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Heimweg - The Road Home

Sehr anrührendes und simples Melodram über eine langsam erblühende Liebe zwischen Bauernmädchen und Schullehrer im China der fünfziger Jahre.


Heimweg - The Road Home

Leihvideo

Erhältlich seit:
10.07.2001

Originaltitel: Wo de fu qin mu qin

Drama

China 1999
Laufzeit: 86 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Zhang Ziyi
Sun Honglei
Zheng Hao

Regie: Zhang Yimou
Sony Pictures Home Entertainment (SPHE)

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Heimweg - The Road Home

Nach vielen Jahren reist Luo Yusheng wieder einmal in sein chinesisches Heimatdorf. Doch das Wiedersehen ist bedrückend, da seine Mutter gerade das Leichentuch für den verstorbenen Vater webt. Während er sie bei der mühsamen Arbeit beobachtet, erinnert sich Yusheng an die 40 Jahre zurückliegende, bewegende Romanze seiner Eltern - dem schönen Bauernmädchen und dem jungen Dorfschullehrer. Eine Liebe, die zu Zeiten traditioneller Ehestiftung heiß diskutiert und von den Hindernissen der Kulturrevolution auf eine harte Probe gestellt wurde.

In bester Tradition der poetischen Erzählung inszenierte Chinas renommierter Regisseur Zhang Yimou ("Rote Laterne") einen großen Gefühlsfilm vor dem historischen Hintergrund der chinesischen Kulturrevolution. Dabei beschwört er die Liebe als Urkraft gegen gesellschaftliche Ressentiments. Die mit dem Silbernen Bären 2000 gekürte malerische Hymne auf die Träume einfacher Menschen besticht vor allem durch die gewaltige Bildkraft der herrlichen Cinemascope-Aufnahmen, die insbesondere das Arthouse-Publikum begeistern werden.

Heimweg - The Road Home

Der Film im Wettbewerb der Berlinale mit der einfachsten Geschichte und den seit Gedenken schönsten Cinamascope-Bildern von Landschaften im Wechsel der Jahreszeiten. Wer Zhang Yimous Schnee, der auf Birken fällt, und die anderen gewaltigen Aufnahmen chinesischer Landschaften gesehen hat, weiß, welche Bildkraft ohnegleichen dieser Künstler schafft, der einmal die Jury-Präsidentin Gong Li verheiratet war und mit ihr in der Hauptrolle die aufregendsten politischen Filme ("Rotes Kornfeld", "Rote Laterne", "Judou", "Die Geschichte der Qui Ju", "Shanghai Serenade") drehte, bevor sie sich trennten und er von der Zensur der Volksrepublik gemaßregelt wurde.

Glücklicherweise haben sich auch angebliche Kenner der Szene geirrt: Gong Li hat für den Silbernen Bären für ihren Ex gesorgt: ohne Vorbehalt bei der Verkündung. Es sieht nur auf den ersten Blick so aus, als habe Zhang Yimou mit diesem großen Gefühlsfilm, einem Melodram reinsten Wassers und ehrlicher Emotionen, seinen Frieden mit China gemacht. In einer Rückblende, die den Hauptteil des Films ausmacht, wird die Liebe einer einfachen Bauerstochter zum neuen Dorfschullehrer zu einem Hymnus auf Tradition und Erinnerung. Die Liebe in Zeiten der Kulturrevolution, die den beiden einiges abverlangt, bevor sie ein Paar werden, wird malerisch, musikalisch und monumental als Urkraft beschworen.

Gesellschaftskritik liegt zwischen den Bildern. So in den Sequenzen, in denen die Frau nicht beim Bau des Schulhauses helfen dürfen, sondern nur das Essen für die Männer bereitstellen müssen. Oder in der Strafaktion für den Lehrer, der zwei Jahre von seiner Geliebten ferngehalten wird. Zhang Ziyi ist ein bildschönes Mädchen vom Lande, Zheng Hao der scheue aber, wie sich in der Rahmenhandlung herausstellen wird, von allen geliebte Intellektuelle aus der Stadt. Bei entsprechender Verleihsorgfalt sollte der Film ein Publikum ansprechen, das im Melodram einmal etwas anderes als etwa Flaschenpost finden wird. ger.

Darsteller:  Zhang Ziyi   als Zhao Di (jung)
  Sun Honglei   als Luo Yusheng
  Zheng Hao   als Luo Changyu
  Zhao Yuelin   als Zhao Di (alt)
  Li Bin   als Großmutter
  Chang Guifa   als Bügermeister (alt)
  Sung Wencheng   als Bürgermeister (jung)
  Liu Qi   als Tischler (alt)
  Ji Bo   als Tischler (jung)
 
Regie:  Zhang Yimou  
Musik:  San Bao  
Kamera:  Hou Yong  
Produzent:  Zhao Yu  
 

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