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Halloween: Resurrection

Michael Myers meets "Big Brother" sowie "The Blair Witch Project" und schlägt im achten Sequel des Horror-Schockers live im Internet zu.


Halloween: Resurrection

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Erhältlich seit:
01.10.2005

Thriller/ Horror

USA 2002
Laufzeit: 86 Min.
FSK: nicht unter 18

Jamie Lee Curtis
Brad Loree
Busta Rhymes

Regie: Rick Rosenthal
Highlight Communications (Deutschland)

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Michael Myers lebt, und er befindet sich noch immer auf freiem Fuß. Denn im letzten Teil wurde nicht er, sondern ein anderer Mann geköpft.

Laurie wird immer noch von dem Mann mit der weißen Maske heimgesucht (Foto: Highlight (Central)) Großansicht

Laurie wird immer noch von dem Mann mit der weißen Maske heimgesucht (Foto: Highlight (Central))

Pech für Laurie Strode (Jamie Lee Curtis ein letztes Mal in ihrer Paraderolle), die nach der Bluttat des Vorgängerfilms ihre Jahre in tiefer Verzweiflung in einer psychiatrischen Anstalt zubrachte. Dort wird sie von ihrem Halbbruder und ewigen Peiniger Michael heimgesucht und muss wieder in die Augen des Psychopathen blicken. Ein Duell auf Leben und Tod - wer wird gewinnen?

Dieser Frage sieht sich auch eine Gruppe von Teenagern ausgeliefert, die ausgerechnet zu Halloween im heruntergekommenen Elternhaus des Killers eine Nacht verbringen und für eine Reality-Internet-Show ihre mit Headset-Kameras geschossenen Bilder live in alle Welt übertragen. Ein wunderbares Forum für Michaels Heimkehr...

Michael Myers ist einfach nicht totzukriegen (Foto: Highlight (Central)) Großansicht

Michael Myers ist einfach nicht totzukriegen (Foto: Highlight (Central))

Gelungene Fortsetzung

Im achten Teil der legendären Horrorreihe gelingt Regisseur Rick Rosenthal eine optisch beeindruckende, superspannende Fortsetzung mit allen modern technischen Finessen: "Big Brother" meets "Blair Witch Project".

Halloween: Resurrection

Obwohl er im vergangenen Horrorreigen der nimmer endenden Schreckenssage von Jamie Lee Curtis vermeintlich um einen Kopf kürzer gemacht wurde, ist Michael Myers auch im achten Teil der "Halloween"-Reihe wieder alive and slashing: Mit Rick Rosenthal ("Bad Boys") inszenierte der Filmemacher, der vor 21 Jahren mit dem ersten "Halloween"-Sequel den Standard für nachfolgende Schlitzerfilme etabliert hatte, den ersten Leinwandauftritt des schwarzen Mannes mit der weißen Maske im neuen Jahrtausend als Mischung aus klassischem Bodycount-Movie und "Blair Witch Project". Ein letzter Auftritt von Jamie Lee Curtis in ihrer Paraderolle als Laurie Strode sollte Fans als zusätzlicher Bonus dienen.

Es war ein anderer Mann, den Laurie Strode in "H20" vor vier Jahren getötet haben soll, ist die etwas fadenscheinige Ausrede, Michael Myers nun auch im 21. Jahrhundert auf Teenagerjagd zu schicken. Aber immerhin dient der Drehbuchkniff auch als Grundlage für eine Exposition, die eine Art Kurzgeschichte in der eigentlichen Geschichte darstellt: Von ihrer unverzeihlichen Bluttat in tiefe Verzweiflung gestürzt, hat Laurie die letzten Jahre in einer psychiatrischen Anstalt verbracht. Als sie dort von ihrem Halbbruder und ewigem Peiniger Michael heimgesucht wird, verliert sie im folgenden Duell endgültig ihr Leben und geht doch als Gewinnerin hervor, weil sie all ihre Ängste besiegen kann. Dass damit der eigentliche Motor für Myers' Jahrzehnte überdauernden Mordrausch beseitigt ist, fegt Rosenthal nonchalant beiseite: Die Heimkehr des Killers in das heruntergekommene Haus seiner Eltern, in dem justament zu Halloween ein paar Jugendliche für eine Reality-Internet-Show die Nacht verbringen und ihre mit Headset-Kameras geschossenen Bilder live in die Welt tragen, sind Anlass genug für das altbekannte "Zehn kleine Negerlein"-Spiel. Visuell gewinnt Rosenthal der Thematik allerdings völlig neue Seiten ab. Im Stil von "Blair Witch Project" gibt es ganz subjektive Impressionen von einer Nacht des Schreckens, die ihren zusätzlichen Reiz daraus erfährt, dass der findige Produzent der "Dangertainment"-Show (Rapper Busta Rhymes mit ausreichend Energie für wenigstens fünf Filme) selbst in der Verkleidung des Michael Myers durchs finstere Haus tapert. Das führt zu herrlich grotesken Szenen mit doppelten Michaels, während das effektiv gruselige Treiben seine größte Spannung daraus bezieht, dass eine Gruppe von Jugendlichen die Ereignisse bei einer Party live am Computer-Bildschirm mitverfolgt und der Heldin, einer abgeklärten Psychologiestudientin (Bianca Kajlich), Überlebenstipps per Handy und Palm-Mail zukommen lässt. Dass sich in der demoskopisch ausgeglichen zusammengesetzten Gruppe von künftigen Myers-Opfern auch Jungstars wie Thomas Ian Nicholas ("American Pie") und Sean Patrick Thomas ("Save the Last Dance") befinden, könnte die kommerziellen Chancen dieses kleinen bisschen Horrorschau noch verbessern. Man darf gespannt sein, was sich der clevere ausführende Produzent Moustapha Akkad (Bindeglied zwischen allen Teilen der Reihe) für Teil neun einfallen lassen wird - die Voraussetzungen dafür werden - ganz klassisch - mit dem letzten Bild jedenfalls geschaffen. ts.

Darsteller:  Jamie Lee Curtis   als Laurie Strode
  Brad Loree   als Michael Myers
  Busta Rhymes   als Freddie Harris
  Bianca Kajlich   als Sara Moyer
  Sean Patrick Thomas   als Rudy Grimes
  Daisy McCrackin   als Donna Chang
  Katee Sackhoff   als Jen Danzig
  Luke Kirby   als Jim Morgan
  Thomas Ian Nicholas   als Bill Woodlake
  Ryan Merriman   als Myles Barton
  Tyra Banks   als Nora Winston
  Rick Rosenthal   als Professor
  Billy Kay   als Scott
  Gus Lynch   als Harold
  Brad Sihvon   als Charley Albans
  Gary J. Tunnicliffe   als Sanitäter
  Dan Joffre   als Willie
 
Regie:  Rick Rosenthal  
Buch:  Larry Brand  
  Sean Hood  
Musik:  John Carpenter  
  Danny Lux  
  Jen Miller  
Kamera:  David Geddes  
Produzent:  Paul Freeman  
 

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