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Head in the Clouds

Drei junge Menschen verwickeln sich in die politischen Wirren Europas zwischen 1933 und 1945.


Head in the Clouds

Leihvideo

Erhältlich seit:
10.05.2005

Drama

Kanada/Großbritannien 2004
Laufzeit: 117 Min.
FSK: ab 12

Charlize Theron
Stuart Townsend
Penélope Cruz

Regie: John Duigan
Universum Film

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In einem romantischen Drama um die Überlebenschancen der ganz großen Gefühle findet Oscar-Preisträgerin Charlize Theron endlich die Liebe.

Guy und Gilda genießen das verführerische Pariser Leben (Foto: Tobis) Großansicht

Guy und Gilda genießen das verführerische Pariser Leben (Foto: Tobis)

Zufall oder Schicksal? Eine Frage, die sich wohl alle Liebenden stellen, und die auch diese Geschichte einer traumhaften Leidenschaft und unvergesslichen Liebe prägt. Eine stürmische Regennacht des Jahres 1933 führt den ernsten jungen Iren Guy (Stuart Townsend) und die exzentrische Aristokratentochter Gilda (Oscar-Preisträgerin Charlize Theron) zum ersten Mal zusammen.

Und obwohl oder eben weil sie unterschiedlicher nicht sein könnten, ist das der Beginn einer Liebe, die allen Regeln trotzt und selbst nach Jahren der Trennung wieder neu entflammt.

Doch zunächst entfaltet sich, im lebenshungrigen, vor kreativer Spannung knisternden Paris der Dreißiger Jahre, eine Ménage à trois mit Gildas rassiger spanischer Freundin Mia (Penélope Cruz) - bis der Spanische Bürgerkrieg und der Faschismus ihre Schatten über die Unbeschwertheit legen.

Mia ist die Dritte im Bunde (Foto: Tobis) Großansicht

Mia ist die Dritte im Bunde (Foto: Tobis)

Stadt der Liebe

Weil Gilda den Kopf in den Wolken hat und die Augen verschließt, Mia und Guy sich aber der politischen Realität nicht verschließen wollen, wird auch diese kleine Insel von den Ereignissen überschwemmt.

Ist es Zufall oder Schicksal, dass Guy und Gilda sich im besetzten Paris wieder treffen, er als Geheimagent, sie als Geliebte eines deutschen Offiziers? John Duigan inszeniert sein flammendes Liebesplädoyer als Überlebenskampf der großen (Kino)gefühle.

Head in the Clouds

Krieg als Kulisse für eine große Liebe, da geht das Spektrum von "Vom Winde verweht" bis hin zu "Pearl Harbor" und wird neu angereichert mit John Duigans Epos "Head in the Clouds". Die Leidenschaft zwischen einem irischen Polizistensohn und einer französisch-amerikanischen Aristokratentochter überwindet Länder- und soziale Grenzen, erstreckt sich über zehn Jahre, vom dekadenten Paris der 30er Jahre bis zum Ende der deutschen Besatzungsmacht.

Zufall oder Schicksal - für die 14-jährige Gilda Bessé ist es jedenfalls ein Schock, als die Wahrsagerin ihr Böses für das 34. Lebensjahr voraussagt. Neun Jahre später rettet sich das Mädchen ins Zimmer des Studenten Guy Malyon, weil sie fast in den Armen des Tutors erwischt worden wäre. Der nette Junge sorgt dafür, dass niemand ihre kompromittierende Anwesenheit merkt, Anfang einer Lovestory, die dann erst einmal auf Eis liegt. Zwar verbringt er mit der Schönen in London mal auf einer Party die Nacht unter der Decke, aber dann darf er sie nur auf der Leinwand als Statistin bewundern. Erst 1936 treffen sie sich im Paris der Bohème wieder. Natürlich ist Gilda jetzt Künstlerin und genießt alle Freuden der Liebe und des Lebens am Montmartre, mit ihrer Freundin Mia frönen sie einer heiteren ménage à trois. Doch der ernsthafte Mann stellt das Politische über das Private als der Faschismus mehr und mehr seinen dunklen Schatten auf Europa wirft und zieht mit Mia für die Republikaner in den spanischen Bürgerkrieg, kehrt nach deren Tod desillusioniert zurück, stößt bei Gilda auf Abwehr. Wieder kreuzen sich ihre Lebenswege: 1944 kämpft der Brite als Agent des Secret Service mit der französischen Résistance gegen die deutsche Besatzung in Paris und seine große Liebe - so scheint es - vergnügt sich als Nazi-Flittchen (Verführer: Thomas Kretschmann). Die Studioaufnahmen fanden aus Kostengründen in Montreal statt mit fertiger Paris-Kulisse, nur wenige Außenaufnahmen in der französischen Metropole. Zwar stimmt die detailverliebte Ausstattung von den Kostümen bis zum Kopfsteinpflaster, aber John Duigan lässt es auch nicht an Kitsch fehlen, eine Kombination, die die Glaubwürdigkeit der Figuren erschwert. Die irrlichtern zwischen ihren Gefühlen, es werden weniger die Untiefen der Seele ausgelotet als die Grenzen der Oberflächlichkeit. Die angerissenen Themen wie Vorherbestimmung, Entscheidungswille, Kollaboration oder politisches Engagement bleiben ohne Tiefe, nur manchmal ist erzählerische Kraft zu spüren, die knisternde Atmosphäre einer Epoche, in der Menschen jeden Augenblick auskosteten in der Ahnung des möglichen nahen Todes. Der Kampf auf dem Vulkan als Sedativum und Angstkiller. Dennoch: Die Besetzung kann sich sehen lassen. Charlize Theron als exzentrisches Glamour-Girl, Stuart Townsend als Liebhaber mit politischer Verantwortung und Penelope Cruz als Model und Freiheitskämpferin sollten für Publikumsneugier sorgen. mk.

Darsteller:  Charlize Theron   als Gilda Besse
  Stuart Townsend   als Guy
  Penélope Cruz   als Mia
  Thomas Kretschmann   als Major Franz Bietrich
  Steven Berkoff   als Charles Bessé
  Gabriel Hogan   als Julian Elsworth
  Peter Cockett   als Max
  David La Haye   als Lucien
  Karine Vanasse   als Lisette
  Allen Altman   als Raoul
  Sophie Desmarais   als Elodie
  John Jorgenson   als Django Reinhardt
  Mark Antony Krupa   als Goltz
  Rachelle Lefevre   als Alice
  Andy Mackenzie   als Joseph Reinhardt
  Vanya Rose   als Venetia
  Amy Sloan   als Linda
 
Regie:  John Duigan  
Buch:  John Duigan  
Musik:  Terry Frewer  
Kamera:  Paul Sarossy  
Produzent:  Michael Cowan  
  Bertil Ohlsson  
  Jonathan Olsberg  
  Jason Piette  
  André Rouleau  
  Maxime Rémillard  
 

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