DVD Leihvideo

Haus über Kopf

Witzige Komödie, in der sich Steve Martin in einem Single-Chat-Room blind verliebt - und schwer überrascht wird.


Haus über Kopf

Leihvideo

Erhältlich seit:
11.12.2003

Originaltitel: Bringing Down the House

Komödie

USA 2003
Laufzeit: 101 Min.
FSK: ab 6

Steve Martin
Queen Latifah
Eugene Levy

Regie: Adam Shankman
Walt Disney Studios Home Entertainment

Videoplayer wird geladen ...

Filmbewertung


(0 Bewertungen)
Die Ausstattung

Die Technik

Haben Sie den Film schon gesehen?

Jetzt bewerten!


 
Wie Feuer und Wasser: in einem Crash-Kurs lernt Anwalt Peter Sanderson alias Steve Martin bei der aus dem Knast ausgebrochenen Queen Latifah leben und lieben. Nicht ganz freiwillig.

Queen Latifah kriegt, was sie will Großansicht

Queen Latifah kriegt, was sie will

Peter Sanderson (Steve Martin) ist so ein richtiger weißer, eingebildeter Mittelschichtsknochen. Geschieden und einsam. Per Internet sucht er eine Freundin und wird pfündig. Leider entpuppt sich die smarte, hübsche Anwältin aus dem Netz beim ersten Date als pfundiges schwarzes Vollweib.

Ein Schock. Nicht nur wegen der Hautfarbe. Charlene, so heißt die Dame, ist mitnichten Anwältin, sondern gerade aus dem Knast geflohen und will's denen zeigen, die sie reingerissen haben. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, dass Peter ihre Unschuld beweisen soll.

"Kindermädchen" Latifah wird zum Vergnügen für Hund und Kids Großansicht

"Kindermädchen" Latifah wird zum Vergnügen für Hund und Kids

Die Queen im Haus

Erst setzt der Überraschte den unwillkommenen Gast vor die Tür, doch Charlene lässt sich nicht so einfach abwimmeln, taucht in seiner Firma und im piekfeinen Countryclub auf. Bevor sie ihn blamieren kann, ernennt Peter sie flugs zur Nanny seiner Kids, um sein Image zu retten.

Als nichts mehr hilft, darf Charlene sogar in seine noble Villa einziehen. Und, das muss er schließlich zugeben, eigentlich ist sie nicht übel. Charlene versteht sich prächtig mit seinen Kindern, zeigt dem ungelenken Papa, wie man(n) das Tanzbein schwingt und erarbeitet mit ihm Strategien zur Rückeroberung der Ex-Frau. Während der steife Jurist nur langsam auftaut, hat sein Kompagnon Howie (Eugene Levy) längst ein Auge auf die Schöne geworfen.

Steve Martin wagt sich auf ungewohntes Terrain Großansicht

Steve Martin wagt sich auf ungewohntes Terrain

Schlagkräftige Argumente

Adam Shankman setzt auf Bauchgefühl und gibt dem Affen Zucker mit den wildesten Witzen. Der schwarze Unschuldsengel lässt sich von weißen Zicken nicht einschüchtern, prügelt sich mit Peters Schwägerin und haut der spießigen Nachbarin ein paar Wahrheiten um die Ohren.

Selbst die reiche Mandantin (Joan Plowright), die gerne Sklavenlieder schmettert und Farbige am liebsten noch auf den Plantagen schuften sehen möchte, kriegt ihr Fett ab.

Am Ende geht alles drunter und drüber, in einem schummerigen Nachtclub zeigt Charlene den wirklichen Tätern, was Sache ist, flankiert von den beiden netten Anwälten, die endlich kapieren, dass es nicht reicht, die Nase in Bücher zu stecken, sondern man dem Recht manchmal selbst auf die Sprünge helfen muss.

Charlene hat ein vorzügliches Mahl gezaubert Großansicht

Charlene hat ein vorzügliches Mahl gezaubert

Spaß pur

In dieser knalligen Komödie geht es Schlag auf Schlag. Und mittendrin im turbulenten Geschehen eine 1a-Besetzung: Queen Latifah, die Steve Martin hautnah Lebenshilfe und ihm und Eugene Levy (der sie wie ein Hündchen anhimmelt) Nachhilfeunterricht in Hip-Hop-Slang gibt.

Wenn das Trio infernal in Action geht, bleibt kein Auge trocken.

Haus über Kopf

Nachdem Steve Martin zuletzt an der Seite von Eddie Murphy in "Bowfingers große Nummer" Erfolge feiern konnte, setzt er auch in seiner nächsten, ungleich derberen Komödie auf das Erfolgsrezept von den Gegensätzen, die sich anziehen. Mit Queen Latifah ("Chicago") als weiblicher Kollegin nimmt Martin unverblümt auch krude Stereotype auf die Schippe. Mit hervorragender komischer Chemie spielen sie einen konservativen Steueranwalt bzw. eine ausgebrochene Kriminelle, die ihre Unschuld beteuert und sein geordnetes Leben in gnadenloser Kulturschock-Manier völlig auf den Kopf stellt. Satirische Finesse der Marke "Bulworth" wird hier nicht geboten, dafür ein bisweilen derber Spaß, der sich auf den kleinsten gemeinsamen Publikumsnenner einlässt und damit punktet.

Wie Robert De Niro in "Meine Braut, ihr Vater und ich", verkörpert Martin perfekt die irritierte Aufgebrachtheit eines Snobs, der mit "minderwertigen" Personen konfrontiert wird, die in seine elitäre Welt einzudringen wagen. Wie schon in "Vater der Braut" mimt Martin einen erfolgreichen Karrieremann, der in seinem Familienleben einiges zu bereinigen hat. Hier ist er seit kurzem geschieden. Ein Internet-Date führt zu seiner Bekanntschaft mit dem pfundigen Vollblutweib Charlene (Queen Latifah), die sich als weiße Anwältin ausgegeben hatte. Charlene saß wegen bewaffnetem Raubüberfall im Gefängnis. Jetzt will sie von Peter, dass er ihre Unschuld beweist. Zunächst schmeißt er sie hochkant raus, doch um der Blamage zu entgehen, in seiner spießbürgerlichen Nachbarschaft, seiner konservativen Firma oder seinem exklusiven Country Club mit der lästigen Schwarzen gesehen zu werden, willigt er ein ihr zu helfen. Charlene zieht in seine Villa, wo er sie als Kindermädchen seines kleinen Sohnes und seiner Tochter im Teenageralter ausgibt. Überraschend erweist sich die Nervensäge als guter Hausgeist, den die beiden Kinder schnell ins Herz schließen. Dank Tanzstunden und (platonischer) Liebeslektionen kann auch Peter seine innere Steifheit überwinden und sowohl seinen Homeboy-Groove als auch den Weg zurück zu seiner Frau (Jean Smart) finden. Zwischenzeitlich prallt das zumeist in provokative Fummel gekleidete Homegirl mit dem rassistischen weißen Establishment zusammen. Dies wird vorrangig von drei Frauen dargestellt, Peters geldgieriger Ex-Schwägerin (Missi Pyle), mit der sich Charlene eine erstaunlich ausgedehnte und wenig zimperliche Keilerei liefert; Peters reicher und ekelhafter Klientin in spe (Joan Plowright), die beim Dinner einen Sklavensong anstimmt und später durch Marihuana-Rauchen aufgelockert wird, und Peters Nachbarin (Betty White), die ihre Nachbarschaft schneeweiß halten will. Herzhafte Lacher kann Eugene Levy ("American Pie") als Peters Partner verbuchen, der Charlene vergöttert und perfekt den dicksten Ghettoslang drauf hat. Für den dritten Akt greift Regisseur Adam Shankman, dessen bisherige Spezialität sentimental angehauchte Romantikkomödien wie "Wedding Planner" und "Nur für Dich" waren, schließlich ein wenig ausgegorenes Krimielement auf, das zum "dramatischen" Showdown in einem Hiphop-Club führt, wo Martin als "Playa" mit hippen Tanzmanövern sein nach wie vor gut geöltes Talent für Slapstick unter Beweis stellt.

Überhaupt bezieht diese Variation der Fisch-aus-dem-Wasser-Komödie ihren Unterhaltungswert hauptsächlich aus dem Spiel seiner beiden blendend aufgelegten Hauptdarsteller, die das Kinohaus trotz des nicht allzu überragenden Materials zum Lachen bringen werden. ara.

Darsteller:  Steve Martin   als Peter Sanderson
  Queen Latifah   als Charlene Morton
  Eugene Levy   als Howie Rottman
  Jean Smart   als Kate
  Missi Pyle   als Ashley
  Kimberly J. Brown   als Sarah Sanderson
  Steve Harris   als Widow
  Angus T. Jones   als Georgey Sanderson
  Michael Rosenbaum   als Todd Gendler
  Betty White   als Mrs. Kline
  Joan Plowright   als Mrs. Arness
 
Regie:  Adam Shankman  
Buch:  Jason Filardi  
Musik:  Lalo Schifrin  
Kamera:  Julio Macat  
Produzent:  David Hoberman  
  Ashok Amritraj  

"Daredevil" macht US-Handel die Hölle heiß

Auch die Vereinigten Staaten sind im Moment alles andere als mit einem idealen Videowetter gesegnet - aber ein echter Sommerhit kann schon jetzt ausgemacht werden: "Daredevil".

Verkauft und verleiht sich prächtig: "Daredevil" Großansicht

Verkauft und verleiht sich prächtig: "Daredevil"

"Daredevil", seit dem 29. Juli in den USA draußen, generierte allein in den ersten fünf Tagen im Verleih und Verkauf auf VHS und DVD rund 55 Mio. Dollar Umsatz, berichtet das "Video Store Magazine" auf Basis von Industriequellen. Das sind mehr als elf Mio. Dollar pro Tag. Die deutschen Freunde des maskierten Rächers müssen sich noch etwas gedulden - hierzulande erscheint "Daredevil" erst Mitte September.

Aber auch die Hit-Komödie "Haus über Kopf", die seit einigen Wochen in den deutschen Kinos zu sehen ist, schlug im US-Handel mächtig ein: Der Film kam allein aufgrund der breiten Auslieferung schon auf 30 Mio. Dollar Umsatz.

 

Haus über Kopf in der Fotoshow

 

Fassungen

 

facebook

 

Features

 

Star

Steve Martin

Allround-Talent, dem der erfolgreiche Übergang vom Stand-up-Comedian über Filmkomiker hin zu ernsthaften, dramatischen Hauptrollen gelungen ist...

 

Star

Queen Latifah

Zu den Grandes Dames des US-amerikanischen HipHop gehört zweifelsohne die aus New Jersey stammende Rapperin und Sängerin Queen Latifah. Sie...