die erste CGI-Dokumentation werden - allerdings als spaßige Satire auf das Genre. Der Film soll nämlich die bahnbrechende Entdeckung aufzeigen, dass Wellenreiten nicht etwa von braungebrannten Beach Boys der Gattung Homo sapiens an heißen Sandstränden erfunden wurde, sondern vielmehr von elegant in Schwarz-Weiß gekleideten Vögeln im ewigen Eis der Antarktis. Nach einem wilden Ritt durch die Jahrhunderte gelangt man schließlich beim Höhepunkt der Wellen-Evolution an: Die Pinguin-Weltmeisterschaft im Extrem-Surfen!

Den Termin in der Chef-Etage bei Sony bekam Brannon nur, weil er für den großen Trick-Konkurrenten Pixar als Co-Regisseur das Spielzeugspektakel "Toy Story 2" entwickelt und inszeniert hatte. Doch statt den Pixel-Nerd nach seiner schrägen Präsentation samt seiner Filmidee in die Wüste zu schicken, gab man Brannon sofort Grünes Licht.

Steile Bretter gegen scharfe Zähne

Dahinter steckt natürlich das Bestreben, den etablierten Konkurrenten im hart umkämpften CGI-Geschäft den Rang abzulaufen: Dreamworks punktete nach "Ice Age" zuletzt mit "Shrek 2" und schickt mit "Große Haie - kleine Fische" demnächst einen Schwarm Meeresbewohner ins Kino - Ähnlichkeiten mit "Findet Nemo" sind kein Zufall und mit Sicherheit erwünscht. Der Clownfisch-Spaß wiederum stammt aus der Pixar-Schmiede. Dort blickt man stolz auf die "Monster AG" zurück und freut sich auf die schräge Superhelden-Familie "Die Unglaublichen - The Incredibles".

Vor "Surf's up" bringt Sony schon den CGI-Erstling "Open Season" ins Kino: Der zahme, 500 Kilo schwere Grizzly Boog und ein Hirsch mit kaputtem Geweih namens Elliot stranden auf der Flucht vor Jägern im Wald. Von ihrem Schicksal mächtig genervt, versuchen sie, die dort lebenden Tiere zum Aufstand gegen die menschliche Bedrohung anzustacheln.

Die Animationen für beide Filme liefert dabei die Tochterfirma Imageworks, die 2003 mit dem Überraschungshit "The Chubbchubbs!" um den tollpatschigen Putzknecht einer Weltraumkneipe den Oscar für den besten animierten Kurzfilm gewann. Eine Spielfilmversion ist bereits in Planung. Außerdem schickt Imageworks zu Weihnachten den "Polarexpress" auf Reisen und modellierte dafür den Zugschaffner nach der Vorlage von Tom Hanks.

Beim Pinguin-Spaß "Surf's up" wird Ash Brannon übrigens von Co-Regisseur Chris Buck unterstützt, der für Disney an "Tarzan" und "Pocahontas" arbeitete.

Bei soviel Kompetenz sollte doch jede Welle zu meistern sein!

 

Große Haie - kleine Fische in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Weitere Videos

Hoch Runter