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Hangover

Witzige Komödie über vier Typen, die in Vegas eine Junggesellenparty feiern und am Ende den Bräutigam und ihr Gedächtnis verlieren.

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Hangover
Start: 04.12.2009

Originaltitel: The Hangover

Komödie

USA 2009
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12

Bradley Cooper
Ed Helms
Zach Galifianakis

Regie: Todd Phillips
Warner Home Video

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Vier Typen, zwei Nächte und totaler Filmriss in Vegas sind die Bausteine einer Komödie, die nicht nur erfolgreich, sondern auch wirklich komisch ist. Der erste Überraschungshit des amerikanischen Kinovorsommers macht aus einer abgegriffenen Rezeptur eine Komödie, die allen Klischees zum Trotz frisch und vital wirkt. Der erzählerische Impuls, der Doug zwei Tage vor seiner Hochzeit zur Junggesellenparty nach Las Vegas schickt, ist so stereotyp wie Dougs Begleiter. Lehrer Phil (Bradley Cooper) ist der coole Womanizer, Zahnarzt Stu (Ed Helms) der gereifte Nerd, die erwachsene Version von Terry, dem Tiger aus "American Graffiti", und Dougs künftiger Schwager Alan (Zach Galifianakis) eine schräge Mischung aus John Belushi und einem Kind, dessen Eltern vor seiner Geburt ganze Plantagen gekifft haben. Alle vier perfekt harmonierenden Darsteller bedienen das Klischee ihrer Charaktere, ohne zu Cartoons zu werden, bleiben natürlich und als Sympathieträger tauglich. Der Plot remixt die klassische Vegas-Vollrausch-Verdammt-was-haben-wir-getan-Konstellation zu einer verrückt-absurden Partydroge mit Anleihen bei "Memento" und "Very Bad Things". Für die Freunde endet die Nacht der Nächte mit einem totalen Blackout am Morgen danach und einem vermissten Bräutigam. Wo Doug abgeblieben ist, wie Stu von einer Stripperin angezogen wurde, warum ein Polizeiauto vom Valet Service vorgefahren wird und was ein Tiger im Bad sowie ein Baby im Schrank zu suchen haben, muss das Trio im postnarkotischen Stadium selbst herausfinden. An einem Tag und in der folgenden Nacht wird das Puzzle zusammengesetzt. Dabei hält sich der zweite "Road Trip" von Todd Phillips in der trendigen Erforschung von Geschmacksgrenzen weitgehend zurück. Trocken platzierte Dialogabsurditäten wie "Ich hab' schon mal ein Baby gefunden" gesellen sich zu situationskomischen Sequenzen, in denen das Timing stimmt und Übertreibungslevel nicht überschritten werden. Und das, obwohl ein nackter durchgeknallter asiatischer Gangster (großartig: Ken Jeong) das Trio attackiert, ein Tiger im Auto zur Residenz von Mike Tyson chauffiert wird und ein paar glückliche Schüler die Jungs polizeilich genehmigt mit Elektroschockern ins Visier nehmen dürfen. Hier wie auch in anderen Actionsequenzen setzt Phillips auf Realismus, ob nun ein Auto mit Vollgas in die Karosserieflanke crasht oder Heather Graham ihrem Baby die Brust gibt. "Hangover" hat seine stärksten Momente in der zweiten Hälfte, wenn sich der kindliche Wahnsinn des heimlichen Helden Galifianakis voll entfalten kann, und erreicht ausgedehnte Finalhöhen während der Endcredits, wenn sich dem Zuschauer und den tapferen Typen das ganze Ausmaß ihrer Höllennacht erschließt. kob.

Hangover

Regie:  Todd Phillips  
Buch:  Jon Lucas  
  Scott Moore  
Musik:  Christophe Beck  
Kamera:  Lawrence Sher  
Produzent:  Todd Phillips  
  Daniel Goldberg  
 
Darsteller:  Bradley Cooper   als Phil Wenneck
  Ed Helms   als Stu
  Zach Galifianakis   als Alan
  Heather Graham   als Jade
  Justin Bartha   als Doug Billings
  Jeffrey Tambor   als Sid Garner

Golden Globes für Christoph Waltz und "Das weiße Band"

Das ist der perfekte Auftakt für die Oscar-Verleihungen ...

Der begehrte Golden Globe ging zwei Mal nach Deutschland: Christoph Waltz und Michael Haneke (Foto: kino.de) Großansicht

Der begehrte Golden Globe ging zwei Mal nach Deutschland: Christoph Waltz und Michael Haneke (Foto: kino.de)

Zwei Golden Globes für Deutschland: nachdem er bereits einige Kritikerpreise erhalten hatte, wurde Christoph Waltz für seine Rolle in "Inglourious Basterds" als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Eine weitere der begehrten Trophäen ging an Michael Hanekes Cannes-Gewinner "Das weiße Band", der sich im Rennen um den Golden Globe in der Kategorie "Bester nicht englischsprachiger Film" behaupten konnte.

Großer Gewinner des Abends war James Camerons "Avatar": während Cameron als bester Regisseur ausgezeichnet wurde, erhielt der Film, der mittlerweile weltweit sagenhafte 1,6 Mrd. Dollar eingespielt hat, den Golden Globe in der Kategorie "Bester Film - Drama". Als bestes Musical/Komödie wurde "Hangover" ausgezeichnet, die Schauspielerpreise in diesem Genre gingen an Meryl Streep ("Julie & Julia") und Robert Downey Jr. ("Sherlock Holmes").

Völlig blaue Gewinner: "Avatar" und "Hangover" räumen ab

Im Drama-Genre wurden Sandra Bullock ("Blind Side") und Jeff Bridges ("Crazy Heart") mit einem Golden Globe geehrt. Die Auszeichnung als beste Nebendarstellerin erhielt Mo'nique ("Precious: Based on the Novel Push by Sapphire"), als bester Animationsfilm wurde "Oben" geehrt.

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