DVD Kaufvideo

Hardball

Emotionsreiches Baseballdrama, in dem ein Tickethehler durch das Coachen eines Kinderbaseballteams zur Besinnung kommt.


Hardball

Kaufvideo

Erhältlich seit:
05.06.2003

Drama

USA 2001
Laufzeit: 102 Min.
FSK: ab 12

Keanu Reeves
Diane Lane
John Hawkes

Regie: Brian Robbins
Paramount Home Entertainment

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Hardball

Dem kleinkriminellen Tickethehler Conor O'Neill steht das Wasser bis zum Hals. Weil er bei diversen Buchmachern tief in der Kreide steht, lässt er sich von seinem Kumpel Jimmy dazu überreden, ein Baseballteam unterprivilegierter Kinder zu trainieren. Die Ghetto-Kids lassen sich vom ihrem harten Los nicht unterkriegen, und so geht auch Conor allmählich ein Licht auf. Inspiriert von seinen Schützlingen und deren idealistischer Lehrerin Elizabeth, erkennt der Misanthrop allmählich, das man dem Leben durchaus auch positive Seiten abgewinnen kann.

In der Verfilmung von Daniel Coyles Autobiografie "Hardball: A Season in the Projects" darf Keanu Reeves nach "Sweet November" erneut einen Läuterungsprozess durchlaufen. Unterstützt wird er dabei von der sympathisch-resoluten Diane Lane als Pädagogin und einem ganzen Tross mitreißend agierender Kids, aus dem vor allem Michael Perkins als abgebrühter Kofi heraussticht. Obwohl relativ vorhersehbar, besticht Brian Robbins' ("Varsity Blues") solide umgesetztes Baseball-Märchen als sympathischer Familienfilm mit Star-Bonus.

Hardball

Seelisch angeknackste Figuren mit Bedarf an spiritueller Erneuerung sind in der Nachernte von "Matrix" Keanu Reeves' bevorzugter Rollentypus. In "Helden aus der zweiten Reihe" mimte er einen motivationslosen Footballspieler und in "Sweet November" ließ er sich als materialistischer Yuppie von Freigeist Charlize Theron heilen. In dem Baseballdrama "Hardball" spielt er jetzt einen Tickethehler ohne Rückgrat, mit Wettschulden, der seine Erlösung vom Spielteufel durch das Trainieren eines Baseballteams schwarzer Ghettokinder findet.

Regisseur Brian Robbins ("Varsity Blues"), dessen Baseball-Romanze "Summer Catch" mit Freddie Prinze Jr. derzeit ebenfalls in den US-Kinos läuft, adaptiert in dieser stromlinienförmigen Mixtur aus "Die Bären sind los" und "Gegen jede Regel" Daniel Coyles Autobiographie "Hardball : A Season In The Projects". Der Autor verarbeitet darin seine Erfahrungen als Trainer eines Little-League-Baseballteams in dem berüchtigten Chicagoer Cabrini-Green-Wohnprojekt. Im Film wird Coyle zu Conor O'Neill, der mit einer gehörigen Abreibung in einer Sportbar in den Film eingeführt wird. Conor schuldet mehreren Buchmachern hohe Beträge, und als ihm sein Freund Jimmy (Mike McGlone) statt eines Darlehens einen Job als Coach aufdrängt, nimmt er widerwillig an. Das Team der Kekambas ist ein Haufen kleiner Strolche zwischen neun und zwölf Jahren, die im härtesten Ghetto der Stadt zu Hause ist. Die Szenen innerhalb dieser Wohnkomplexe sind realistisch deprimierend und wirken aus der Perspektive der Kinder betrachtet doppelt höllisch. Als Conor einen seiner Schützlinge fragt, was man in dieser Gegend mache, um Spaß zu haben, erhält er als Antwort: Mit dir Baseball spielen. Anfänglich sieht Conor seinen Job nur als Mittel zum Zweck der Schuldentilgung, doch allmählich erkennt er darin eine wirkliche Aufgabe. Als ihm bewusst wird, dass sich seine Jungs nicht von ihrer harten Umwelt unterkriegen lassen, beschließt er, die eigenen Prioritäten in seinem verkorksten Leben einer Prüfung zu unterziehen.

Der vorhersehbare Gewinn des Meisterschaftsspiels dient als kathartisches Happy End, nicht ohne dass zuvor einer der jungen Spieler einer herzzerreißenden Tragödie zum Opfer fallen muss. Bei der jungen Besetzung finden sich einige außergewöhnliche Talente, darunter Michael Perkins als abgebrühter Kofi, DeWayne Warren als sein niedlich großmäuliger kleiner Bruder Jarius und Julian Griffith als asthmakranker Jefferson. An ihrer Seite agiert Keanu Reeves gewohnt akzeptabel, wenn er auch ab und zu seine typischen Dude-Manierismen durchscheinen lässt. Die notorisch unterschätzte Diane Lane ("Der Sturm") als Lehrerin der Jungen fungiert als romantischer Gegenpol, ohne dabei übermäßig gefordert zu werden. Beim Soundtrack kommen erwartungsgemäß Hiphop-Rhythmen zum Einsatz - nicht das einzige Klischee in diesem Film, der sich immer ein bisschen zu sehr bemüht, seinem Publikum zu gefallen, und folglich kaum unter die Oberfläche seiner Bilder taucht. Dass das gezielt auf ein Familienpublikum zugeschnittene Erlösungsdrama dennoch über eine charmant rührende Qualität verfügt, macht manche Plattheit spielend wieder wett. ara.

Darsteller:  Keanu Reeves   als Conor O'Neill
  Diane Lane   als Elizabeth Wilkes
  John Hawkes   als Ticky Tobin
  D.B. Sweeney   als Matt Hyland
  Mike McGlone   als Jimmy Fleming
  Sterling Elijah Brim   als Sterling
  A. Delon Ellis jr.   als Miles Pennfield II
  Julian Griffith   als Jefferson Albert Tibbs
  Bryan Hearne   als Andre Ray Peetes
  Michael B. Jordan   als Jamal
  Kristopher Lofton   als Carence
  Michael Perkins   als Kofi Evans
  Brian M. Reed   als Ray-Ray
  Alexander Telles   als Alex
  DeWayne Warren   als G-Baby
  Graham Beckel   als Duffy
  Mark Margolis   als Fink
 
Regie:  Brian Robbins  
Buch:  John Gatins  
Musik:  Mark Isham  
Kamera:  Tom Richmond  
Produzent:  Tina Nides  
  Michael Tollin  
  Brian Robbins  
 

Hardball in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Keanu Reeves

Mit dem durchschlagenden Erfolg von "Speed" etablierte sich Keanu Reeves endgültig als einer der beliebtesten Jungstars Hollywoods. Bereits mit...

 

Star

Diane Lane

Die hübsche Brünette mit der Frisur, wie sie Rita Hayworth und Elizabeth Taylor trugen und die sie nicht ändert, ist als All American Girl ohne...