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Halloween

Remake des Horrorklassikers von 1978, in dem Regisseur Rob Zombie auch die Kindheitsgeschichte von Michael Myers nicht zu kurz kommen lässt.


Halloween (Steelbook)

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Erhältlich seit:
07.04.2008

Thriller/ Horror

USA 2007
Laufzeit: 106 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Scout Taylor-Compton
Malcolm McDowell
Tyler Mane

Regie: Rob Zombie
Senator Home Entertainment

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Im Herbst wird wieder gezittert: Horrorfan Rob Zombie erfindet den legendären Vorstadtkiller Michael Myers neu und zeigt, wie alles begann. Mit Schockgarantie - pünktlich zu Halloween.

Wer Maskenmann Myers so nahe kommt, hat besser eine geladene Panzerfaust griffbereit (Foto: Senator) Großansicht

Wer Maskenmann Myers so nahe kommt, hat besser eine geladene Panzerfaust griffbereit (Foto: Senator)

Haddonfield, eine friedliche Kleinstadt in Illinois. Hier drang 1978 das Böse in die schmucken Häuser ein, jagte Teens, dezimierte Familien, sah den Opfern stumm beim Sterben zu. John Carpenters Suspenseschocker "Halloween" veränderte Amerika, holte das Grauen in die idyllische Vorstadt, die letzte Zuflucht der Unschuld. Rob Zombie, Metal-Man und Horrorfan, verehrt Carpenters Klassiker.

Damit ist er der ideale Kandidat, Michael Myers - den von Fortsetzungen ermüdeten Veteranen der Slasherszene - wieder unter Strom zu stellen. Wer Zombies Referenzen kennt, "Das Haus der 1000 Leichen" und "The Devil's Rejects", weiß, dass ihn keine Gute-Nacht-Geschichte erwartet.

Schon als Kind trug Michael gerne eine Maske (Foto: Senator) Großansicht

Schon als Kind trug Michael gerne eine Maske (Foto: Senator)

Blanker Terror

Der Albtraum beginnt mit einem Blick auf eine gestörte Kindheit. Die Mutter ist Stripperin, der Stiefvater Alkoholiker, die ältere Schwester ein Quälgeist, die Schule die Hölle. Michael Myers ist zehn, als er die Lösung für seine Probleme findet - und in seiner Familie blutig aufräumt.

15 Jahre sitzt er danach fest in einer Nervenklinik, erträgt stumm die Sitzungen mit seinem Therapeuten Dr. Loomis (Malcolm McDowell), entwickelt sich zu einem muskulösen Hünen. Dann bricht er mit explosiver Brutalität aus und ins nächtliche Haddonfield ein. Zum Familienabend mit seiner Schwester Laurie, damals ein Baby, heute ein Teenager, die mit ihren Freundinnen nichts von der maskierten Bedrohung ahnt.

Laurie sucht Schutz bei Dr. Loomis (Foto: Senator) Großansicht

Laurie sucht Schutz bei Dr. Loomis (Foto: Senator)

Der Killer als Star

In Zombies "Halloween" ist Maniac Myers der Star. Ein emotionsloses Kraftpaket, das sich lautlos aus dem Schatten der Häuser schält und zuschlägt, aber sich auch wie ein Kampfpanzer den Weg zu seinen Opfern bahnen kann. Kein Phantom mit übernatürlicher Aura, sondern ein Schlächter, den seine traumatische Wirklichkeit erschuf.

Auch wenn in den Häusern Haddonfields 1000 Leichen nicht zusammenkommen, ist Zombies "Halloween" ein Film zum Fürchten. Unheimlich, intensiv, mit einem Monstrum im Mittelpunkt, das neue Stärke zeigt. Für die meisten Horrorfans war Myers zuletzt eine Art guter alter Bekannter. Nach diesem Film aber will ihn garantiert niemand mehr einladen.

Halloween (Steelbook)

Michael Myers metzelt wieder - diesmal nach einer Adaption von (Ex-) Schockrocker Rob Zombie, dessen "Re-Imagination" sowohl aus Remake wie Prequel besteht.

Schilderte der Prolog von John Carpenters Original von 1978 nur kurz den vom zehnjährigen Michael begangenen Schwestermord, ergreift Zombie, der zudem als Autor und Produzent auftritt, nun die Gelegenheit, eine ausführliche Hintergrundgeschichte von der chaotischen Kindheit der Killermaschine zu erzählen. Wie in seinen vorherigen Filmen "Haus der 1000 Leichen" und "The Devil's Rejects" entwirft Zombie das Porträt einer völlig zerrütteten White-Trash-Familie. Der Stiefvater (William Forsythe ist nur einer von diversen Genre-Kultschauspielern, die aufmarschieren) ist ein unflätiger Alkoholiker, Michaels Mutter Deborah (Zombies Gattin Sheri Moon in ihrer bislang besten Performance) eine Stripperin mit liebevollem Herz für ihren pummeligen Sohn (klasse gestört: Daeg Faerch). In der Schule wird Michael nicht zuletzt wegen des Jobs seiner Mutter hämisch gehänselt. Seine unterdrückte Rage lässt er zunächst an Tieren aus, bis ihm an Halloween endgültig der Kragen platzt und er einen seiner Peiniger mit einem Baumast totschlägt. Im Anschluss setzt er, mit einer Clownmaske angetan, seinen brutalen Blutrausch zu Hause fort, wo er den Stiefvater, die ältere Schwester und deren Freund abschlachtet. 17 Jahre später sitzt der mittlerweile zum hünenhaften Riesen ausgewachsene Michael (Tyler Mane) immer noch unter der Aufsicht von Dr. Loomis (Malcolm McDowell) in einer Nervenheilanstalt. Als er just an Halloween verlegt werden soll, läuft der stumme Unhold Amok und begibt sich geradewegs in sein Heimatnest, um seine kleine, vor langer Zeit adoptierte Schwester Laurie Strode (Scout Taylor Compton versucht gar nicht erst, in die ihr viel zu großen Scream-Queen-Schuhe von Jamie Lee Curtis zu schlüpfen) aufzuspüren. Zunächst werden jedoch sexuell aktive Teenager und ein paar ältere Herrschaften von Michael abgestochen, bevor es im Zweidritteldunkel im ehemaligen Elternhaus zum nervenaufreibenden Finale kommt.

Fast drängt sich der Eindruck auf, dass zwei Filme zu einem zusammengefügt worden - so unterschiedlich sind Stil und Stimmung der Kindheits- und das Erwachsenensegmente der Schreckenssaga. Dabei ist ersteres wesentlich origineller, spannungsvoller und emotionell packender ausgefallen, selbst wenn diese Humanisierung des Killers für den Rest der Story nicht so recht funktionieren will. Schließlich ist der mechanisch mordende Maskenmann traditionell eine gesichtslose Verkörperung des Bösen, die gerade durch ihre Anonymität und Unmenschlichkeit so erschreckend wirkte. Ob Zombies Remake (das auch Carpenters Kameraeinstellungen sowie seine unvergessliche Titelmelodie verwendet) mit gesteigerter Gewalttätigkeit und vulgären Dialoge mit dem superben Original mithalten kann, ist Geschmacksfrage. Kommerziell ist das Paket allemal. ara.

Darsteller:  Scout Taylor-Compton   als Laurie Strode
  Malcolm McDowell   als Dr. Sam Loomis
  Tyler Mane   als Michael Myers
  Brad Dourif   als Sheriff Brackett
  Sheri Moon   als Deborah Myers
  William Forsythe   als Ronnie White
  Danny Trejo   als Ismael Cruz
  Danielle Harris   als Annie Brackett
  Daeg Faerch   als Michael Meyers (10 Jahre)
 
Regie:  Rob Zombie  
Buch:  Rob Zombie  
Musik:  Tyler Bates  
Kamera:  Phil Parmet  
Produzent:  Malek Akkad  
  Andy Gould  
  Rob Zombie  
  Andrew G. La Marca  
  Harvey Weinstein  
 

Fassungen

 

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Features

 

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