- Service:
- Newsletter
- RSS
- kino.de mobil
- Sitemap
- Kontakt
Kaufvideo
Erhältlich seit:
17.11.2004
Originaltitel: House of 1000 Corpses
USA 2003
Laufzeit: 83 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)
Sid Haig
Bill Moseley
Sheri Moon
Regie: Rob Zombie
Sunfilm Entertainment

Fast drei Jahre hat es gedauert, bis das Regiedebüt von Schockrocker Rob Zombie nun endlich seinen Weg in die US-Kinos fand. Nachdem sowohl Universal als auch MGM einen Rückzieher machten, kam die hartgesottene Exploitation-Horrorhommage schließlich bei Lions Gate unter. Dabei handelt es sich kaum um die "schockierendste Gemetzelgeschichte aller Zeiten", wie die Tagline (augenzwinkernd) verkündet, auch wenn sich Horrorfilmfanatiker Zombie vor allem den Terrorklassiker "Blutgericht in Texas" als Vorbild auserkoren hat. Ob die Releaseprobleme letztlich auf den kontroversen Inhalt oder mehr auf die oft dilletantisch wirkende Inszenierung, die in ihrem experimentierfreudigen Enthusiasmus stellenweise an einen Studentenfilm erinnert, zurückzuführen waren, darf dahingestellt bleiben.
Weitere einschlägige Inspirationen für Zombies munter-makabre 'Sex, Blood, Guts &Gore'-Revue fand Zombie bei allem, was eingefleischten Genrefans gut und heilig ist: alten Boris-Karloff-Filmen, Wes Cravens frühen Schockern "Last House on the Left" und "Hügel der blutigen Augen", George Romeros "Die Nacht der lebenden Toten", etlichen schwarzhumorigen Troma-Klassikern, und selbst die "Rocky Horror Picture Show" wird ausgiebig zitiert, um nur einige zu nennen. Eine weitere Faszination Zombies gilt berühmt-berüchtigten Serienkillern wie Ed Fish und Ed Gein. Diese werden in Captain Spaldings Museum for Monsters and Madmen geehrt, das von Roger-Corman-Veteran Sid Haig im Killerklown-Outfit à la John Wayne Gacy betrieben wird. Sein abgelegenes Kabinett des Schreckens wird von vier jungen Leuten auf der Durchreise besucht. Als sie hören, dass das Grab des örtlichen Killers Dr. Satan ganz in der Nähe liegen soll, ist einer von ihnen Feuer und Flamme, es auf einen weiteren bizarren Nervenkitzel ankommen zu lassen. Als die Kids unterwegs dorthin die hübsche Tramperin Baby (Zombies Ehefrau Sheri Moon in ihrem Filmdebüt) mitnehmen, können sie nicht in ahnen, in welch tödliche Gefahr sie sich begeben. Eine forcierte Autopanne zwingt sie, mit zu Baby nach Hause zu gehen, wo sie mit ihrer grotesken Familie ("Muttertag" lässt grüßen) konfrontiert werden und das blutig-brutale Verderben seinen Lauf nimmt.
Schnelle Schnitte und zweifelslos einige Kürzungen (die Lauflänge beträgt lediglich 88 Min.) halten die eigentlichen Splattereffekte in Grenzen. Das soll nicht heißen, daß nicht ausgiebig und unappetitlich gemordet und gefoltert wird, doch das beklemmende Grausen vieler der zitierten Vorbilder stellt sich nicht ein. Wenig hilfreich sind dabei Zombies willkürlicher Einsatz von grobkörnigen Zwischenschnitten auf räkelnde Bondage-Bienen und angedeuteten Traum- und Gedankenfragmenten, sowie sein sprunghafter Wechsel im Erzählton, der zwischen respektvoller Parodie und geradlinigem Metzelhorror pendelt. In erster Linie handelt es sich letztlich um eine Horrorhommage von einem Fan für Fans. Neben den unzähligen Referenzen, die sich auch auf den ziemlich beknackten Dialog niederschlagen, werden sie die Besetzung zu schätzen wissen, die unter anderem Karen Black ("Trilogy of Terror"), Bill Moseley im RiffRaff-Look ("Texas Chainsaw Massacre 2" und "Armee der Finsternis" und Tom Towles ("Henry: Portrait of a Serial Killer") umfasst. Zombies Musikfans könnten indes ein wenig enttäuscht sehen, da der Maestro, der als eine der 1000 Leichen zu sehen ist, kaum seine eigenen Songs beigesteuert hat. ara.
| Darsteller: | Sid Haig | als Captain Spaulding | |
|---|---|---|---|
| Bill Moseley | als Otis | ||
| Sheri Moon | als Baby | ||
| Karen Black | als Mother Firefly | ||
| Chris Hardwick | als Jerry Goldsmith | ||
| Erin Daniels | als Denise Willis | ||
| Jennifer Jostyn | als Mary Knowles | ||
| Rainn Wilson | als Bill Hudley | ||
| Walton Goggins | als Steve Naish | ||
| Tom Towles | als George Wydell | ||
| Matthew McGrory | als Tiny | ||
| Robert Allen Mukes | als Rufus | ||
| Dennis Fimple | als Grampa Hugo | ||
| Harris Young | als Don Willis | ||
| William H. Bassett | als Sheriff Huston | ||
| Irwin Keyes | als Ravelli | ||
| Michael J. Pollard | als Stucky | ||
| Regie: | Rob Zombie | ||
| Buch: | Rob Zombie | ||
| Musik: | Rob Zombie | ||
| Scott Humphrey | |||
| Kamera: | Tom Richmond | ||
| Alex Poppas | |||
| Produzent: | Andy Gould | ||
| Joel Hatch | |||
Haus der 1000 Leichen in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch dts, Deutsch DD 5.1, Englisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1/dts
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Audiokommentar, Making of, Behind the Scenes, Interviews, Trailer, Bildergalerie, Bio- und Filmografien
Registrieren




