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Grosse Pointe Blank

Satirischer Mordsspaß um einen Killer in der Identitätskrise von und mit John Cusack.


Grosse Pointe Blank

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Erhältlich seit:
11.07.2002

Action/ Komödie

USA 1997
Laufzeit: 103 Min.
FSK: ab 16

John Cusack
Minnie Driver
Dan Aykroyd

Regie: George Armitage
Walt Disney Studios Home Entertainment

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Grosse Pointe Blank

Martin Blank ist ein hitman und als solcher gehört er zu den besten seines Fachs. Doch in letzter Zeit plagt ihn immer öfter das schlechte Gewissen, und er spielt mit dem Gedanken, seinen Job an den Nagel zu hängen. Deshalb ist er froh, als er eines Tages eine Einladung zum zehnjährigen Klassentreffen zugeschickt bekommt. Umso mehr, als er dadurch die Aussicht hat, auch seine alte Jugendliebe Debi wiederzusehen. Dumm nur, daß sein Erzrivale Grocer ausgerechnet jetzt mit ihm abrechnen will und ihn deshalb keine Sekunde aus den Augen läßt...

Mit seiner pechschwarzen Gangster-Komödie wildert Kult-Regisseur George Armitage ("Miami Blues") genußvoll in Tarantinos "Pulp Fiction"-Revieren. Trotzdem gelingt es ihm, der Profikiller-Persiflage seinen unnachahmlichen Stempel aufzudrücken. Perfekt in Tempo und Timing, jagt Armitage den in Hochform aufspielenden John Cusack durch einen verwinkelten Plot, der mit Dutzenden von skurrilen und makabren Einfällen gespickt ist. Der mit Dan Aykroyd und Minnie Driver auch in den Nebenrollen exzellent besetzte Anarcho-Trip dürfte bei Genre-Fans bestens ankommen.

Grosse Pointe Blank

"Pulp Fiction" bescherte der Profession des coolen Hollywood-Hitman breitangelegten Mainstream-Kultstatus und ein fortgesetztes Hoch in der Filmkonjunktur. Gleich zwei Killer-Komödien ballern derzeit in den amerikanischen Kinos: die Joe-Pesci-Standardübung "8 Heads In A Dufflebag" und der satirische Mordsspaß "Grosse Pointe Blank" mit John Cusack.

Cusack ("City Hall") übernimmt mit einer entwaffnend charmanten Darstellung nicht nur die Hauptrolle als lakonischer, sich mit einer Identitätskrise herumschlagender Auftragskiller, sondern fungiert darüber hinaus als Coproduzent und brütete gemeinsam mit seinen alten Schulfreuden Steve Pink, D.V. de Vincentis und Tom Jankiewicz das clever-pointenreiche Drehbuch aus. Als Regisseur wurde George Armitage verpflichtet, dessen Kriminalgroteske "Miami Blues" von 1989 über die Jahre hinweg zum Kulthit avancierte. Er bringt hier erneut seinen distanziert-ironischen Stil ein und macht sich in der subversiven Komödie daran, den amerikanischen Traum von Erfolg, Wohlstand und harmonischem Familienleben zu demontieren.

So ist zwar das Bankkonto des Protagonisten Martin Q. Blank (Cusack) keineswegs blank, doch den Luxus von Reuegefühlen bezüglich seines gnadenlosen Jobs als gefragter Killer gönnt er sich nicht. Hingegen klagt er seinem verständlich nervösen Psychiater (Alan Arkin) wortgewandt von innerlicher Leere und Rastlosigkeit. Dies läßt sich womöglich darauf zurückführen, daß Martin vor zehn Jahren seine Jugendliebe Debi (Minnie Driver aus "Circle of Friends") vor dem Abschlußball sitzenließ und seither keinerlei Kontakt mehr zu ihr hatte. Da erhält er eine Einladung zum zehnjährigen Klassentreffen in seinem Heimatstädtchen Grosse Pointe, wo zudem ein weiterer Auftrag auf ihn wartet...

Mit Debi, die mittlerweile als Radiomoderatorin tätig ist - was dem hippen Punk/New Wave/Ska-Soundtrack mit Bands wie den Specials, Madness und The Clash (deren Gitarrist Joe Strummer für den eigenwilligen Score verantwortlich zeichnet) Vorschub leistet -, fängt er erneut eine Romanze an - ein Romantikkomödien-Aspekt ganz nach der familienorientierten Fasson klassischer Disneyproduktionen. Doch sonst wird auf amerikanischen Werten herumgehackt, als gelte es, das Magic Kingdom ein für alle Mal einzuäschern. Mit diversen Offbeat-Elementen, bizarren Charakteren, seltsam übersteigerter Situationskomik und entlarvend absurden Dialogen macht Regisseur Armitage die Killerkomödie zum erfrischenden Filmerlebnis. Zu den manischen Mitspielern zählen u.a. Dan Aykroyd als Blanks Erzrivale, der eine Killergewerkschaft gründen will, Joan Cusack als drollige Assistentin im Sgt.-Pepper-Look und Jeremy Piven als marihuanarauchender Immobilienmakler. Die diversen Shootouts wurden von Kameramann Jamie Anderson finessenreich gefilmt und verleihen den Actionmomenten einen eleganten Schliff. Die Gangstergroteske hätte es allemal verdient, sich auf die Hit-Liste jener deutschen Kinogänger zu schießen, die ein Faible für etwas ausgefallenere Unterhaltung haben. ara.

Darsteller:  John Cusack   als Martin Blank
  Minnie Driver   als Debi Newberry
  Dan Aykroyd   als Mr. Grocer
  Alan Arkin   als Dr. Oatman
  Joan Cusack   als Marcella
  Jeremy Piven   als Paul Spericki
  Hank Azaria   als Steven Lardner
  K. Todd Freeman   als Kevin McCullers
  Michael Cudlitz   als Bob Destepello
  Benny Urquidez   als Felix La PuBelle
  Mitchell Ryan   als Bart Newberry
  Barbara Harris   als Mary Blank
  Ann Cusack   als Amy
  Jenna Elfman   als Tanya
  Belita Moreno   als Mrs. Kinetta
  Carlos Jacott   als Ken McCullard
  D. v. DeVincentis   als Dan Koretzky
  Wendy Thorlakson   als Kellnerin Melanie
  Steve Pink   als Terry Rostand
  K. K. Dodds   als Tracy
  Bill Cusack   als Kellner
  Traci Dority   als Jenny Slater
  Brent Armitage   als Cosmo
  Sarah DeVincentis   als Dr. Oatmans Patientin
 
Regie:  George Armitage  
Buch:  Tom Jankiewicz  
  D. v. DeVincentis  
  Steve Pink  
  John Cusack  
Musik:  Joe Strummer  
Kamera:  Jamie Anderson  
Produzent:  Susan Arnold  
  Donna Arkoff Roth  
  Roger Birnbaum  
 

Fassungen

 

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Features

 

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John Cusack

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Minnie Driver

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