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Hände weg von Mississippi

Cornelia Funke-Verfilmung von Detlev Buck.


Hände weg von Mississippi

Leihvideo

Erhältlich seit:
08.10.2007

Kinderfilm/ Kriminalfilm

Deutschland 2007
Laufzeit: 96 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Zoe Mannhardt
Katharina Thalbach
Christoph Maria Herbst

Regie: Detlev Buck
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In Detlev Bucks turbulenter Kinderbuchverfilmung treibt Christoph Maria Herbst sein Unwesen auf dem Land.

Emma hat's geschafft! Haflinger-Stute Mississippi gehört jetzt ihr (Foto: Delphi) Großansicht

Emma hat's geschafft! Haflinger-Stute Mississippi gehört jetzt ihr (Foto: Delphi)

Die heiß ersehnten Sommerferien rücken näher, und für die 10-jährige Emma (Zoë Mannhardt) gibt es nichts Schöneres, als diese bei Oma Dolly (Katharina Thalbach) auf dem Land zu verbringen! Doch kaum ist Emma dort angekommen, wird die Idylle jäh getrübt durch Albert Gansmann (Christoph Maria Herbst), den Neffen des verstorbenen Nachbarn Klipperbusch. Der hinterlistige Erbschleicher scheut keine Tricks, um sich dessen Anwesen unter den Nagel zu reißen.

Mit Klipperbuschs Hinterlassenschaft, der eigenwilligen Stute Mississippi, will er dagegen kurzen Prozess machen. Jetzt ist Emmas Einsatz gefragt. Als Pferdeschlachter Pit auf dem Hof vorfährt, kann sie das Schlimmste verhindern. Kurzerhand überredet sie ihre Oma, Gansmann das Pferd abzukaufen. Doch schon am nächsten Tag möchte er Mississippi wiederhaben. Emma wird misstrauisch, denn spontane Tierliebe kauft sie Gansmann nicht ab. Ein spannendes und trickreiches Ringen um die Stute beginnt...

Albert will sein Pferd zurück (Foto: Delphi) Großansicht

Albert will sein Pferd zurück (Foto: Delphi)

Ein Kindheitstraum wird wahr

Mit seinem ersten Kinderfilm erfüllte sich Komödienspezialist Detlev Buck nicht nur einen Kindheitstraum, sondern ließ, auch zum Vergnügen seiner Töchter Emma und Klara, eine Idylle zwischen "Bullerbü" und "Irgendwo in Iowa" wieder aufleben.

Mit Christoph Maria Herbst als gierig-schmierigem Fiesling, Newcomerin Zoe Charlotte Mannhardt als unerschrockener Hauptdarstellerin, Katharina Thalbach als unkonventioneller Großmutter, Detlev Buck in einer schönen Nebenrolle als dämlicher Polizeibeamter und der inzwischen 92-jährigen Heidi Kabel mit Tochter Heidi Mahler in einer Gastrolle. Spannend, lustig und sehr originell!

Hände weg von Mississippi

Mit seinem ersten Kinderfilm legt Detlev Buck, der zuletzt mit dem Jugenddrama "Knallhart" überzeugte, die mit Abstand beste Adaption eines Cornelia-Funke-Romans vor.

Der Verjüngungsprozess, den Detlev Buck mit seinen vergangenen Filmthemen an den Tag gelegt hat, ist schon erstaunlich. Denn nach seiner sehr erwachsenen schwarzen Komödie "LiebesLuder" und dem niederschmetternd authentischen Jugenddrama "Knallhart" begeistert der norddeutsche Filmemacher nun mit einem Genre, das man nicht unbedingt von ihm erwarten durfte: dem Kinderfilm. "Hände weg von Mississippi" basiert auf dem gleichnamigen Roman der Bestseller-Jugendbuchautorin Cornelia Funke, deren bekanntestes Werk "Tintenherz" gerade in Hollywood verfilmt wird und deren "Wilde Hühner" nun schon zum zweiten Mal die Leinwand erobern. Auf den zweiten Blick ist Buck natürlich der ideale Mann für diese Adaption. Er stammt vom Land, ist Vater von zwei Kindern, hat schon bei "Karniggels" seine Affinität zu Tieren bewiesen und er besitzt diesen einzigartigen staubtrockenen Humor, der auch vor Generationsschranken keinen Halt macht. Und schon sind wir mittendrin in der Geschichte eines wunderbaren Sommers: Wie jedes Jahr darf die zehnjährige Emma die großen Ferien bei ihrer Großmutter auf dem Lande verbringen. Das bedeutet: Jede Menge große und kleine Tiere, viel Natur, nette und weniger nette Menschen sowie spannende Abenteuer mit Freund Leo. Zum Beispiel jenes mit dem gerissenen Erbschleicher Albert Gansmann (schon wieder Christoph Maria Herbst, der hier die Klippen zum Manierismus haarscharf umschifft), den sie alle nur den Alligator nennen. Der will den Hof seines gerade verstorbenen Onkels versilbern. Doch um an dessen Testament zu kommen, muss er sich um die alte Stute Mississippi kümmern. Dummerweise hat der geldgierige Gansmann den Gaul soeben an Emma verkauft. Deshalb setzt er jetzt alles daran, um das Pferd wieder zurückzubekommen. Aber mithilfe von Oma, die gleichzeitig auch noch der beste Kumpel ist, den man sich vorstellen kann, kann Emma sämtliche Attacken Gansmanns abwehren und ihm obendrein noch eine Lehre erteilen, die dieser niemals vergessen wird.

Bei "Hände weg von Mississippi" stimmt einfach alles: Die traumhaft idyllische Kulisse - das Biosphärenreservat Schaalsee in Mecklenburg-Vorpommern, und die Charaktere, die sich darin tummeln: Plattdeutsch-schnackende Bäuerinnen (die Ohnsorg-Theater-Ikonen Heidi Kabel und Heidi Mahler lassen grüßen) ebenso wie ein selten dämlicher, alles nachplappernder Dorftrottel (zum Knuddeln doof: Milan Peschel), ein überkorrekter Dorfpolizist mit Bierbauch (Buck selbst, herrlich böse wie einst in "Sonnenallee") genauso wie ein schusseliger Tierarzt, der aber immer dann zur Stelle ist, wenn man ihn braucht. Dazu gesellt sich ein mit Country-Musik angereicherter Soundtrack, der einen Hauch von Wild-West-Atmosphäre und Tom-Sawyer-Abenteuer verströmt wie übrigens auch die lustige Schweine-Rodeo-Einlage. Für die Lacher sorgt unter anderem eine großartig aufgelegte Katharina Thalbach, die sich als jung gebliebene Oma bei jeder Gelegenheit irgendwo die Birne anhaut und ansonsten für jeden Schabernack zu haben ist - während Zoë Charlotte Mannhardt (war eines der Biestigen Biester in "Die Wilden Kerle 3") als Emma, eine Art von Pippi Langstrumpfs kleine Schwester (nicht ganz so stark, aber mindestens so clever), stets mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen über allem thront. Hat man dann noch ein wenig über Globalisierung gelernt (auf Gansmanns Hof soll ein Discounter entstehen) und die abschließende Tortenschlacht bauchmuskeltechnisch überlebt, dann bekommt man auch noch im originell animierten Abspann kurz, plastisch und sehr treffend die wichtigsten Filmberufe vorgestellt. Wenn es bisher noch kein Lehrbeispiel dafür gegeben hat, wie gute Kinderfilme aussehen sollen, Buck hat es jetzt geliefert. lasso.

Darsteller:  Zoe Mannhardt   als Emma
  Katharina Thalbach   als Dolly
  Christoph Maria Herbst   als Albert Gansmann, der Alligator
  Hans Löw   als Tierarzt Dr. Knapps
  Milan Peschel   als Hinnerk
  Karl Alexander Seidel   als Leo
  Konstantin Kaucher   als Max
  Angelika Böttiger   als Elsbeth Dockenfuß
  Heidi Mahler   als Henriette
  Margit Bendokat   als Alma
  Heidi Kabel   als Martha
  Ingo Naujoks   als Pferdeschlachter Pit
  Detlev Buck   als Dorfpolizist Otto
  Fritzi Haberlandt   als Alicia
 
Regie:  Detlev Buck  
Buch:  Maggie Peren  
  Stefan Schaller  
Musik:  Natalia Dittrich  
Kamera:  Jana Marsik  
Produzent:  Claus Boje  
 

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