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Harry Potter und der Orden des Phönix

Verfilmung des fünften "Harry Potter"-Romans von J.K. Rowling, in dem sich Harry und seine Freunde auf die Seite des Orden des Phoenix schlagen, um ein Wiedererstarken von Lord Voldemoort zu unterbinden.


Harry Potter und der Orden des Phönix (Ultimate Edition, 3 Discs)

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Erhältlich seit:
24.06.2011

Originaltitel: Harry Potter and the Order of the Phoenix

Fantasy

USA/Großbritannien 2007
Laufzeit: 132 Min.
FSK: ab 12

Daniel Radcliffe
Emma Watson
Rupert Grint

Regie: David Yates
Warner Home Video Germany

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Finstere Intrigen, blutige Kämpfe und der erste Kuss - J.K. Rowlings Zauberlehrling wird endgültig erwachsen.

Harry gründet Dumbledores Armee zur Verteidigung gegen Voldemort (Foto: Warner) Großansicht

Harry gründet Dumbledores Armee zur Verteidigung gegen Voldemort (Foto: Warner)

Dunkle Mächte bedrohen im heiß ersehnten fünften Teil von Joanne K. Rowlings Erfolgsserie die gesamte Zaubererwelt. Zu allem Überfluss steht Harrys (Daniel Radcliffe) Glaubwürdigkeit auf dem Spiel. Mit eigenen Augen hat er gesehen, wie Lord Voldemort auferstanden ist, doch das Zauberer-Ministerium schenkt ihm keinen Glauben. Da hilft selbst die Fürsprache von Rektor Albus Dumbledore (Michael Gambon) nichts.

Die Sturschädel-Beamten schicken die heuchlerische Dolores Umbridge (Imelda Staunton) als neue Professorin für Verteidigung gegen die dunklen Künste nach Hogwarts, doch ihr Unterricht bereitet die Schüler in keiner Weise auf die drohende Auseinandersetzung mit dem Bösen vor. Mit einer kleinen Gruppe Getreuer, die sich "Dumbledores Armee" nennt, wappnet sich Harry auf eigene Faust, um dem Fürsten der Finsternis Paroli zu bieten - keine Minute zu früh!

Dabei hätte Harry, inzwischen 15 Jahre alt, eigentlich ganz andere Interessen, zum Beispiel hübsche Mitschülerin Cho Chang (Katie Leung).

Lord Voldemort gewinnt zunehmend an Macht (Foto: Warner) Großansicht

Lord Voldemort gewinnt zunehmend an Macht (Foto: Warner)

Vertraute Umgebung, neue Abenteuer

Alte und neue Zaubereien im vertrauten Setting, verrückte Tricks, frische Gesichter und ans Herz gewachsenes Personal präsentiert Regisseur David Yates, hoch gelobt für seine Polit-Thriller Mini-Serie "State of Play". Düster geht's da zu, vertrackt und spannend - wie eben auch bei "Harry Potter und der Orden des Phönix", der ungeduldig erwarteten Verfilmung des fünften Bandes, um die bereits Gerüchte brodelten.

Die seien gleich vorweg dementiert: Titelheld Daniel Radcliffe absolviert keinen Nacktauftritt - das tat er in der Bühnenproduktion von "Equus" im Londoner West End - und Emma Watson, die besserwisserische Hermine, wird auch in den letzten beiden Teilen mit von der Partie sein.

Der neue Potter ist erwachsener, geheimnisvoller geworden, erreicht aber auch auf dem Spannungsbarometer Höchstwerte. In erster Linie aber ist "Harry Potter und der Orden des Phönix" das, was seine Fans lieben: eine Fantasy-Mär, bei der einem Hören und Sehen vergeht.

Harry Potter und der Orden des Phönix (Ultimate Edition, 3 Discs)

David Yates zeigt in seinem "Harry Potter"-Debüt einen gereiften und auch nachdenklicheren Zauberlehrling. Der routinierten Verfilmung steht lediglich die Dimension der Buchvorlage im Weg.

Harry Potter-Darsteller Daniel Radcliffe sorgte bereits im Vorfeld für einige Aufregung, als er mehr un- als bekleidet in einem englischen Theaterstück auftrat. Dass sich aber nicht nur der Schauspieler, sondern auch sein berühmtester Charakter vom "Kleinen Jungen"-Klischee entfernt hat, beweist er im neuesten, dem fünften Teil der Zauberlehrlings-Saga. Von Anfang an liegt eine düstere Atmosphäre über der Geschichte, die sich nicht nur optisch in einem schön irrealen licht- und farblosen Grau äußert (Kamera: Slawomir Idziak). Auch innerlich scheint bei Harry Potter nicht unbedingt die Sonne: Der Tod seines Freundes Cedric Diggory und der Angriff von Lord Voldemort (Ralph Fiennes) aus dem letzten Teil stecken ihm noch sichtlich in den Knochen. Hinzu kommt, dass ihm niemand Glauben schenken mag, was die Rückkehr des dunklen Lords angeht. Wie der antiken Kassandra schlagen ihm vielmehr Missmut und Spott entgegen. Nur auf seine Freunde Ron und Hermine, sowie den Hogwarts-Direktor Dumbledore (Michael Gambon) ist wie immer Verlass. Und so kämpft Potter mit seiner Privatarmee nicht nur gegen Voldemort, sondern gleich gegen die Autorität per se, verkörpert durch die herrlich schrille Dolores Umbridge (überzeugender Neuzugang Imelda Staunton).

Regisseur David Yates, der sich zuvor hauptsächlich in England als Fernsehregisseur einen Namen machte, fängt die neue Aura gekonnt ein und liefert seinen überzeugenden Einstieg in die "Harry Potter"-Reihe, die er mit "Harry Potter und der Halbblutprinz" fortsetzen wird. Lediglich das überfrachtete Drehbuch kommt seinem Erzählfluss in die Quere. Leider werden zu viele Nebenschauplätze und -figuren angeschnitten, die im Verlauf der Geschichte wieder verschwinden. Dabei hätten sie genug Potenzial für eine tiefere Charakterisierung gehabt. Vor allem zu dem Troll-ähnlichen Riesenbaby Grawp, den Zentauren und der wunderbar schrägen Bellatrix Lestrange, mit der Helena Bonham Carter ihrem Oeuvre eine weitere verkorkste Existenz hinzufügt, hätte man sich noch weitere Szenen und Erläuterungen gewünscht. So gleicht die Struktur des Films streckenweise einem Abhaken der einzelnen Figuren. Selbst der titelgebende Orden erscheint etwas unmotiviert eingefügt. Schuld daran hat nicht zuletzt die über tausendseitige Buchvorlage, die den bisher dicksten Band der Reihe darstellt. Hier wäre vielleicht weniger das sprichwörtliche Mehr gewesen. Fans der Reihe dürfte dies allerdings nicht abschrecken. Kennen sie ohnehin die Geschichten und deren Hintergründe auswendig, freuen sie sich über ein effektreiches und spannendes Wiedersehen mit bekannten Figuren. Und alleine den ersten Kuss ihres Helden auf der großen Leinwand mit eigenen Augen zu sehen, dürfte für sie Grund genug sein, ein Ticket zu lösen. Da aber auch die Fans in den letzten Jahren gereift sind, versprechen die neuen (Un-)Tiefen im Seelenzustand des Hauptcharakters - so bekommt Harry Potters perfektes Bild seines toten Vaters interessante Risse - die Spannung über den fünften Teil hinaus zu halten, wobei sich die Erkenntnis verstärkt, dass Alan Rickmans Severus Snape die mit Abstand eindringlichste und reizvollste Figur im Potter-Universum ist. Beim nächsten Mal bitte wieder mehr von ihm! mahe.

Darsteller:  Daniel Radcliffe   als Harry Potter
  Emma Watson   als Hermine Granger
  Rupert Grint   als Ron Weasley
  Helena Bonham Carter   als Bellatrix Lestrange
  Robbie Coltrane   als Rubeus Hagrid
  Warwick Davis   als Professor Filius Flitwick
  Ralph Fiennes   als Lord Voldemort
  Michael Gambon   als Albus Dumbledore
  Brendan Gleeson   als Mad-Eye Moody
  Richard Griffiths   als Vernon Dursley
  Jason Isaacs   als Lucius Malfoy
  Gary Oldman   als Sirius Black
  Alan Rickman   als Severus Snape
  Fiona Shaw   als Petunia Dursley
  Maggie Smith   als Minerva McGonagall
  Imelda Staunton   als Dolores Umbridge
  David Thewlis   als Remus Lupin
  Emma Thompson   als Sybill Trelawney
  Julie Walters   als Mrs. Weasley
  Robert Hardy   als Cornelius Fudge
  David Bradley   als Angus Filch
  Mark Williams   als Arthur Weasley
  Tom Felton   als Draco Malfoy
  Matthew Lewis   als Neville Longbottom
  Evanna Lynch   als Luna Lovegood
  Katie Leung   als Cho Chang
  Harry Melling   als Dudley Dursley
 
Regie:  David Yates  
Buch:  Michael Goldenberg  
Musik:  Nicholas Hooper  
Kamera:  Slawomir Idziak  
Produzent:  David Heyman  
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Dadid Yates inszenierte Daniel Radcliffe in "Harry Potter": Wird er nun der neue "Hobbit"-Regisseur? (Foto: Warner) Großansicht

Dadid Yates inszenierte Daniel Radcliffe in "Harry Potter": Wird er nun der neue "Hobbit"-Regisseur? (Foto: Warner)

Die "Herr der Ringe"-Saga und das "Harry Potter"-Universum haben für die fantasievollsten und mitreißendsten Kinostunden der letzten Jahre gesorgt. Nun könnte ein Brite sogar eine Brücke schlagen zwischen Elben und Zauberschülern: David Yates ist nach dem Ausstieg von Guillermo Del Toro als neuer Regisseur der "Herr der Ringe"-Vorgeschichte "The Hobbit" im Gespräch!

Yates inszenierte die letzten beiden Potter-Kinofilme "Der Orden des Phönix" und "Der Halbblutprinz" und stand auch bei den beiden Finalfilmen "Die Heiligtümer des Todes" hinter der Kamera. Hier fiel soeben die letzte Klappe, worüber Hauptdarsteller Daniel Radcliffe nach acht Jahren Leben und Atmen für Harry Potter bitterliche Tränen vergossen hat. Einem Insider zufolge soll David Yates nun direkt nach Neuseeland reisen und sich in die Arbeit an den beiden "Hobbit"-Filmen stürzen.

Harry Potter-Macher oder Schöpfer der Herr der Ringe-Trilogie?

Das passt zu einer Aussage von Gandalf-Darsteller Sir Ian McKellen, der meinte: "Die 'Hobbit'-Kulissen sind bereit, das Drehbuch ist fertig und diesen Monat wird gecastet. Die Fans müssen sich keine Sorgen machen, diese Filme werden definitiv gemacht. Ich rechne noch Ende dieses Jahres mit dem Drehstart!"

Fans werden ein mögliches Engagement von David Yates allerdings mit gemischten Gefühlen sehen. Zwar hat sich der Brite als sehr guter Fantasy-Regisseur bewiesen. Doch Kultfigur Peter Jackson, der bei "The Hobbit" bisher nur als Produzent fungierte, hat selbst seine Rückkehr in den Regiestuhl wie bei den "Herr der Ringe"-Spielfilmen in Aussicht gestellt - aber nur, falls kein geeigneter anderer Kandidat gefunden wird ...

 

Harry Potter und der Orden des Phönix (Ultimate Edition, 3 Discs) in der Fotoshow

 

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