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Harald - Die deutsche Antwort auf Mr. Bean

Deutsche Komödie um die romantischen Abenteuer eines Außerirdischen auf Erdurlaub.


Harald - Die deutsche Antwort auf Mr. Bean

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Erhältlich seit:
27.01.2012

Originaltitel: Harald

Science Fiction/ Komödie

Deutschland 1996
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 6

Heinrich Schafmeister
Ingo Naujoks
Martina Gedeck

Regie: Jürgen Egger
AL!VE Vertriebs- und Marketing AG

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Harald - Die deutsche Antwort auf Mr. Bean

Harald, seines Zeichens Pauschaltourist aus den (Un)Tiefen des Weltalls, verbringt einen dreiwöchigen Urlaub auf der Erde, genauer gesagt in Deutschland, dem Land der Dichter und Denker. Schon bald lernt er die Science-fiction-Lektorin Rica kennen und lieben. Doch die Romanze hat so ihre Tücken. Denn obwohl Harald aussieht wie ein normaler Mensch, sich weder herumbeamen, Gedanken lesen noch wunderheilen kann, besitzt er eine Eigenheit, die ihm das Leben ungeheuer erschwert: Er kann nicht lügen.

Regie-Debütant Jürgen Egger macht sich in seiner unbeschwerten SF-Komödie gekonnt über deutsche Gepflogenheiten und menschliche Gewohnheiten lustig. Dabei erspart sich der Filmemacher klugerweise pseudo-wissenschaftliche Erklärungsversuche zur Herkunft seines Aliens. Seine wunderschöne, märchenhafte Geschichte ist vielmehr ganz dem schrägen Humor britischer Machart verpflichtet. Oder, wie Egger es selbt formuliert: "'Harald' steht irgendwo zwischen Monty Python, Jacques Tati und Mario Basler". Oder wieder anders gesagt: Diese Komödie wird Fußball-, Slapstick- und Anarcho-Fans gleichermaßen amüsieren.

Harald - Die deutsche Antwort auf Mr. Bean

"Harald" steht irgendwo in einem gedachten Regie-Dreieck aus Monty Python, Jacques Tati und Mario Basler!" sagt Jürgen Egger, Absolvent der Münchner Hochschule für Fernsehen und Film und Autor von Sönke Wortmanns bestem Film "Kleine Haie", über seine erste Eigeninszenierung, die Geschichte eines Außerirdischen auf Erd-Urlaub. Schade nur, daß in Eggers anvisiertem magischen Dreieck die beiden Pfeilspitzen europäischer Filmsatire kaum angespielt werden.

Der absurde, auch zynische Humor der Pythons wie auch Tatis pantomimenhafter, in exakter Menschenbeobachtung gründender Humor bleiben unerreichte Vorbilder für einen Film, der eine fish-out-of-water-Konstellation für eine romantische Komödie der braven Art zu nutzen versucht. Zwar verzichtet Autor Egger auf manche Plattheiten jüngster deutscher Komödiengeschichte, aber in weitgehender Absenz von Wortwitz und einem brauchbaren Plot kann "Harald" den Beweis nicht antreten, daß das Kino und nicht das Fernsehen sein Zuhause sein sollte. Unschuldig daran Hauptdarsteller Heinrich Schafmeister, ein Veteran zahlreicher Dominik-Graf-Filme, der sich redlich bemüht, den schrulligen, possierlichen, immer höflichen und zur Lüge unfähigen Alien zur Sympathiefigur zu machen. Wie der Terminator hat sich Harald in irgendeinem verlassenen städtischen Winkel materialisiert und gedenkt nun, Urlaub zu machen. Ausgerechnet bei Rica (Martina Gedeck), einer frustrierten Lektorin für Science-fiction, deren jüngste Erfahrungen mit Männern in einer ernüchternden Blitzliaison mit dem proletenhaften Einfaltspinsel Frido (Ingo Naujoks aus "Die Sturzflieger") gipfelten. Nach Überwindung kurzfristiger Gegensätze hat Harald Ricas Wohnung und später auch Herz erobert. Dazwischen liegen Besuche im Cafe, Supermarkt und Bus, die weder Harald als urlaubs- noch wir als unterhaltungstauglich empfinden sollten. Nicht ohne Charme, aber viel zu bieder steuert diese ansprechend fotografierte, räumlich kostengünstig weitgehend auf Gedecks Appartement beschränkte Komödie durch einen blassen Plot. Anders etwa als John Sayles' "Der Typ vom anderen Stern" bleiben kritisch-ironische Spiegelungen des irdischen Lebens unterentwickelt. Und warum die selbstbewußte Rica ausgerechnet in einem Schmusesoftie mit der Anhänglichkeit eines Cockerspaniels romantische Erfüllung findet, ist ebenso fraglich, wie die Marktchancen dieses Regiedebüts. Ob Sönke Wortmanns Kurzauftritt als ADAC-Pannenhelfer hier symbolisch-prophetisch zu verstehen ist, steht bis zum 2.Januar 1997 genregerecht in den Sternen. Kob.

Harald - Die deutsche Antwort auf Mr. Bean

Der Außerirdische Harald (Heinrich Schafmeister) hat einen Pauschalurlaub auf der Erde gebucht und versucht bei Science-Fiction Lektorin Rita Reichmann (Martina Gedeck) unterzukommen. Das gefällt ihrem Verehrer Frido Lipinski (Ingo Naujoks) so gar nicht, da er seine Chancen bei Rita durch den charmanten Außerirdischen bedroht sieht. Harald hat außerdem so einige Probleme beim Erlernen der Verhaltensregeln der Erdlinge und dass Harald nicht lügen kann, erschwert die Situation zusätzlich.

Quelle: AL!VE

- Trailer

Quelle: AL!VE

Darsteller:  Heinrich Schafmeister   als Harald
  Ingo Naujoks   als Frido Lipinski
  Martina Gedeck   als Rica Reichmann
  Cay Helmich   als Sylvie
  Gesche Tebbenhoff   als Gudrun
  Michael Fitz   als Holger
  Sönke Wortmann   als Gelber Engel
 
Regie:  Jürgen Egger  
Buch:  Jürgen Egger  
Musik:  Manu Kurz  
  Bill Nelson  
  William Orbit  
Kamera:  Seamus McGarvey  
Produzent:  Thomas Häberle  
 

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