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Leihvideo
Erhältlich seit:
10.02.2005
Originaltitel: Shark Tale
USA 2004
Laufzeit: 86 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)
Regie: Eric "Bibo" Bergeron, ...
Universal Pictures Germany

Ganz wie man es von den Machern hinter den beiden sensationell erfolgreichen "Shrek"-Abenteuern erwarten durfte, ist auch der vierte computeranimierte Film aus dem Hause Dreamworks ein regelrechtes Fest an Farben, Tempo, Filmzitaten, augenzwinkerndem Product Placement und einem vergleichsweise erwachsenen (Dialog-)Humor, mit dem sich das Studio bekanntlich von der Disney-Konkurrenz absetzt. So sind die Abenteuer eines großmäuligen kleinen Fischs mit großen Träumen, den man fälschlicherweise als Hai-Killer rühmt, was ihm Ruhm einbringt, aber auch mehr Probleme als ihm lieb sind, der erwartete charmante Spaß. Als zweites CGI-Spektakel über Meeresbewohner mit allzu menschlichen Problemen hat "Große Haie - kleine Fische" allerdings darunter zu leiden, dass er dem übergroßen Schatten des kleinen Nemo nie so recht davonschwimmen kann.
Während "Shrek" seine Inspiration aus dem schier unerschöpflichen Märchenkosmos schöpfte, sind hier Gangsterfilme der letzten 30 Jahre, von "Der Pate" über "GoodFellas" bis "Die Sopranos", erkennbar Pate für die Prämisse des handwerklich mit gewohnter Finesse umgesetzten Hai-Lights. Außerhalb der für gewöhnlich mit Leben pulsierenden Fisch-Großstadt, die die Regisseure Vicky Jenson, Bibo Bergeron und Rob Letterman deutlich erkennbar New York, inklusive Wolkenkratzer und Times Square, nachempfunden haben, haust die gefürchtete Kaste der Haifische, angeführt von dem großen weißen Hai Don Lino. Im Original mit Gusto gesprochen von Robert De Niro herrscht er mit eiserner Faust über das Reich der Fischfresser und bereitet seine beiden Söhne Michael und Lenny darauf vor, eines Tages sein Erbe anzutreten. Doch nur Michael entwickelt die erwarteten Killerinstinkte, während Lenny zur Sorge des Papas ein schreckhaftes Sensibelchen ist, das keiner Seele etwas antun kann und aus Überzeugung Vegetarier geworden ist (die deutlichste Parallele zu Handlungssträngen des epischeren "Findet Nemo"). Vorhang auf für den von Will Smith mit unablässiger Hiphop-Energie gesprochenen Lebenskünstler Oscar, der in der Walwaschanlage des Kugelfischs Sykes (Martin Scorsese) arbeitet und dessen große Klappe nur von seinen Träumen von einer besseren Zukunft übertroffen wird. So übersieht er nicht nur, dass die süße Angie lange schon verliebt in ihn ist, sondern seine Fahrlässigkeit ihm auch schwere Probleme beschert. Eine Verkettung unglücklicher Ereignisse lässt Oscar anwesend sein, als Don Linos Sohn Michael von einem Anker erschlagen wird. Fortan wird er als Haikiller gefeiert, mit Reichtum überhäuft und von der attraktiven und berechnenden Femme fatale Lola umgarnt. Die Haie haben es indes auf ihn abgesehen. Die Rettung naht in Gestalt von Lenny, der aus der Haigesellschaft geflohen ist und Oscar nicht nur hilft, seine Charade aufrecht zu erhalten, sondern schließlich auch - in der witzigsten Szene - Don Lino und die anderen Haie zu konfrontieren.
Die funkelnden Farben und eine nicht enden wollende Parade absurd-komischer Figuren reichen aus, den Zuschauer vom ersten Moment an zu fesseln - wie der kleine Wurm der zum Auftakt des Films an einem Angelhaken zitternd ins Meer hinab gelassen wird, wo er das Glück hat, ausgerechnet auf Lenny zu treffen, der ihn befreit. Weil die Gags in hoher Geschwindigkeit kommen, weil es eigentlich immer etwas zu entdecken gibt in den bis zum Bersten gefüllten Frames und weil die rasenden Dialoge für zusätzliches Tempo sorgen, kann man gut damit leben, dass die Geschichte selbst das eigentlich schwache Glied von "Große Haie - kleine Fische" ist: Echte Überraschungen erwarten den Zuschauer bei dem etwas umständlich geplotteten Abenteuer nicht, das immer etwas hinter der Eleganz und Gravitas von "Findet Nemo" zurückbleibt. In seiner Großstadt-Variante bietet Dreamworks dafür hippe Verweise auf die Hiphop-Kultur und unzählige Zitate von besagten Gangsterfilmen über "Der Zauberer von Oz" und "Der weiße Hai" bis zu "Car Wash". Und natürlich ist die frenetische gute Laune ansteckend, sodass es nicht schwerfällt, dem Unterfangen einen großen kommerziellen Erfolg vorauszusagen. Einzig richtig frisch will dieser Fisch nicht riechen. ts.
| Sprecher: | Will Smith | als Oscar | |
|---|---|---|---|
| Robert De Niro | als Don Lino | ||
| Renée Zellweger | als Angie | ||
| Jack Black | als Lenny | ||
| Angelina Jolie | als Lola | ||
| Martin Scorsese | als Sykes | ||
| Doug E. Doug | als Bernie | ||
| Peter Falk | als Don Brizzi | ||
| Michael Imperioli | als Frankie | ||
| Ziggy Marley | als Ernie | ||
| Vincent Pastore | als Luca | ||
| Katie Couric | als Katie Current | ||
| Regie: | Eric "Bibo" Bergeron | ||
| Vicky Jenson | |||
| Rob Letterman | |||
| Buch: | Michael J. Wilson | ||
| Rob Letterman | |||
| Damian Shannon | |||
| Musik: | Hans Zimmer | ||
| Produzent: | Bill Damaschke | ||
| Janet Healy | |||
| Allison Lyon Segan | |||
Große Haie - kleine Fische in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch
Tonformat: Dolby Surround
Bildformat: 1:1,85
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