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Hauptsache Beverly Hills

Sympathische, vielleicht etwas launige "coming of age-comedy" mit einer überzeugenden Hauptdarstellerin.


Hauptsache Beverly Hills

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Erhältlich seit:
08.05.2004

Originaltitel: The Slums of Beverly Hills

Komödie

USA 1998
Laufzeit: 96 Min.
FSK: ab 12

Natasha Lyonne
Alan Arkin
Marisa Tomei

Regie: Tamara Jenkins
Twentieth Century Fox Home Entertainment Germany

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Hauptsache Beverly Hills

Kalifornien, 1976. Murray Abramowitz, einst erfolgreicher Restaurantbesitzer, hat die neue Rolle als alleinerziehender Vater völlig ruiniert. Trotzdem tut er alles, um seinen drei Kindern im teueren Beverly Hills eine ordentliche Schulbildung zukommen zu lassen. Da bietet der reiche Mickey seinem armen Bruder Murray finanzielle Hilfe an. Dafür soll er Mickeys sprunghafte Tochter Rita bei sich aufnehmen. Kein Problem, denkt sich Murray - und handelt sich einen Wildfang ein, der die Familie unrettbar ins Chaos zu stürzen droht...

Die Schattenseiten des amerikanischen Traums deckt Tamara Jenkins in ihrem Spielfilm-Debüt, zu dem sie auch das stimmige Drehbuch geschrieben hat, auf. Mal komisch, mal anrührend, aber immer mit ernstem Unterton erzählt sie von dem verzweifelten Überlebenskampf verarmter Kalifornier, vom schwierigen Heranwachsen eines 15jährigen Mädchens und von der ungebrochenen Würde eines alternden Mannes. Mit Alan Arkin ("Gattaca") und Marisa Tomei ("Mein Vetter Winnie") treffend besetzt, zeugt diese Independent-Arbeit von der Vielfalt der US-Filmproduktion. Dank Blickfang Tomei ein Drama mit guten Außenseiterchancen.

Hauptsache Beverly Hills

Nicht nur "Sex, Drugs & Rock'n'Roll" regierten in den wilden siebzigern Beverly Hills, im Schatten der Schönen und Reichen mußten sich auch die "kleinen Leute" durchbeißen. Wie sich die 15jährige Vivian (Natasha Lyonne) mit alleinerziehendem Vater und zwei Brüdern mit Überlebenstraining übt, das erzählt Tamara Jenkins in ihrem ersten langen Spielfilm als launige "coming of age-comedy".

Die 36jährige Drehbuchautorin und Regisseurin, die in Amerikas heißester Talentschmiede, dem berühmten "Director's Lab" in Sundance ihr Handwerk lernte, packt in diese bittersüße Story jede Menge autobiographische Elemente. Wie ihre Heldin gehört auch sie zu den "Scheidungsnomaden", die von der Ostküste ins sonnige Kalifornien ziehen, wo so manches leichter scheint. Aber nur auf den ersten Blick, denn es gibt zwar "mit Gold gepflasterte Straßen, nur sind die leider für andere reserviert", erinnert sich Guggenheim-Stipendiatin Tamara Jenkins. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachtet sie die Restfamilie der Abramovitz', so richtige Underdogs. Als die Mutter vor Jahren verschwand, übernahm Vater Murray Abramovitz (Alan Arkin) die Verantwortung für seine beiden Söhne und Tochter Vivian. Obgleich er als glückloser Autoverkäufer von der Hand in den Mund lebt, sorgt er sich um die Zukunft seiner Sprößlinge. Die sollen die besten Schulen besuchen, also muß man in der Gegend des Zip Codes 90210 im Promi-Viertel Beverly Hills wohnen. Auch wenn das Quartett dabei mit Blick auf Prachtvillen von einer billigen Absteige zur anderen vagabundieren muß. Nicht nur Herkunft und typische Pubertäts-Wehwehchen kratzen an Vivians Selbstbewußtsein. Wegen ihres enorm knospenden Busens kann sie sich vor Minderwertigkeitskomplexen kaum retten, außerdem löst der Nachbarsjunge erste Gefühlswallungen aus. Wie gut, daß die ältere Cousine (Marisa Tomei) Aufklärung in Sachen Sexualität gibt.

Mit viel Sympathie für die Unsicherheit ihrer Protagonisten zeichnet Tamara Jenkins die ersten sexuellen Erfahrungen eines jungen Mädchens, dosiert gekonnt feinen Humor und derbe Komik, verbindet authentisches siebziger Jahre-Feeling mit zeitlos jugendlicher Aufmüpfigkeit, auch wenn es an wirklicher Provokation fehlt. Gleichzeitig gelingt ihr das erfrischend lebendige Porträt einer sozial gebeutelten Familie, die sich geschickt durchs Leben laviert. Ihren Durchbruch kann das Energiebündel Natasha Lyonne feiern, die schon in Woody Allens "Alle sagen: I love you" ihre Begabung bewies und in den "Slums" durch ihre mitreißende Mischung aus Naivität, Spontaneität, Zynismus und wilder Natürlichkeit überzeugt. Sie könnte dafür sorgen, daß dieser kleine und sperrige L.A. Film seine Bewährungsprobe an der Kinokasse besteht. mk.

Darsteller:  Natasha Lyonne   als Vivian
  Alan Arkin   als Murray
  Marisa Tomei   als Rita
  Kevin Corrigan   als Eliot
  Eli Marienthal   als Rickey
  David Krumholtz   als Ben
  Jessica Walter   als Doris
  Carl Reiner   als Mickey
  Rita Moreno   als Belle
  Mena Suvari   als Rachel Hoffman
 
Regie:  Tamara Jenkins  
Buch:  Tamara Jenkins  
Musik:  Rolfe Kent  
Kamera:  Tom Richmond  
Produzent:  Michael Nozik  
  Stan Wlodkowski  
 

Fassungen

 

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Features

 

Star

Alan Arkin

Seine jüdische Chuzpe, das oft bewusst dümmlich verstellte Gesicht, die Ader begnadeter Schlitzohren sowie sein leicht verzögerter...

 

Star

Marisa Tomei

Mel Gibson, der als Witzbold bei Dreharbeiten berühmt-berüchtigt ist, brachte ihr vor der kompletten Crew von "Was Frauen wollen" ein...