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Hanni & Nanni

Erster Kinoausflug der legendären Zwillinge aus der Feder von Enid Blyton, die sich an ihrer neuen Schule, dem Internat Lindenhof, behaupten müssen.


Hanni & Nanni

Leihvideo

Erhältlich seit:
18.11.2010

Kinderfilm

Deutschland 2010
Laufzeit: 89 Min.
FSK: ab 0 (ohne Altersbeschränkung)

Sophia Münster
Jana Münster
Hannelore Elsner

Regie: Christine Hartmann
Universal Pictures Germany

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Hanni & Nanni

Die Zwillinge Hanni und Nanni haben es faustdick hinter den Ohren. Doch diesmal haben sie den Bogen überspannt, so dass die Girls ins Internat Lindenhof geschickt werden. Nanni gelingt es schnell, erste Kontakte zu knüpfen. Hanni tut sich mit ihrer brüsken Art vergleichsweise schwer. Doch im Hockey-Team des Internats beweisen sich schließlich beide. Im entscheidenden Spiel treffen sie ausgerechnet auf die Mannschaft ihrer alten Schule. Jetzt müssen sie beweisen, ob sie wirklich zum Lindenhof gehören.

45 Jahre nach der ersten Veröffentlichung der legendären Jugendbuchreihe von Enid Blyton (1897 - 1968) finden die berühmten Hanni und Nanni schließlich doch noch den Weg auf die Leinwand - mit einer Produktion aus Deutschland, wo die Reihe stets erfolgreicher war als im Heimatland der Autorin. Von Regisseurin Christine Hartmann routiniert und pfiffig umgesetzt, wurde nur die Prämisse der Reihe beibehalten, das komplette Drumherum aber einer gründlichen Modernisierung unterzogen: Diese Zwillinge sind Girls aus dem Hier und Jetzt.

Hanni & Nanni

Enid Blytons Internats-Abenteuer um zwei charakterlich konträre Zwillings-Mädchen erleben nach rund 45 Jahren Buch- und Hörspielkarriere im Kino ihre Renaissance.

Und wieder ist eine Jugendbuchklassiker-Bastion der Leinwand zum Opfer gefallen. Diesmal hat es Enid Blytons legendäre Zwillings-Abenteuer "Hanni und Nanni" erwischt. Natürlich wurde das Paradebeispiel erfolgreicher Trivialliteratur, das ja ursprünglich in einem englischen Internat der 1940er Jahre spielt, entsprechend auffrisiert, modernisiert und - wie dies damals schon bei den Buchfassungen der Fall war - ordentlich eingedeutscht. Das spürt man schon beim Vorspann, wenn zu peppiger Popmusik im MTV-Stil geschnittene Berlin-Bilder des 21. Jahrhunderts die junge bis jugendliche Zielgruppe auf das Kommende einstimmen soll.

Mittendrin im Geschehen: Hanni (Sophia Münster), die gerade mit Hockeyschläger und Ball in einem Luxuskaufhaus einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufstellen will. Dies gelingt zwar, doch wird sie und ihre Schwester Nanni (Jana Münster) kurz darauf Opfer einer Intrige, die die Zwillinge als Diebinnen erscheinen lässt. Die Strafe folgt auf dem Fuß. Die auffällig gewordenen Mädchen werden von den empörten Eltern (Heino Ferch und Anja Kling) ins Internat Lindenhof, wo einst schon die Mama Mores lernte, strafversetzt. Dort angekommen werden die Zwillinge von der gestrengen Konrektorin Mägerlein (Suzanne von Borsody kommt kein Lächeln über die Lippen) schon einmal darauf eingestimmt, dass in dieser Anstalt die Pflichten im Vergleich zu den Rechten deutlich überwiegen. Doch weder die vorlaute Hockeyspielerin Hanni noch die schüchterne Cellistin Nanni lassen sich davon allzu sehr beeindrucken. Und als sie nach diversen Startschwierigkeiten zahlreiche Freundinnen finden, gelingt es dem Zwillings-Power-Duo nicht nur, das marode Hockeyteam auf Vordermann zu bringen, sie schaffen es sogar, das finanziell in Schieflage geratene Internat vor der drohenden Schließung zu retten.

Eitel Sonnenschein, viel gute Laune und ein paar lösbare Kleine-Mädchen-Probleme stellt Christine Hartmann, die bisher vor allem TV-Serien ("Tatort", "Polizeiruf 110", "Kommissar Stolberg") inszenierte, ins Zentrum ihres Kinoregiedebüts. Weniger Wert legt sie auf eine stringente Handlung, sie reiht vielmehr Episode an Episode - ob spektakuläres Matratzenrennen im Schulturm, witzige Pferdeentführung oder knallhartes Hockeytraining. Das nimmt dem Film etwas Spannung und Tempo, was aber durch sehenswerte Auftritte von Katharina Thalbach als Musiklehrerin Mademoiselle Bertoux mit wunderbarem französischen Akzent oder Sunnyi Melles als weltfremde wie stinkreiche Mutter einer Schülerin etwas aufgefangen wird. Die Münster-Zwillinge sind hübsch, süß und sympathisch, man merkt ihnen jedoch mangelnde Leinwanderfahrung an, Oliver Pochers Auftritt als Kaufhauspolizist ist weniger witzig als erwartet, wie überhaupt das Timing der Gags etwas zu wünschen übrig lässt und es dem Film ein wenig an Wärme und Herzlichkeit fehlt. Weil aber der Speisesaal dem aus Hogwarts ähnelt, Internatsleiterin Hannelore Elsner ein bisschen so aussieht wie Dumbledore ohne Bart und Ausstattung, Kostüme sowie Soundtrack genau das bedienen, was kleine Mädchen mögen, sollte einer glorreichen Renaissance von Blytons 45 Jahre alten Internatsgeschichten nichts im Wege stehen. lasso.

Darsteller:  Sophia Münster   als Hanni
  Jana Münster   als Nanni
  Hannelore Elsner   als Frau Theobald
  Heino Ferch   als George Sullivan
  Suzanne von Borsody   als Frau Mägerlein
  Anja Kling   als Jule Sullivan
  Katharina Thalbach   als Mademoiselle Bertoux
  Oliver Pocher   als Rüdiger Hack
  Zoe Thurau   als Jenny
  Aleen Jana Kötter   als Erika
  Lisa Vicari   als Suse
  Ricarda Zimmerer   als Kathrin
  Emelie Kundrun   als Oktavia
  Eva Haushofer   als Antonia
  Davina Schmid   als Linda Turn
  Franca Bolenga   als Sophia
  Amina Heinemann   als Winni
  Maxine Göbel   als Letitia
  Sunnyi Melles   als Erikas Mutter
  Sophia Thomalla   als Silke
  Joram Voelklein   als Direktor Werner
 
Regie:  Christine Hartmann  
Buch:  Jane Ainscough  
  Katharina Reschke  
Kamera:  Alexander Fischerkoesen  
Produzent:  Prof. Nico Hofmann  
  Dr. Jürgen Schuster  
  Ariane Krampe  
  Thomas Peter Friedl  
  Wolf Bauer  
  Hermann Florin  
  Emmo Lempert  
 

Hanni & Nanni in der Fotoshow

 

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