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Haus der 1000 Leichen

Horrorschocker über eine Gruppe von Jugendlichen, die in einem verlassenen Haus in Texas dem Satan persönlich begegnen.


Haus der 1000 Leichen

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Erhältlich seit:
17.11.2004

Originaltitel: House of 1000 Corpses

Horror/ Thriller

USA 2003
Laufzeit: 83 Min.
FSK: k.J. (keine Jugendfreigabe)

Sid Haig
Bill Moseley
Sheri Moon

Regie: Rob Zombie
Sunfilm Entertainment

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Ganz und gar gallig-gemein schockiert der Meister des makabren Rocks, Rob Zombie, mit einem kultverdächtigen Terror-Trip, der bereits für Furore unter Kennern sorgte.

Das Museum für Monster verspricht am Anfang harmlose Begegnungen mit Boris Karloff & Co. (Foto: Alamode Film) Großansicht

Das Museum für Monster verspricht am Anfang harmlose Begegnungen mit Boris Karloff & Co. (Foto: Alamode Film)

Psychopathen haben wieder Saison, und wenn sie einmal losgelassen sind, toben sie sich richtig aus - vorzugsweise in Texas, dem gefährlichsten Staat der USA.

Die Suche nach dem mysteriösen Dr. Satan treibt Jerry (Chris Hardwick) und seine Freunde direkt in die Hände von Captain Spaulding (Sid Haig) und dessen Museum für Monster. Eine nächtliche Reifenpanne verhindert, dass die junge Clique Texas verlassen kann.

Ganz schlechte Idee, ausgerechnet bei einer Familie Unterschlupf zu suchen, bei denen Mordgier und Wahnsinn zu den guten Manieren zählen.

So eine Nacht im falschen Haus weckt Überlebensinstinkte (Foto: Alamode Film) Großansicht

So eine Nacht im falschen Haus weckt Überlebensinstinkte (Foto: Alamode Film)

Amüsanter Grusel

Die derangierten Familienmitglieder sorgen für augenzwinkernden, bizarren Nervenkitzel der enthusiastischen Art, bei dem Grauen und Lachen untrennbar miteinander verbunden sind.

Grell und gefährlich attackiert uns diese Rocky Horror Picture Show und stellt die berechtigte Frage, wer überleben wird und was von ihm übrig bleibt.

Haus der 1000 Leichen

Fast drei Jahre hat es gedauert, bis das Regiedebüt von Schockrocker Rob Zombie nun endlich seinen Weg in die US-Kinos fand. Nachdem sowohl Universal als auch MGM einen Rückzieher machten, kam die hartgesottene Exploitation-Horrorhommage schließlich bei Lions Gate unter. Dabei handelt es sich kaum um die "schockierendste Gemetzelgeschichte aller Zeiten", wie die Tagline (augenzwinkernd) verkündet, auch wenn sich Horrorfilmfanatiker Zombie vor allem den Terrorklassiker "Blutgericht in Texas" als Vorbild auserkoren hat. Ob die Releaseprobleme letztlich auf den kontroversen Inhalt oder mehr auf die oft dilletantisch wirkende Inszenierung, die in ihrem experimentierfreudigen Enthusiasmus stellenweise an einen Studentenfilm erinnert, zurückzuführen waren, darf dahingestellt bleiben.

Weitere einschlägige Inspirationen für Zombies munter-makabre 'Sex, Blood, Guts &Gore'-Revue fand Zombie bei allem, was eingefleischten Genrefans gut und heilig ist: alten Boris-Karloff-Filmen, Wes Cravens frühen Schockern "Last House on the Left" und "Hügel der blutigen Augen", George Romeros "Die Nacht der lebenden Toten", etlichen schwarzhumorigen Troma-Klassikern, und selbst die "Rocky Horror Picture Show" wird ausgiebig zitiert, um nur einige zu nennen. Eine weitere Faszination Zombies gilt berühmt-berüchtigten Serienkillern wie Ed Fish und Ed Gein. Diese werden in Captain Spaldings Museum for Monsters and Madmen geehrt, das von Roger-Corman-Veteran Sid Haig im Killerklown-Outfit à la John Wayne Gacy betrieben wird. Sein abgelegenes Kabinett des Schreckens wird von vier jungen Leuten auf der Durchreise besucht. Als sie hören, dass das Grab des örtlichen Killers Dr. Satan ganz in der Nähe liegen soll, ist einer von ihnen Feuer und Flamme, es auf einen weiteren bizarren Nervenkitzel ankommen zu lassen. Als die Kids unterwegs dorthin die hübsche Tramperin Baby (Zombies Ehefrau Sheri Moon in ihrem Filmdebüt) mitnehmen, können sie nicht in ahnen, in welch tödliche Gefahr sie sich begeben. Eine forcierte Autopanne zwingt sie, mit zu Baby nach Hause zu gehen, wo sie mit ihrer grotesken Familie ("Muttertag" lässt grüßen) konfrontiert werden und das blutig-brutale Verderben seinen Lauf nimmt.

Schnelle Schnitte und zweifelslos einige Kürzungen (die Lauflänge beträgt lediglich 88 Min.) halten die eigentlichen Splattereffekte in Grenzen. Das soll nicht heißen, daß nicht ausgiebig und unappetitlich gemordet und gefoltert wird, doch das beklemmende Grausen vieler der zitierten Vorbilder stellt sich nicht ein. Wenig hilfreich sind dabei Zombies willkürlicher Einsatz von grobkörnigen Zwischenschnitten auf räkelnde Bondage-Bienen und angedeuteten Traum- und Gedankenfragmenten, sowie sein sprunghafter Wechsel im Erzählton, der zwischen respektvoller Parodie und geradlinigem Metzelhorror pendelt. In erster Linie handelt es sich letztlich um eine Horrorhommage von einem Fan für Fans. Neben den unzähligen Referenzen, die sich auch auf den ziemlich beknackten Dialog niederschlagen, werden sie die Besetzung zu schätzen wissen, die unter anderem Karen Black ("Trilogy of Terror"), Bill Moseley im RiffRaff-Look ("Texas Chainsaw Massacre 2" und "Armee der Finsternis" und Tom Towles ("Henry: Portrait of a Serial Killer") umfasst. Zombies Musikfans könnten indes ein wenig enttäuscht sehen, da der Maestro, der als eine der 1000 Leichen zu sehen ist, kaum seine eigenen Songs beigesteuert hat. ara.

Darsteller:  Sid Haig   als Captain Spaulding
  Bill Moseley   als Otis
  Sheri Moon   als Baby
  Karen Black   als Mother Firefly
  Chris Hardwick   als Jerry Goldsmith
  Erin Daniels   als Denise Willis
  Jennifer Jostyn   als Mary Knowles
  Rainn Wilson   als Bill Hudley
  Walton Goggins   als Steve Naish
  Tom Towles   als George Wydell
  Matthew McGrory   als Tiny
  Robert Allen Mukes   als Rufus
  Dennis Fimple   als Grampa Hugo
  Harris Young   als Don Willis
  William H. Bassett   als Sheriff Huston
  Irwin Keyes   als Ravelli
  Michael J. Pollard   als Stucky
 
Regie:  Rob Zombie  
Buch:  Rob Zombie  
Musik:  Rob Zombie  
  Scott Humphrey  
Kamera:  Tom Richmond  
  Alex Poppas  
Produzent:  Andy Gould  
  Joel Hatch  
 

Haus der 1000 Leichen in der Fotoshow

 

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