DVD (Premium Edition, 2 DVDs) Kaufvideo

Hamlet

In Wort und Bild gleichermaßen monumentale Verfilmung der berühmten Tragödie Shakespeares.


Hamlet (Premium Edition, 2 DVDs)

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Erhältlich seit:
12.09.2008

Drama

Großbritannien/USA 1996
Laufzeit: 232 Min.
FSK: ab 12

Kenneth Branagh
Julie Christie
Billy Crystal

Regie: Kenneth Branagh
Warner Home Video Germany

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Hamlet (Premium Edition, 2 DVDs)

Schloß Helsingör, 1850. Nach dem Tod des dänischen Königs heiratet dessen Witwe Gertrud wenig später den Bruder des Ex-Monarchen, Claudius. Prinz Hamlet ist über diese Mesalliance seiner Mutter sehr empört. Als ihm sein Vater als Geist erscheint und ihm mitteilt, er sei von Claudius ermordet worden, verwandelt sich Hamlets Abneigung gegen diesen in blanken Haß. Um dem Attentäter ein Schuldeingeständnis abzuringen, stellt der Prinz sich wahnsinnig. Sein unberechenbares Verhalten hat jedoch unvorhergesehene Folgen.

Kenneth Branaghs dritte Shakespeare-Adaption - nach "Henry V" und "Viel Lärm um nichts" - ist eine monomanische Kunst-Anstrengung, die ihresgleichen sucht. Über vier Stunden lang, besticht diese visuell extrem opulente Literaturverfilmung durch ihre detailgenaue Werktreue ebenso wie durch ihre großartige Besetzung. Branagh mimt den Titelhelden überzeugend als edlen Ehrenmann, Kate Winslet beweist als Hamlets Geliebte Ophelia erneut großes Star-Potential und Bühnenveteran Derek Jacobi geht im Part des Königsmörders Claudius förmlich auf.

Hamlet (Premium Edition, 2 DVDs)

Ist etwas faul im Staate Dänemark? Das ist die Frage in Kenneth Branaghs dritter Shakespeare-Filminszenierung, die erstmals die Tragödie des dänischen Prinzen ungekürzt auf die Leinwand bringt. Branaghs vierstündiger "Hamlet" liebt das Wort, pflegt das Bild, aber bringt interpretatorisch wenig Neues. Dennoch ist diese bislang werkgetreueste Adaption für Literaturliebhaber gleichermaßen Pflicht und Kür, wenn auch darüber hinaus nur schwer neues Territorium erobert werden dürfte.

Die bekanntesten "Hamlet"-Filme der letzten 50 Jahre setzten allesamt auf zusätzliche Attraktionen, um eines der vielschichtigsten, psychologisch komplexesten Stücke Shakespeares einem größeren Publikum schmackhaft zu machen. Laurence Olivier selbst war der Magnet seiner eigenen Verfilmung (1948), die mit 153 Minuten Branaghs Version zumindest in der Laufzeit noch am nächsten kommt. Tony Richardsons 114-minütige Adaption (1969) kürzte den Barden am drastischsten und besetzte Marianne Faithfull als Ophelia, um Kontakte zu jüngerer Klientel zu knüpfen. Franco Zeffirellis 135-Minüter schließlich lockte mit Actionstar Mel Gibson, mußte sich aber dennoch mit 216.000 Zuschauern begnügen. Der Star in Branaghs Rhetorik-Epos ist der Text und natürlich Branagh selbst, der mitunter in der Eigeninszenierung, deutlicher als Olivier, visuellem Pathos verfällt. Sein Prinz, athletisch, viril und im Aussehen eine Verbeugung vor dem jungen Olivier, ist wie schon Gibson nach außen kein Spiegel der inneren Brüchigkeit Hamlets. Ein Hindernis für das Verständnis der Figur, die den Mord am Vater rächen will, aber von Selbstzweifeln, Reflexionen über das Wesen von Leben und Tod, von ethischen, aber auch rationalen Fragen davon abgehalten wird. In den zornigen, aber auch witzigen Passagen als bissiger Kobold ist Branagh eine Klasse für sich, die ihm aber in den leisen introspektiven Momenten (im Unterschied zu Olivier) noch fehlt. Als Regisseur zeigt sich der Ire trotz ungebrochener Vorliebe für Kreisfahrten zurückhaltender als noch in "Mary Shelley's Frankenstein", aber Ausrutscher im Ton finden sich auch hier. Dazu zählen etwa nicht nur der Einfall der norwegischen Truppen in das ins 19.Jahrhundert transferierte Königsschloß Elsinore im Stile eines swat-teams, sondern auch das Defilee der Gaststars (Gérard Depardieu, Jack Lemmon, Robin Williams und Richard Attenborough), die nicht auf den Stoff hin, sondern davon ablenken. Prunkstück dieser opulent wirkenden, aber vergleichsweise kostengünstig realisierten Verfilmung bleiben die anderen Darsteller, unter denen die beiden Shakespeare-Debütantinnen Kate Winslet ("Sinn und Sinnlichkeit") und Julie Christie bestechen, Barden-Veteran Derek Jacobi (als Königsmörder Claudius) aber alle überragt. Imposant auch das mit Schwarzweiß-Kompositionen und symbolträchtigen Spiegeln spielende Design, plastisch ins Auge gerückt von Alex Thomson, dessen 70mm-Bilder, selbst auf 35mm kopiert, noch unter Beweis stellen, wozu das Kino im herrschenden Klima visueller Nachlässigkeiten eigentlich in der Lage wäre. Bleibt zu hoffen, daß der Verleih wenigstens in einigen Kopien Branaghs 70mm-Vision Rechnung trägt. kob.

Hamlet (Premium Edition, 2 DVDs)

"Hamlet enthält genau die mitreißende Energie und Spannung, die sich für Filme besonders gut eignet", sagt der preisgekrönte Schauspieler/Regisseur Kenneth Branagh.
In der ersten ungekürzten Verfilmung von William Shakespeares berühmtestem Werk spürt man die Dynamik in jeder Szene. Die zeitlose Geschichte von Mord, Korruption und Rache wird in die prachtvolle Welt des 19. Jahrhunderts verlegt - als Elsinore-Kulisse dient der gigantische Blenheim-Palast in der Nähe von Oxford, ein Großteil der Handlung spielt in den vergoldeten Spiegelsälen. Dank der Traumbesetzung überträgt sich die temperamentvolle Spannkraft auf den Zuschauer - so erhebt sich die Story aus ihren oft trügerischen Schatten durch den Zauber des legendären Textes und den kühnen Regiestil zur einem ebenso prunkvoll strahlenden wie zornigen Historiengemälde.

Quelle: Warner Home Video

Audiokommentar: von Kenneth Branagh und Russell Jackson
Einleitung: von Kenneth Branagh
Featurette: To Be on Camera: A History with Hamlet
Trailershow: der Shakespeare-Verfilmungen

Quelle: Warner Home Video

Darsteller:  Kenneth Branagh   als Hamlet
  Julie Christie   als Gertrude
  Billy Crystal   als Totengräber
  Gérard Depardieu   als Reynaldo
  Charlton Heston   als Darsteller des Königs
  Derek Jacobi   als Claudius
  Jack Lemmon   als Marcellus
  Rufus Sewell   als Fortinbras
  Robin Williams   als Osric
  Kate Winslet   als Ophelia
  Lord Richard Attenborough  
  Brian Blessed  
  Richard Briers  
  Dame Judi Dench  
  Reece Dinsdale  
  Ken Dodd  
  Nicholas Farrell  
  Ray Fearon  
  Sir John Gielgud  
  Rosemary Harris  
  Ian McElhinney  
  Michael Maloney  
  Sir John Mills  
  Simon Russell Beale  
  Timothy Spall  
 
Regie:  Kenneth Branagh  
Buch:  Kenneth Branagh  
Musik:  Patrick Doyle  
Kamera:  Alex Thomson  
Produzent:  David Barron  
 

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