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Half Moon

Tragikomisches Roadmovie um passionierte kurdische Musiker auf dem Weg durch die Steinwüste.


Half Moon

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Erhältlich seit:
25.01.2008

Originaltitel: Niwe mung

Drama

Iran/Irak/Österreich/Frankreich 2006
Laufzeit: 100 Min.
FSK: ab 12

Ismail Ghaffari
Allah-Morad Rashtian
Hedieh Tehrani

Regie: Bahman Ghobadi
Pandora Film GmbH & Co. Verleih KG

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Tragikomisches Roadmovie um kurdische Musiker auf dem Weg durch die Steinwüste.

Wunderbare Bilder: Mamo und seine Söhne gehen auf die Reise (Foto: Pandora) Großansicht

Wunderbare Bilder: Mamo und seine Söhne gehen auf die Reise (Foto: Pandora)

Der alte Mamo (Ismail Ghaffari) war einst ein gefeierter Musiker. Jetzt, nach dem Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein, der die öffentliche Aufführung kurdischer Musik verboten hatte, hofft Mamo auf ein letztes Konzert, das er vor großem Publikum gemeinsam mit seinen neun Söhnen geben möchte.

Kurzerhand organisiert sein getreuer Freund Kako (Allah-Morad Rashtian) einen alten Schulbus, sammelt sämtliche Künstler, derer er habhaft werden kann, auf und startet zu einer äußerst anstrengenden Reise in den Irak, bei der schlechte Straßen, unkooperative Grenzer und undurchsichtige Wegelagerer noch zu den kleinsten Problemen gehören.

Immer neue Hindernisse türmen sich auf (Foto: Pandora) Großansicht

Immer neue Hindernisse türmen sich auf (Foto: Pandora)

Musik mit Komik

Nach "Zeit der trunkenen Pferde" und "Schildkröten können fliegen" präsentiert Bahman Ghobadi erneut einen Film im iranisch-irakischen Grenzgebiet. Sein schönes, erneut toll fotografiertes, musikalisches Roadmovie bietet dieses Mal aber mehr Komik als Tragik. Ein besonders guter Griff gelang ihm mit Darsteller Allah Morad Rashtiani, der Groucho Marx alle Ehre macht.

Half Moon

Nach dem Flüchtlings-Drama "Schildkröten können fliegen" überrascht der Kurde Bahman Ghobadi mit einem Roadmovie, das neben Tragik auch viel Komik bereit hält.

Es kann doch tatsächlich großes Vergnügen bereiten, wenn man sich als Westeuropäer auf eine Kultur einlässt, die einem zunächst unverständlich und absurd vorkommt. Bestes Beispiel: "Half Moon", der neue Film des iranischen Kurden Bahman Ghobadi, dessen Werke "Zeit der trunkenen Pferde" (2000) und "Schildkröten können fliegen" (2004) nicht nur wegen ihrer wunderschönen poetischen Titel mehrfach prämiert wurden. Nach diesen beiden Dramen über kurdische Flüchtlinge im iranisch-irakischen Grenzgebiet entschied sich der Autor und Regisseur, der in Teheran Film studierte, diesmal für einen leichteren Stoff. Lediglich der Schauplatz ist der gleiche geblieben, das Vierländereck Syrien, Türkei, Iran und Irak, wo Millionen Kurden ohne eigenen anerkannten Staat leben. So auch der alte Mamo. Einst war er ein gefeierter Musiker. Jetzt, nach dem Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein, der die öffentliche Aufführung kurdischer Musik verboten hatte, hofft Mamo auf ein letztes Konzert, das er vor großem Publikum gemeinsam mit seinen neun Söhnen geben möchte. Kurzerhand organisiert sein getreuer Freund Kako einen alten Schulbus, sammelt sämtliche Künstler, denen er habhaft werden kann, ein und startet zu einer äußerst anstrengenden Reise in den Irak, bei der schlechte Straßen, unkooperative Grenzer und undurchsichtige Wegelagerer noch zu den kleinsten Problemen gehören. Ungleich schwerer wiegen da schon der Verlust der Musikinstrumente, die erfolglose Suche nach einer weiblichen Stimme und schwere Albträume und Todesvisionen, von denen der ohnehin schon geschwächte Mamo geplagt wird.

"Half Moon" handelt von der ganz besonders innigen Beziehung der Kurden zur Musik, aber auch davon, dass es Frauen im Iran verboten ist, öffentlich zu singen, weshalb die Aufführung des Films dort verboten wurde. Doch trotz aller Schwermut verliert Ghobadi nie seinen Humor, der sich vor allem in der Person des Kako manifestiert. Köstlich wie er seinen orangefarbenen Bus namens "kurdischer Adler" durch die asiatische Steinwüste - in all seiner kargen Schönheit perfekt vom australischen Kameramann Nigel Bluck eingefangen - navigiert, urkomisch wie der Pechvogel zudem von einem Fettnäpfchen ins andere tritt, wo er doch für alle nur das Beste will. Dessen Darsteller Allah Morad Rashtiani macht hier nicht nur wegen seines markanten Schnauzers dem großen Groucho Marx alle Ehre.

Pandora bringt dieses etwas andere Roadmovie in der Originalfassung mit Untertiteln in die Kinos. Das macht die Sichtung dieser Arthouse-Perle zwar nicht einfacher, erhöht jedoch Lokalkolorit und Authentizität um ein Vielfaches. lasso.

Half Moon

Trotz Krankheit plant der alternde Starmusiker Mamo zusammen mit seinen zehn Söhnen zu einem großen Konzert in den Irak zu fahren. Dieser symbolische "Schrei der Freiheit" findet anlässlich des Sturzes von Saddam Hussein statt. Die Unterdrückung kurdischer Musik im Irak hat endlich ein Ende. Nachdem es seinem treuen Feund Kako gelingt, einen alten Schulbus aufzutreiben, machen sich Mamo und seine Söhne, die ihn wie in frühen Tagen als Orchester begleiten, auf den Weg. Zusammen mit der ehemals gefeierten Sängerin Hesho und ihren Instrumenten überqueren sie die Grenze in den Irak. Der Weg der Musiker durch die majestätische Landschaft ist beschwerlich und voller Hindernisse, aber Mamo führt sie zielstrebig in ein Abenteuer voller Leidenschaft und Magie ... HALF MOON, gefilmt in den kargen und abgelegenen Regionen Kurdistans, erzählt mit viel Humor und liebevollen Charakteren von den Schwierigkeiten mit denen Künstler im Iran konfrontiert sind wenn sie öffentlich in Erscheinung treten wollen. Das beeindruckende Darstellerensemble und der neuseeländische Kameramann Nigel Bluck, der in der abgelegenen kurdischen Bergwelt Bilder voller Kargheit und Schönheit findet, machen Ghobadis Film zu einem nachhaltigen Erlebnis. Im Iran wurde HALF MOON kurz nach der Uraufführung aufgrund seiner politischen Brisanz verboten.

Quelle: Pandora

- Making of (ca. 35 Min.)
- Trailer

Quelle: Pandora

Darsteller:  Ismail Ghaffari   als Mamo
  Allah-Morad Rashtian   als Busfahrer Kako
  Hedieh Tehrani   als Sängerin Hesho
  Hassan Pourshirazi   als Grenzpolizist
  Golshifteh Farahani   als Niwemang
  Sadiq Behzadpoor   als Shouan
  Kambiz Arshi  
  Mohamad Nahid  
  Bahram Zarei  
 
Regie:  Bahman Ghobadi  
Buch:  Bahman Ghobadi  
Musik:  Hossein Alizadeh  
Kamera:  Nigel Bluck  
  Crighton Bone  
Produzent:  Bahman Ghobadi  
 

Half Moon in der Fotoshow

 

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