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Kaufvideo
Erhältlich seit:
15.02.2008
Originaltitel: Heartbreak Hotel
Schweden 2006
Laufzeit: 98 Min.
FSK: ab 12
Helena Bergström
Maria Lundquist
Johan Rabaeus
Regie: Colin Nutley
Evolution Entertainment AG

Frauen-Power pur und jede Menge Promille machen Colin Nutleys schwedische "Thelma & Louise"-Variante zum hintersinnig-pointenreichen Komödienspaß.
Etwas zu sehr aufgedonnert stakst Elisabeth auf die Kirche zu. Das Auto hat sie schnell abgestellt, nicht ganz legal. Ihr Sohn heiratet nämlich gleich. Viel zu früh in ihren Augen. Und ihren nervigen Ex wird sie auch noch treffen. Hinzu kommt, dass sie auch noch zu spät dran ist - entsprechend schlecht fällt die Laune aus. Da klemmt ihr doch tatsächlich diese sauertöpfisch dreinschauende Politesse einen Strafzettel unter den Scheibenwischer. Für ein paar heftige, ja deftige Worte muss da schon noch Zeit sein. Gudrun, für die Aufrechterhaltung der Verkehrsordnung zuständig, hat auch keinen sonderlich guten Tag. Ihrem Mann trauert sie nach, Tochter Liselotte liegt ihr dauernd in den Ohren, doch mal wieder auszugehen, und die Unterleibsschmerzen sind unerträglicher als sonst. Und dann noch diese unmögliche Person, diese mit Klunkern behangene Schachtel mit dem frechen Schandmaul.
So beginnen gut beobachtete Komödien. Ein ordentlicher Krach, aus dem eine wunderbare Freundschaft wird. Doch bis es soweit ist, müssen in "Heartbreak Hotel" noch einige Gefühlshürden genommen werden. Denn eigentlich können sie nicht gegensätzlicher sein, die introvertierte Gudrun und die erfolgreiche, quirlige Gynäkologin Elisabeth, auf deren Untersuchungsstuhl die Parkplatzwächterin prompt landet. Peinlich für die eine, kein Problem für die andere. Doch man wird sich ja wohl nicht mehr sehen. Weit gefehlt. Denn schon bald treffen sich die beiden Mittvierzigerinnen wieder, beim (Ab-)Tanzen in der Bar des "Heartbreak Hotel" (OT). Eindeutig ein Zeichen für Elisabeth, die die wunderbare Helena Bergström ("Der letzte Tanz"), Ehefrau, Muse und regelmäßige Mitarbeiterin des britischen Regisseurs Colin Nutley ("Das Glück kommt morgen"), mit Herzblut spielt.
Mit Schweden bringt man zuallererst Krimis in Verbindung, Mankells Wallander, Sjöwall und Wahlöös Ermittlerteam um Martin Beck und natürlich die bedeutungsschwangeren Eheszenen eines Ingmar Bergman. Aber es geht auch anders, wie man spätestens seit "Wie im Himmel" weiß. Luftig, locker, leicht und doch intelligent und mit Hintersinn. Wie auch hier. Wenn man lernt, dass das reife Leben auch so seine Vergnügen bereithält und man durchaus "ein zweites Mal die Jungfräulichkeit verlieren kann" (Nutley). Vorausgesetzt man ist offen für die Welt, lässt sich von den Vorzügen eines Vibrators überzeugen, lernt Tequila trinken wie ein mexikanischer Landarbeiter und schwingt sich auch mal in Lederkluft auf den Sozius einer Harley-Davidson. Cool kommen die ideal besetzten Damen, die bald selbstironisch Ehefrust und -männer vergessen, sich neu einnorden. Derweil diktiert der Soundtrack die Stimmung: von "Love Hurts" über "Bette Davis Eyes", von "Mambo" bis "Waterloo". Hier trifft pointenreicher Feel-Good-Charme auf "Sex and the City", Sektion Stockholm. geh.
| Darsteller: | Helena Bergström | als Elisabeth Staf | |
|---|---|---|---|
| Maria Lundquist | als Gudrun Nyman | ||
| Johan Rabaeus | als Henrik Ek | ||
| Claes Mansson | als Ake Nyman | ||
| Erica Braun | als Liselotte Nyman | ||
| Christoffer Svensson | als Mathias Ek | ||
| Regie: | Colin Nutley | ||
| Buch: | Colin Nutley | ||
| Musik: | Per Andreasson | ||
| Kamera: | Olof Johnson | ||
| Produzent: | Alistair MacLean-Clark | ||
| Maritha Norstedt | |||
Heartbreak Hotel - Schwedisch für Fortgeschrittene in der Fotoshow
Features
Der Titel enthält folgende Features
Sprachen: Deutsch DD 5.1, Schwedisch DD 5.1
Tonformat: Dolby Digital 5.1
Untertitel: Französisch
Bildformat: 1:1,85/16:9
Extras: Interviews, Trailer
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