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Hallo, Mr. President

Nach dem Tod seiner Frau verliebt sich US-Präsident Sheperd endlich wieder. Doch die Angebetete ist eine aufsässige Umweltschützerin und sorgt für reichlich Trubel im Weißen Haus. Meisterliche Romantik-Komödie mit herausragenden Hauptdarstellern.


Hallo, Mr. President

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Erhältlich seit:
15.05.2003

Originaltitel: The American President

Komödie

USA 1995
Laufzeit: 109 Min.
FSK: ab 6

Michael Douglas
Annette Bening
Martin Sheen

Regie: Rob Reiner
Universal Pictures Germany

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Hallo, Mr. President

Dem amerikanische Präsident Andrew Shepherd macht seit dem Tod seiner Frau die Einsamkeit zu schaffen. Da verliebt er sich in die attraktive Sydney Ellen Wade, die scharfzüngige Lobbyistin einer Umweltschutzvereinigung. In der Folge steht das Staatsoberhaupt vor der schwierigen Aufgabe, seinen politischen Idealen treu zu bleiben und gleichzeitig Freunden, Feinden und den Medien zu beweisen, daß auch ein Präsident eine Gefühlswelt besitzt, die es auszuleben gilt.

Mit seiner romantischen Komödie präsentiert Star-Regisseur Rob Reiner ("Eine Frage der Ehre") dem Publikum eine der ungewöhnlichsten Liebesgeschichten der letzten Zeit. Obwohl bis in die kleinste Nebenrolle exquisit besetzt, sind es der sympathisch-menschlicher Micheal Douglas in der Titelrolle und die pfiffige Annette Bening ("Bugsy") als First-Lady-Aspirantin, die dieser charmanten Love Story ihren Stempel aufdrücken. Meisterliches Starkino mit großem Potential.

Hallo, Mr. President

Wie Ivan Reitman mit "Dave" vor nunmehr zweieinhalb Jahren, erlaubt es sich auch Rob Reiner, bei seiner filmischen Stippvisite im Weißen Haus Bill Clinton unter die Arme zu greifen. Nur daß "Hallo, Mr. President" nicht mehr die damalige Aufbruchstimmung thematisiert, sondern das Hohelied auf die Integrität demokratisch-liberaler Ideale singt. Eine entsprechend aristokratische Behandlung läßt Reiner seiner Capraesken Love-Story im Blitzlichtgewitter der politischen Arena angedeihen. Geschickt versteht es der Meister des anspruchsvollen Vollprofi-Mainstreams, die unendlich warm-menschliche Farbgebung in bräunlichen Landhaustönen mit einem zuckersüßen Red, White and Blue-Guß zu überziehen, der in jede Pore seines Films dringt und ihn so zu einem amerikanischen Ereignis werden läßt. Dieser Andrew Shepherd ist ein Präsident, den jeder mögen kann - auch politisch. Denn "Hallo, Mr. President" kann für Umweltschutz und Verbrechensbekämpfung bellen, soviel er mag, dem Knurren folgt kein Biß. Lediglich in Richtung National Rifle Association darf kurz geschnappt werden. Ähnlich war Rob Reiner schon in seinem bisher größten Erfolg "Eine Frage der Ehre" - ebenfalls aus der Feder des ausgezeichneten Autoren Aaron Sorkin - verfahren, der mit großem Getöse einen Aufeinanderprall der Ideologien angesichts einer weltpolitischen Krise heraufbeschwor, während es ihm doch nur um Thrill und Suspense ging. Auch jetzt genügt ein kurzer Blick hinter die Luxuskulissen, um mühelos ein klassisches, nach allen Regeln der Kunst in Szene gesetztes Starvehikel jenseits aller Gedankengerüste zu entdecken. Das Trumpfas ist Michael Douglas, der als amerikanischer Präsident eine weitaus bessere Figur abgibt als ein ehemaliger Schauspielkollege vor ihm, der das Amt tatsächlich bekleidete. Und auch das Dilemma dieses weichgespülten Gordon Gekko, der so gern Mensch sein möchte, aber nicht einmal mehr weiß, wie man eine Telefonleitung in die normale Welt anwählt, ist derart universell, daß ihm kein noch so konservativer Zuschauer die Sympathien versagen könnte: Der Witwer Andrew Sherman hat sich verliebt, ausgerechnet in eine Lobbyistin für eine Umweltvereinigung, ausgerechnet während der Wahlkampf in die heiße Phase tritt. Den Wirrungen und Irrungen der beiden Liebenden (die hinreißende Annette Bening ist Douglas stets ebenbürtig) folgt Reiner mit exquisiten Dialogen und einem Schauspielerensemble, das nicht besser sein könnte: Michael J. Fox, Martin Sheen und Samantha Mathis als des Präsidenten beste Leute und Richard Dreyfuss als schnarrendes Bob-Dole-Abziehbild tun das ihrige, um "Hallo, Mr. President" bis zur unvermeidlichen Showdown-Rede zur Lage der Nation in bestem Hollywood-Glanz erstrahlen zu lassen. Das Ergebnis ist ein Paradoxon: Ein Film, so konservativ und ohne Überraschungen wie die Einrichtung des Oval Office, der vorgibt, liberal und fortschrittlich zu sein, und letztlich doch nur zwei Stunden perfekt unterhalten will. Ein Versprechen, das er übrigens einlöst - nach dem Mißerfolg seines letzten Films, "North", nichts anderes als eine Frage der Ehre für Rob Reiner. ts.

Darsteller:  Michael Douglas  
  Annette Bening  
  Martin Sheen  
  Michael J. Fox  
  David Paymer  
  Samantha Mathis  
  John Mahoney  
  Anna Deavere Smith  
  Nina Siemaszko  
  Wendie Malick  
  Shawna Waldron  
  Richard Dreyfuss  
 
Regie:  Rob Reiner  
Buch:  Aaron Sorkin  
Musik:  Marc Shaiman  
Kamera:  John Seale  
Produzent:  Rob Reiner  
 

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Features

 

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